Ich liebe es rustikal! Je uriger ein Buschcamp ist, desto lieber empfehle ich es meinen Kunden. Manchmal kann man sich im Vorfeld aber nicht vorstellen, wie komfortabel solche Buschcamps sind. Auf die gewohnte Dusche muss man also nicht verzichten!

Die Busch-Dusche und ihre Tücken

Die gute Nachricht: Busch-Duschen (im Deutschen würde man sie wohl Camping-Duschen nennen) sind die reduzierteste und gleichzeitig bequemste Art und Weise, sich im Busch den Staub des Tages abzuwaschen.

Die schlechte Nachricht: Spontan geht gar nichts! Man gibt den Angestellten rechtzeitig Bescheid, wann man zu duschen gedenkt, also häufig nach der Rückkehr von der Safari oder um eine bestimmte Uhrzeit.

Normalerweise muss damit gerechnet werden, dass das Erhitzen ca. 20 – 30 Minuten dauert, sollte man sich dennoch spontan zu einer Dusche entschließen.

Es ist üblich in den Camps, nur einmal pro Tag, am Abend nach den Pirschfahrten oder Safari-Aktivitäten zu duschen.  Morgens ist man meist schon früh unterwegs, um 6 Uhr, da hat man außer für Katzenwäsche keine Zeit für eine ausgewogene Morgentoilette. Außerdem ist Wasser im Busch wertvoll und mehrmaliges Duschen pro Tag ist schlicht und ergreifend Wasserverschwendung.

Das Wasser wird über offenem Feuer erhitzt und von einem Angestellten in einen Behälter oberhalb der Dusche gefüllt. Dieser Behälter liegt draußen und der Angestellte befüllt ihn auch von außen.

Der Behälter besteht entweder aus einem Eimer oder einem anderen wasserfesten Behältnis. Vom Behälter läuft ein Rohr weg in Richtung Dusche. Daran ist eine Schnur (aus Plastik oder Metall) angebracht, die bis über die Duschtasse (meist aus Holz oder Plastik) reicht.

Wer also Duschen möchte, wartet auf den Ruf des Angestellten, der signalisiert, dass nun warmes Wasser da ist. Danach zieht man überkopf an der Schnur und schon fließt wohlig warmes Wasser …. mitten im Busch, möglicherweise sogar mit Löwengebrüll in der Ferne.

Die Temperatur ist nicht dosierbar, man achtet aber beim Erhitzen über dem Feuer darauf, dass das Wasser nicht zu heiß wird.

So sieht die Rückseite des Zelts aus. Man sieht die Solarkollektoren, die Wassertonne für das WC, und den Duschsack. (C) Kati Kati Tented Camp, Serengeti.

Wie duscht man am besten?

Meist stehen an die 15 l Wasser zur Verfügung, das reicht bei richtiger Dosierung für 2 Personen.

Ein paar Tipps für die Busch-Dusche:

  1. Schalten Sie das Wasser aus, während Sie sich einseifen.
  2. Machen Sie das Schalter zum Wasserrohr nicht ganz auf, sondern nur halb. Dann fließt zwar weniger Wasser aus der Leitung, aber es bleibt Ihnen mehr – und möglicherweise eine längere Dusche.
  3. Lassen Sie ganz am Ende das Wasser auslaufen, sollte sich noch Wasser im Behälter befinden. Das Wasser lockt nämlich Tiere an.
  4. Vergessen Sie nicht, den Schalter nach dem Duschen auf „Zu“ oder „Off“ zu setzen, also zu schießen, denn sonst rinnt beim nächsten Befüllen das Wasser unkontrolliert raus.