Durch die Elefanten-Wilderei ist Tansania international in die Medien gelangt. Natur- und Tierschutz haben es schwer in einem Land, wo die meisten Menschen ihre Grundbedürfnisse nicht decken können. Geld alleine macht noch keinen Naturschutz, das haben viele zahnlose Initiativen gezeigt in der letzten Dekade. PAMS beschreitet andere Wege. PAMS bindet die lokale Bevölkerung ein, und brilliert eher durch kluge Taktiken und Strategien als durch große Spendenaufrufe.

Vier Fragen an PAMS

Safari Insider: Wie kann man sich die Arbeit von PAMS vorstellen?

Krissie Clark: Mit einem klassischen 9-to-5-Job hat die Arbeit hier nicht viel tu tun. Die Natur, Wilderer und illegale Händler geben den Takt vor. Vielleicht sind es neben der Sinnhaftigkeit der Arbeit gerade diese Flexibilität und ausgezeichnetes Teamwork, die die PAMS Stiftung zu einer großen Familie machen. Zwar kommt man auch hier um die übliche Büroarbeit nicht herum, aber die Tage im Busch, die gute Zusammenarbeit mit Gemeinden und Rangern, die heftigen Strategiediskussionen und vor allem das gemeinsame Anliegen sowie die miteinander erzielten Erfolge wiegen das Sitzen am Computer bei Weitem auf.

Ein besonderes Highlight sind die Kontrollflüge mit dem eigenen kleinen Flugzeug, das eine ganz unglaubliche Sicht auf Tansanias Landschaft und ihre Tierwelt freigibt.

Allerdings bringt der Anblick der inzwischen unübersehbaren Schäden mich hin und wieder eher zum Weinen.

Safari Insider: Braucht ihr eine spezielle Ausstattung, damit PAMS möglichst zielführend arbeiten kann?

Krissie Clark: Es ist unnötig, eine anspruchsvolle Ausrüstung zu haben. Vielfach sind es die absoluten Basics, die fehlen. Mit den einfachsten Grundlagen vor Ort, Fingerspitzengefühl für die Menschen und einer ausgeklügelten Strategie lassen sich erstaunliche Dinge erreichen. Selbst wenig Geld kann sehr viel bewegen.

Safari Insider: Wie können Besucher PAMS helfen? Was können sie tun, sagen, mitbringen?

Krissie Clark: Am meisten helfen sie uns, wenn sie Safaris bei Betreibern buchen, die in die Erhaltung investieren und ökologisch arbeiten. Selbstverständlich nutzt es auch, wenn sie ein Bewusstsein schaffen, dass es völlig uncool, verantwortungslos und schlecht ist, Produkte aus Elfenbein zu kaufen. Und erzählt Anderen von PAMS! Unsere Ranger freuen sich vor allem über (Second-Hand-)Ausrüstung für Dinge, die einem hohen Verschleiß ausgesetzt sind: Rucksäcke, Kameras, Wasserflaschen, Kleidung und Campingausrüstung. Geldspenden sind natürlich immer willkommen, PAMS geht damit sehr sorgfältig und transparent um.

Safari Insider: Gibt es weitere Naturschutz-Organisationen evtl. in den umliegenden Ländern, die ebenfalls einen guten Job machen?

Krissie Clark: Spontan fallen mir da die Game Rangers International und die Conservation Lower Zambezi in Sambia, der Lilongwe Wildlife Trust in Malawi, die Ugandan Conservation Foundation in Uganda oder die Big Life Foundation in Kenia ein.

Safari Insider Tipp: Auf die Frage, welche Plätze Krissie besonders gerne mag, nannte sie mir die Savannen des Ruaha National Park, die kraftvolle Landschaft des Lake Natron und die Miombo-Wälder des südlichen Selous-Ökosystems. Dort Zeit zu verbringen hilft, so weiß sie aus eigener Erfahrung, die Seele zu heilen und Kraft für weitere Aktivitäten zu tanken.

Über PAMS

Nach dem Start einer Handvoll Idealisten ist die PAMS Foundation inzwischen zu einer international anerkannten Einrichtung geworden. Neben den drei Direktoren gibt es derzeit 19 fest angestellte Mitarbeiter und rund 300 Freiwillige, die verschiedenste Arbeiten übernehmen. Naturschutzprojekte zeichnen sich vor allem durch smarte, ungewöhnliche Strategien und Taktiken aus, die nicht allzu viel Geld verschlingen, aber dafür effizient sind. Die Einbeziehung der Dörfer, Anrainer und Lokalpolitiker spielt dabei eine wesentliche Rolle. Dadurch, dass die Naturschutz nicht auf Tansania beschränkt ist und Tiere keine Grenzen kennen, gibt es eine Reihe grenzüberschreitender Projekte.

Die gute Arbeit von PAMS trägt Früchte: We do feel we are starting to turn the tide regarding elephant poaching, but still have a long way to go.

 

Safari Insider unterstützt PAMS regelmäßig. 10 % des Gewinns vor Steuern werden in gemeinnützige Projekte investiert, PAMS ist eines davon: www.pamsfoundation.org.