Manchmal sind sich Besucher im Vorfeld uneins, ob sie eine Lodge, also eine Unterkunft  mit gemauerten Strukturen, oder ein echtes Tented Camp bevorzugen.

Wenn Sie gerade Ihre Tansania-Reise planen, finden Sie hier wertvolle Infos zur Wahl der richtigen Unterkünfte im Busch.

Tipp: Eine Ostafrika-Reise ist meiner Meinung nach erst richtig gelungen, wenn Sie mindestens eine Nacht in einem buschnahen Tented Camp schlafen!

Der Bedarf an Betten übersteigt schon seit Jahren die Kapazitäten der Hotels und Lodges. Die Behörden sind schwerfällig in der Erteilung der Baugenehmigungen in den Park – und vermutlich sind diese auch viel zu teuer (Schmiergelder inklusive).  Also hat die Tourismusindustrie kreativ darauf reagiert und begonnen, unbefestigte, saisonale Busch-Camps zu errichten. Mittlerweile sind die Tented Camps aus dem Safarizirkus nicht mehr wegzudenken.

Was ist eine Lodge?

Eine Lodge ist eine permanente Unterkunft, mit gemauerten Strukturen:

  • Häufig sind die Chalets oder Zelte auf befestigtem Untergrund (Zement) gebaut.
  • Es gibt fließendes Wasser im Bad, d.h. sowohl WC als auch Dusche sind sehr komfortabel ausgestattet.
  • Es ist oft ein Pool vorhanden.
  • Manchmal sind die Zimmer nicht nur „Zelte“, sondern richtige Chalets mit gemauerten Wänden.
  • Häufig ist die Infrastruktur gut, d.h. Strom und Steckdosen in den Zimmern, WLAN, richtige Bibliotheken oder sogar TV.
  • Zelte und andere „Gebäude“ werden gerne aus klimatischen Gründen mit Blätterdächern bedeckt.
  • Gerne werden die Gästechalets (Zelte) auf erhöhte Plattformen gestellt, also auf Stelzen (stilted). So erhöht hat man einen erweiterten Rundum-Blick auf den Busch.
Mbalageti Lodge, Serengeti. - Safari-Insider

So sieht eine Lodge aus, mit Pool und gemauerten Strukturen. (C) Mbalageti Lodge, Serengeti.

Was ist ein Tented Camp?

In abgelegenen Gebieten und Nationalparks werden häufig unbefestigte Camps für eine gewisse Zeit aufgebaut, z. B. in der Serengeti, um der Großen Migration besonders nahe zu sein.

Die Nationalparkbehörde weist dem Campbetreiber einen bestimmten Platz zu und wacht darüber, dass das Camp so aufgebaut wird, dass es, ohne eine menschliche Spur zu hinterlassen, wieder abgebaut werden kann.

Ein echtes Tented Camp erkennt man an folgenden Dingen:

  • Die Gästezelte sowie das Restaurantzelt sind „pur“, ohne zusätzliche Grasdächer oder erhöhten Plattformen.
  • Es gibt keine Beschriftungen, keine Schilder, die den Weg weisen.
  • Die Zelte liegen direkt am Boden auf, entweder direkt auf der Erde oder auf Holzplanken.
  • Es gibt keine Steckdosen im Zimmer, sondern nur in den Gemeinschaftsräumen. Meist steht zum Aufladen der Kameras oder der Handys eine Steckdosenleiste in den Gemeinschaftsräumen zur Verfügung.
  • In den Gästezelten gibt es zwar Licht, das aber immer häufiger aus der Solarerzeugung stammt. Dementsprechend gedämpft ist das Licht.
  • Tented Camps sind sehr viel buschnaher (also näher an der Natur, ihren Lauten, Gerüchen, etc.) als Lodges oder gar Hotels.
  • In den Gästezelten gibt es kein fließendes Wasser. Am Waschbecken steht Wasser, septische Toiletten mit Wasserspülung stehen bereit und die Dusche besteht aus einer einfachen „Eimer-Dusche“.
Kati Kati Tented Camp. Safari-Insider

Kati Kati ist ein typisches Tented Camp in der Serengeti, buschnäher geht’s wohl nicht mehr. (C) Kati Kati Tented Camp.

Ob ein Tented Camp oder eine Lodge gewählt wird, hängt stark von der Reiseroute, dem Budget und nicht zuletzt von der Jahreszeit ab. Besonders schön finde ich persönlich einen stimmigen Mix aus unterschiedlichen Unterkünften!

 

Nicht immer hat man Wahlmöglichkeiten, aber wenn es diese gibt, zeige ich Ihnen diese gerne auf.