Ich bin Ostafrika von Herzen verbunden. Ich „verkaufe“ keine Standard-Reisen, sondern plane voller Engagement und persönlichem Einsatz  Traum-Reisen nach Ostafrika. Einer meiner wichtigsten Grundsätze: Ich bin immer ehrlich – auch wenn es zu meinem eigenen Nachteil ist.

Denn ich „verliere“ lieber Kunden, als ihnen das Blaue vom Himmel zu lügen (und vor Ort sind sie dann enttäuscht, weil’s nicht so ist, wie versprochen).

1. Safari im Mai in Tansania?

Was helfen die (durchaus attraktiven) Green-Season-Rates, wenn viele Pisten unpassierbar sind, die Handtücher mockig riechen (weil aufgrund der Luftfeuchtigkeit einfach nichts trocknet), die Gehwege matschig sind, viele der guten Camps/Unterkünfte geschlossen halten und die Fotos grau und leblos sind?

Für mich eine klare Sache: Safaris im Mai sind zwar möglich, aber ich rate ab davon. Weil ich selbst ebensowenig bei solchen Bedingungen meine Safaris genießen würde.

2. „Es gibt einen Strand auf Sansibar, wo man den ganzen Tag schwimmen kann“.

Ich kenne alle Strände in Sansibar, wirklich alle. Bei Ebbe und bei Flut. In allen Monaten, bei Vollmond und bei Neumond.

Es gibt ein paar Strandabschnitte, wo das Wasser bei der Flut bis an den Sandstrand reicht – was aber nicht heißt, dass man dort schwimmen kann! Ja, das Wasser ist da, aber die erwachsene Person möchte ich gerne sehen, die bei knietiefem Wasser ordentlich schwimmen kann. Ja, zum Plantschen und Abkühlen reicht es allemal, aber Schwimmen ist nicht möglich.

Die Küste ist überall gleich flach, von Somalia bis runter nach Mosambik. Punktuell sind einige Strandabschnitte begünstigt, wo man fast den ganzen Tag Plantschen kann. Aber mehr auch nicht.

3. „Ich möchte Löwen streicheln“.

Mit Verlaub – diese Möglichkeit existiert weder in Tansania noch in Sambia, Kenia oder Uganda. Ich weiß nicht, wo die Menschen diesen Floh ins Ohr gesetzt bekommen, aber vielleicht sind die Tier-Dokumentationen über Afrika doch nicht alle so pädagogisch wertvoll?

Ich für meinen Teil lehne diese Art von Tourismus ohnehin ab, weil Menschen in der unmittelbaren Tiersphäre nichts zu suchen haben. Beobachten ist okay, berühren nicht.

Ja, sie sind putzig, aber es sind Wildtiere. Beobachten ist okay, streicheln nicht.

4. Kann man eine Vanille-Plantage auf Sansibar besuchen?

So leid es mir tut,  aber Sansibar ist keine Vanille-Insel. Klar, es existiert Vanille auf Sansibar, aber die Schoten sind minderwertig im Vergleich zu La Réunion oder Madagaskar. Auf den Gewürzfarmen wird Vanille nur  als Attraktion für die Besucher kultiviert, aber nicht, weil sie wirtschaftlich oder historisch bedeutsam ist.

5. Das erste Mal in Afrika – soll man gleich nach Tansania oder Sambia reisen?

Schwierig zu beantworten. Eine Universalantwort gibt es hier nicht. Es hängt ganz davon ab, wie sehr man an Natur, Tieren und Afrika per se interessiert ist.

Viele Leute stellen sich die Frage, ob sie für ihre erste Reise nach Tansania oder Sambia so viel Geld ausgeben möchten, wenn man gar noch nicht weiß, ob Tierbeobachtung (also Safaris) das richtige für einen ist. Oder wenn man sich nicht sicher ist, ob eine geführte Rundreise (mit Fahrer) optimal ist.

Wer sich nicht ganz sicher ist, sollte lieber mit Südafrika oder Namibia beginnen. Auch ich hab‘ mit Südafrika begonnen, und dort Lunte gerochen!

Lust auf eine individuelle Safari?