Aus der Serie „Kosten einer Safari – Teil 1

Man braucht es gar nicht beschönigen: Safaris in Tansania sind teuer, zumindest in der guten Mittelklasse mit ordentlichem westlichen Standard.

Meine Reisevorschläge ernten manchmal Ungläubigkeit oder überraschte Reaktionen, die alle denselben Tenor haben: Wie kann denn ein Entwicklungsland so teuer sein?

Hier liegt der Denkfehler: Genau, weil es ein Entwicklungsland ist, sind Reisen so teuer! In Südafrika oder Namibia, die weit entwickelter und westlicher sind, kosten Safaris die Hälfte.

Für einen Urlaub in ansprechender westlicher Qualität (einfache oder gute Mittelklasse) muss man in Tansania mehr Geld als anderswo in die Hand nehmen.

Denn gute Qualität hat gerade in einem Entwicklungsland seinen Preis.

In den nächsten Wochen werde ich in regelmäßigen Abständen Blogbeiträge zu den Kosten auf Safari verfassen.

Das Um und Auf: Gute Safari-Fahrzeuge

Ein Fahrzeug in Tansania zu erhalten, ist teuer und aufwändig. Punkt.

Ständig ist man am reparieren, am Ersatzteile einbauen, Federn austauschen, Stoßdämpfer einstellen, Motorleistung optimieren.

Die Liste der laufenden Reparaturarbeiten ist nicht enden wollend.

Gute Safari-Fahrzeuge haben ihren Preis

Nicht gewartete Fahrzeuge in schlechtem Zustand können eine Safari ziemlich vermiesen.

Alle guten, seriösen Tour Operators haben ihre eigene Fahrzeugwerkstatt samt Mechaniker. Jedes Fahrzeug wird nach einem Trip inspiziert und repariert. Nach einer 7 Tage Safari bleibt das Safariauto bei guten Anbietern mindestens für einen oder gar zwei Tage in den Fingern der Mechaniker…

Die, die sich keine eigene Werkstatt leisten wollen, haben dementsprechend mangelhaft gewartete Fahrzeuge.

Alles, was mit Fahrzeugen zu tun hat, ist ebenfalls teuer, u. a. die importierten Ersatzteile oder die Umrüstung (auf die aufklappbaren Dächer). Benzin ist teuer, auch wenn die Regierung vor kurzem den Benzinpreis auf knapp unter 2000 TSH pro Liter (1 €) festgesetzt hat.

Ein älterer Toyota Landcruiser (die, die noch ohne viel Elektronik auskommen, sind für den Staub und die Feuchtigkeit viel besser geeignet als die modernen High-Tech-Autos) frisst auf 100 km gut und gerne 20 l, wahrscheinlich noch mehr. Aber 100 km sind keine Distanz!

200 km am Tag zu fahren ist normal und an vielen Tagen fährt man auch 300 oder mehr Kilometer.

Gute Agenturen unterhalten einen größeren Fuhrpark, damit immer Fahrzeuge vorhanden sind, um im Falle eines Breakdown Ersatzfahrzeuge schicken zu können.

Flycatcher oder Glücksritter, die ihr Glück im Safari-Business versuchen wollen, mieten ein Fahrzeug an und unternehmen Safaris mit Touristen. Wenn das Fahrzeug liegen bleibt, gibt es aber keinen Ersatz. Dann muss man im Fahrzeug ausharren, bis das Malheur repariert ist. Nicht meine ideale Vorstellung von Safaris…

Safari Tansania - aber immer nur mit verlässlichen Fahrzeugen

Je entlegener und abgelegener die Reiseziele sind, desto verlässlicher muss das Fahrzeug sein.

Fazit: Safari-Fahrzeuge müssen gut in Schuss sein und permanent gewartet werden. Das erfordert vorausschauende Planung (z. B. Koordination der Fahrzeuge und des Personals), finanzielle Mittel (für Personal, Werkstatt, Ersatzteile, etc.) und Investionen in Ersatzfahrzeuge.

Mehr über die Kosten auf Safari erfahren Sie in den nächsten Wochen und Monate.

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