Reisebericht aus dem Kafue National Park in Sambia

Seit 8 Tagen sind wir nun schon auf Safari in Sambia. Die täglichen Wake-up-calls um 5 Uhr, die frische Luft, ermüdende Transferfahrten, das angestrengte Schauen, konzentriertes Beobachten und nicht zuletzt die drückende Hitze von über 40 °C machen mürbe. Zwei Tage das Tempo aus der Safari rausnehmen – das wär’ jetzt fein!

Nah am Wasser gebaut

Wir werden an der Bootsanlegestelle empfangen, hieven unser Gepäck ins Motorboot und atmen durch. Nach den letzten Tagen voller Staub tut der Duft des Wassers gut! Der von immergrünen Galeriewäldern gesäumte Kafue River ist spiegelglatt; an den massiven Steinrundlingen am Flussrand kann man gut ablesen, wie hoch der Pegelstand des Kafue River noch vor einigen Monaten war.

Wir durchpflügen das Wasser, nehmen spielend ein paar durch den Niedrigstand entschärfte Stromschnellen, entdecken erste Vogelschwärme am Himmel. Die Sonne steht schon tief und hüllt die magische Wasserlandschaft in warmes, weiches Licht.

Nach etwa 15 Minuten genüsslicher Fahrt erreichen wir die Bootsanlegestelle. Vom Fluss aus sind die ersten Chalets der Kaingu Safari Lodge bereits zu sehen.

 

Wir werden herzlich begrüßt und zu unserem Zelt geführt. Von den sechs Tented Chalets sind zwei neu, die sich durch eine besonders liebevolle Ausstattung auszeichnen. Etwas kleiner als die alten, bieten sie dennoch ausreichend Platz, um sich auszubreiten. Besonders in Erinnerung bleibt das Badezimmer: am Waschbecken putze ich mir die Zähne mit Blick auf den Fluss, und an allen Seiten die in die Wand betonierten Flaschen zaubern grüne Farbspiele in die Luft. Die Outdoor-Shower muss bis morgen warten!

Für Lang- und Vielschläfer

Beim Abendessen im Kerzenlicht besprechen wir das Programm des nächsten Tages. Die Alternativen hinter dem „Oder“ klingen himmlisch für mich! „Ihr könntet morgen früh auf Pirschfahrten gehen … oder einfach länger schlafen und dann genüsslich lange frühstücken,“ erklärt uns Lynda. Rick will uns eine Boat Safari schmackhaft machen.

„Oder ihr schläft einfach länger und dehnt Euer Frühstück zum Brunch aus,“ fällt ihm Lynda ins Wort.

Die Philosphie der Kaingu Safari Lodge wird schnell klar: Viele Optionen, aber kein Stress. Die Eigentümer – zwei Ehepaare Rick und Lynda sowie Julia und Gilmour – sehen die Lodge als Ruhepool am Ende einer Safari. Die isolierte Lage am Fluss, ohne Nachbarn oder vorbeiflitzende, lärmende Motorboote, verspricht viel Ruhe, ohne dass man auf die besondere Atmosphäre eine Busch-Lodge verzichten muss.

Viele Optionen, aber kein Stress

Der Leitsatz der Kaingu Safari Lodge lautet „Everyone at her or his own pace“, was so viel wie „jeder nach ihrem/seinem eigenen Tempo“ bedeutet.

Durch die wunderschöne Lage am Wasser bieten sich natürlich in erster Linie Bootsfahrten an, z. B. Sundowners, Picknicks auf einer Sandbank, Vogelsafaris oder Kanufahrten, die 2 Tage dauern und wo auf einer Sandbank campiert wird. Ebenso werden Pirschfahrten und Walking Safaris im Kafue National Park bzw. der angrenzenden Game Controlled Area geboten.

Chillaxen …. gähn!?!

Wissend, dass es am nächsten Tag wieder Schlag auf Schlag geht,  genießen wir den Tag, schlafen lange, frühstücken noch länger, lesen auf der Veranda. Ich bemühe mich, meine in Mediziner-Handschrift gekritzelten Notizen, die ich in den letzten auf den ruckeligen Pirschfahrten im Kafue National Park gemacht habe, zu entziffern. Und döse vor lauter Anstrengung dabei ein…..

Wir lassen uns dann doch zum obligaten Sundowner überreden – ein Gin Tonic und ein Mosi haben noch niemandem geschadet!