Sie wollen nach Ostafrika reisen, haben sich eingelesen, Reiseführer gewälzt, Blogs durchforstet. Vergleichsangebote wurden eingeholt. Der erste Schock: Wie kann es sein, dass zwei Angebote so unterschiedlich im Preis sein können?

Natürlich ist es legitim, Vergleichsangebote einzuholen, obwohl es mir natürlich lieber wäre, ich könnte Sie ohne Umwege und Zwischenstationen überzeugen. Doch bitte vergleichen Sie nicht Äpfel mit Birnen!

Warum ist Safari Insider anders?

Ganz klar: wegen der Landeskenntnis meiner Destinationen. Bei meiner letzten Recherchereise war ich 8 Tage im Ruaha National Park und habe in fast allen Camps genächtigt. Im Selous Game Reserve verbrachte ich 7 Nächte, im Tarangire National Park ebenfalls. Die Serengeti habe ich schon so oft besucht, dass ich aufgehört habe zu zählen. Im kommenden Oktober plane ich eine intensive Recherchereise nach Sambia, wobei ich mindestens 10 oder 12 Nächte im South Luangwa National Park verbringen werde.

Das ist der Unterschied zu den anderen Reiseveranstaltern. Ich prüfe alle Unterkünfte persönlich, und baue sie, sofern sie meinen (wie weiter unten beschriebenen) Qualitätsansprüchen genügen, in Reiseverschläge ein, wenn sie sich mit den Wünschen meiner Kunden decken. Das bedeutet, ich kann aus dem Vollen schöpfen!

Viele andere Safari-Anbieter sind durch Verträge an Camp- und Lodgeketten gebunden. Da wird jeder Reisende in dieselbe Unterkunft verfrachtet, ungeachtet von Wünschen, Erwartungen oder lang gehegten Träumen.

Wodurch unterscheiden sich also die Camps?

Für mich gilt: In erster Linie ist mir wichtig, dass die Reiseroute optimal verläuft, u.a. den Reisewünschen und den Saisonen angepasst. Erst in zweiter Linie determinieren die Unterkünfte die Route. Meine Reisen sind routenoptimiert, nicht kostenoptimiert.

Die Unterkünfte von Safari Insider unterscheiden sich primär in folgenden Punkten:

1. Lage, Lage, Lage … nah an den Tieren

Im Erfinden von Gebühren ist Tansania Weltmeister, zumindest aber Afrikameister. Nationalpark-Eintrittsgebühren, Wildlife Management Fees, Concession Fees, Camping Fees, und und und …. und all diese Gebühren könnten an einem einzigen Tag pro Person anfallen!

Viele Reiseveranstalter bieten aus Preisgründen Camps außerhalb der Nationalparkgrenzen an, was Vor- und Nachteile hat: Der im Vorfeld spürbare Vorteil besteht im billigeren Preis, weil keine Concession Fees/Wildlife Management Fees und weniger Abgaben an die Parkverwaltung anfallen, in Summe können das schon mal 100, 120, 140 € pro Person und Nacht sein. 

Die Nachteile, die man erst vor Ort realisiert, liegen in der längeren Anfahrtszeit (manchmal bis zu 1 Stunde, bis überhaupt das Gate erreicht ist) und am Stau beim Gate (denn die meisten schlafen wegen des Preises außerhalb, nicht wissend, dass zeitgleich 30, 40, ja vielleicht sogar 50 Fahrzeuge am Gate in den Park einfahren wollen und man dann ewig lange wartet, bis alle Permits erledigt sind). 

Ein großer Nachteil für mich persönlich ist auch, dass die Camps außerhalb der Parkgrenzen kaum Buschatmosphäre aufweisen, da sie nah an Dörfern oder Siedlungen gebaut sind. Es gibt Straßenlärm, Lärm aus dem Dorf, Kühe und Ziegen überall, also mehr Dorfatmosphäre als Buschcharakter – nicht unbedingt das, wofür man nach Afrika kommt und viel Geld ausgibt. 

2. Abseits vom Massentourismus

Viele Kunden wünschen sich Safaris abseits vom Massentourismus und glauben, dass damit die Reisepreise sinken würden. Ganz das Gegenteil ist der Fall: Unterkünfte, die weit abseits von den touristischen Routen liegen und dadurch weniger Gäste empfangen können, haben zwei massive Nachteile: 1. Sie können die hohen Kosten der Betriebsführung (speziell wenn staatliche Gebühren im Spiel sind) nur auf weniger Gäste aufteilen. 2. Sie haben höhere Logistikkosten, weil sie abgelegener liegen.

Sie sprechen mir aus der Seele, wenn Sie abseits des Massentourismus reisen möchten – und als Autorin von Reiseführerin habe ich notwendigen Landeskenntnisse dafür. Doch „preiswerter“ sind in aller Regel nur zwei Arten und Unterkünfte: diejenigen, die Masse machen können und diejenigen, die an der Qualität sparen.

Übernachtungen an untouristischen Orten können mit ein Grund sein, warum meine Reisevorschläge preislich manchmal oberhalb des Mitbewerbs liegen.

Einfach bedeutet nicht automatisch preiswert: Eine Nächtigung in einem Walking Camp, wie hier in der Serengeti, ist kostenintensiver, schon alleine wegen der zusätzlichen staatlichen Gebühren.

3. Keine Knebelverträge

Wenn Reiseveranstalter mehrere Camps einer Kette buchen, erhalten sie bedeutende Rabatte. Wenn Reiseveranstalter sich vertraglich verpflichten, eine bestimmte Anzahl von Gästen pro Jahr bei einer Campkette zu buchen (=Kontingente), sinken die Einkaufspreise noch weiter. In Tansania existieren große, dominante Player, die 300 Fahrzeuge und mehr  haben. Gegen sie, mit denen übrigens viele deutsche Veranstalter zusammenarbeiten und daher preiswertere Safaris anbieten können, ist so ein kleiner Veranstalter wie ich machtlos.

Ich lasse mich von Kontingent-Verträgen nicht knebeln, speziell wenn diese Camps und Hotels nicht der Saison oder den Reisewünschen der Kunden entsprechend liegen. Und bei Partneragenturen mit 300 Fahrzeugen sind meine Kunden nur eine Nummer, was ich ebensowenig möchte.

Es ist der gleiche Kampf, den der stationäre Buchhandel gegen Amazon ausficht: Die nackten Umsatzzahlen entscheiden. Wer mehr umsetzen kann und seine Partner durch schiere Mengen unter Druck sehen kann, kann billiger verkaufen.

Nur fallweise, wenn es sich aus der Route ergibt oder wenn es Kapazitätsengpässe gibt, greife ich auf größere Hotels oder Campketten zurück, wenn es sich durch die Reisewünsche oder die Verfügbarkeiten nicht vermeiden lässt.

Grundsätzlich bevorzuge ich aber Familienbetriebe und Kleinunternehmen, die überschaubare, intime Unterkünfte führen.

4. Meine ganz persönlichen Qualitätsstandards

Aus der Ferne schwer zu beurteilen, aber es gibt massive Qualitätsunterschiede zwischen den Camps und Lodges.

Übrigens: Webseiten sind oft keine adäquaten Quellen, um Qualität zu beurteilen.

a) Qualitätsunterschiede beginnen bei augenscheinlichen Defiziten, wie den Dekor-Stoffen, der Bettwäsche oder den Handtüchern. Billiger sind natürlich Synthetikstoffe aus China oder Indien, wobei Qualitätsbaumwolle nicht nur teurer, sondern schwer erhältlich ist.

b) Auf den ersten Blick nicht sichtbar sind andere Dinge, wie z.B. Matratzen. Hochwertige Matratzen sind in Tansania oder Uganda nicht zu kaufen, sondern müssen aus Kenia, Südafrika oder den Emiraten importiert werden. Billigere, landestypische Unterkünfte verwenden hingegen minderwertige Schaumstoffmatratzen.

c) Ein adrettes Qualitätscamp muss laufend renoviert und mindestens einmal pro Jahr, meist in der Regenzeit, von Grund auf saniert werden. Dies verabsäumen viele Camps, speziell einfachere, landestypische Unterkünfte. Da kann ein Badezimmer innerhalb von einem Jahr komplett durchgerostet sein, einfach weil die Luftfeuchtigkeit über viele Monate so hoch und die chinesische Ware minderwertig ist.

d) Gutes Essen zu zaubern, ist eine der größten Herausforderungen im östlichen und südlichen Afrika, da traditionelle Speisen salzarm sind und der Speiseplan eintönig sowie kohlehydratlastig ist. In Afrika geht es nicht um Abwechslung auf dem Teller, sondern ums Sattwerden. Dies macht es für ostafrikanische Köche schwer, westliche Gaumen zufriedenzustellen. Es gibt natürlich begnadete und passionierte Köche, die wunderbare Mahlzeiten zaubern, aber die große Masse der Köche hat wenig Fingerspitzengefühl in der Küche. Aber häufig gilt: Je hochwertiger ein Camp ist, desto besser sind die Küche und die Zutaten.

Meine Erfahrung aus 20 Jahren Ostafrika hat mich gelehrt, dass Fotos häufig lügen. Sie werden bei der Eröffnung geschossen und noch 7, 8 Jahre später für die Werbung verwendet. Doch das Camp schaut schon lange nicht mehr so aus, mangels Investitionen und Instandhaltung.

Die Lage beeinflusst den Preis eines Camps massiv: Das Track & Trail River Camp im South Luangwa NP ist beispielsweise halb so teuer wie ein viel einfacheres Camp innerhalb der Parkgrenzen.

Was kostet eine Safari bei Safari Insider?

Das ist nicht leicht über den Daumen zu beantworten. Der Reisepreis hängt von ganz vielen Faktoren ab – von der gewünschten Komfortkategorie der Unterkünfte, dem Reiseverlauf, der Anzahl der Tage auf Safari, den besuchten Gebieten, den Aktivitäten, ob die Unterkünfte einer Hotelkette angehören oder nicht, Größe der Unterkünfte, und noch einiges mehr.

Die Untergrenze für einen Tag auf Safari (bei 2 Personen im Fahrzeug) beträgt ca. 400 – 600 € pro Person in der einfachen und guten Mittelklasse. Die Nord-Serengeti oder der Katavi National Park sind teurer, ein Tag im Arusha National Park oder im Manyara National Park ist preiswerter.

Je ausgefallener die Reisewünsche, desto teurer sind sie meistens. Ebenso wie Tage mit Walking Safaris, die liegen preislich auch über der oben genannten Kosten. Die Tage am Meer sind aber billiger, weil weder Kosten für ein Fahrzeug noch Eintrittsgebühren anfallen.

Echte Individualität hat eben seinen Preis: Keine von mir geplante Reise gleicht der anderen. In über 10 Jahren meiner Veranstaltertätigkeit habe ich kaum identische Reisen geplant und durchgeführt.

 

Ich freue mich auf Ihre Anfrage!