In fast jedem Naturschutzgebiet des südlichen und östlichen Afrikas leben Elefanten, aber dann gibt es einige wenige Orte, wo die Konzentration an Elefanten höher ist als anderswo. Man muss also wissen, wo und wann…

1. Tarangire National Park

In den Trockenmonaten Juni bis Oktober sieht man im Tarangire mehr Elefanten als andere Wildtiere!

Wenn nach der großen Regenzeit die Savanne wieder langsam goldbraun wird, müssen die Elefanten auf die Suche nach Wasser gehen. Die Wasserlöcher trocknen aus, und die Vegetation liefert ihnen nicht mehr genug Wasser. Dann wandern die Elefanten in großen Herden zur einzigen permanenten Wasserquelle des Tarangire – zum Tarangire River (und den dazugehörigen Silale Swamps im südlichen Tarangire).

TIPP: Wer es sich leisten kann, muss in dieser Zeit unbedingt in den südlichen Korridor, wo die beiden renommiertesten Camps des Tarangire liegen: Das Swala Tarangire und das Olivers Camp. Beide haben eine ausgezeichnete Reputation bei Walking Safaris!

Wenn die Tiere im Oktober den Regen riechen, beginnen sie in Richtung Norden zu ziehen. Dann wandern sie dem Regen entgegen bis hinauf zum Lake Natron und zur kenianischen Grenze. Die ganze Gegend zählt zum Einzugsgebiet des Tarangire Ökosystem und die Tiere bewegen sich mehr oder minder frei darin, je nachdem wo gerade Wasser zu finden ist.

>> Mehr über den Tarangire National Park

Elefantenherde in den Silale Swamps im südlichen Tarangire

Eine Elefantenherde in den Silale Swamps im südlichen Tarangire, (c) Asilia Africa

2. Lower Zambezi National Park

Wir gleiten auf dem Zambezi River, der Motor rattert. Unser Guide schaltet den Motor aus, bis auf das versöhnliche Plätschern des Wellenschlags ist mucksmäuschen still. Plötzlich stapft aus dem Dickicht ein junger Elefant. Dahinter gleich seine Mutter. Und dahinter noch ein Elefant. Die Elefantentruppe starrt uns aufmerksam an. Sie müssen sich erst klar darüber werden, ob wir eine Gefahr darstellen.

Jedes Naturschutzgebiet ist einzigartig und besonders, aber der Zambezi River National Park bleibt mir in besonderer Erinnerung, und ich denke, es ist die Kombination aus Boat Safaris und Elefanten-Beobachtung.

Zur besten Reisezeit zählen ebenso die Monate Juni bis Oktober, wenn die Wasserlöcher im Hinterland ausgetrocknet sind und die Elefanten zum Fluss migrieren müssen.

>> Mehr über den Lower Zambezi National Park

Elefanten - Lower Zambezi National Park

Keine Seltenheit: Elefanten, die durchs Wasser waten

3. Ruaha National Park

Ich war im letzten Zelt, also dem Zelt, das am weitesten vom Restaurant-Zelt entfernt ist, untergebracht. Lunch-Time! Aber das wusste die Elefantenfamilie nicht, die mir den Weg versperrte. Acht ausgewachsene Damen und zwei herumtollende Jungtiere standen vor meinem Zelt und labten sich an den saftigen Blättern der Sträucher,  während ich die nächste halbe Stunde hungern musste… Aber ich tausche gerne Elefanten gegen laumwarme Lasagne!

Das Selous-Ruaha-Ökosystem ist in Tansania für seine Elefantendichte bekannt, obwohl die Population in den letzten Jahren wegen der Wilderei gelitten hat. Stark betroffen ist leider das Selous Game Reserve. Im Ruaha hält sich die Wilderei in Grenzen, weil der Park besser kontrolliert wird und weil er nicht ganz so unermesslich groß wie der Selous ist.

Im Ruaha gibt es nur wenige Monate, die für die Elefanten-Beobachtung nicht ideal sind, dazu zählen der November und die Regenmonate März bis Mai, wo die Unterkünfte geschlossen halten. Aber von Juni bis Oktober sowie von Dezember bis Februar kommen Elefanten-Liebhaber voll auf ihre Rechnung (siehe beste Reisezeit Tansania).

TIPP: Wer die Hitze und die Tsetse-Fliegen aushält, muss im Januar und Februar in den Ruaha – dann sammeln sich die Elefanten zu unglaublich riesigen Herden von bis zu 200 Tieren (und mehr).

>> Mehr über den Ruaha National Park

Elefanten - Ruaha National Park

In den Sand Rivers suchen die Elefanten unterirdisch nach Wasser