Es ist nicht einfach, in Ostafrika zu helfen. Zu groß ist der Unterschied zwischen dem, was wir im Westen für gut befinden und dem, was vor Ort tatsächlich gut ist. Dazu kommt noch die ortsübliche Korruption, die leider auch vor Hilfsprojekten nicht Halt macht.

Ein Projekt, das ich in Tansania persönlich als sehr seriös und effizient kennenlernen durfte, ist die PAMS Foundation, die Krissie Clark 2006 gegründet hat.

Die Anfänge von PAMS

Krissies Liebe zu den Urwäldern reicht zurück bis in ihre ganz jungen Jahre. Schon damals träumte sie davon, wild lebende Tiere zu schützen und ihren Fortbestand zu bewahren. Erste Berufsjahre in Südafrika brachten ihr nicht die Möglichkeiten, die sie erhofft hatte. 2007 ergab sich die Gelegenheit, in Tansania beratend tätig zu werden.

Es war Liebe auf den ersten Blick zum Land, seiner reichen Tierwelt und faszinierenden Wildnis.

Umso erschütternder war dann die Beobachtung, dass etliche Naturschutzprojekte nur Worthülsen waren. Bei näherer Betrachtung stellte sich heraus, dass die (reichlich fließenden) Gelder in Wahrheit keine nennenswerten Verbesserungen brachten – und leider, wie oft in Afrika, in den Taschen einiger weniger landeten. Im Gegenteil, mitunter richteten gut gemeinte Initiativen sogar Schaden an.

Gemeinsam mit zwei Kollegen, die ähnliche Erfahrungen gemacht hatten, wollte sie neue Wege im Naturschutz beschreiten. Nur drei Wochen später wurde die PAMS Foundation registriert.

Die Ranger bei der Einsatzbesprechung

Kaum Bewusstsein für Naturschutz

Tansania läuft Gefahr, zu verlieren was den besonderen Reiz dieses Landes ausmacht. So wundervoll die große Freiheit ist, durch die Tiere zwischen den einzelnen Landstrichen und (nicht eingezäunten) „Parks“ hin und her wechseln können, so furchtbar ist das, was Geldgier und Unwissenheit hier anrichten.

Viele der uralten Wanderkorridore der Tiere gehen durch Bevölkerungswachstum und Expansion, Entwaldung und nicht nachhaltige Beweidung verloren, einige sind bereits nicht mehr vorhanden.

Die ungebrochene Nachfrage nach Elfenbein, Nashorn-Hörnern und anderen Tierprodukten richtet Jahr für Jahr enorme Schäden an. Neben Elefanten und Nashörnern sind Löwen, Giraffen, Schuppentiere und zahlreiche Vogelarten sowie Reptilien vom Aussterben bedroht. Die Ausbeutung der Meere bringt kurzfristig satte Profite, langfristig geht damit allerdings die Zerstörung der Korallenriffe einher.

Wie arbeitet PAMS?

Nach dem Start einer Handvoll Idealisten ist die PAMS Foundation inzwischen zu einer international anerkannten Einrichtung geworden. Neben den drei Direktoren gibt es derzeit 19 fest angestellte Mitarbeiter und rund 300 Freiwillige, die verschiedenste Arbeiten übernehmen. Naturschutzprojekte zeichnen sich vor allem durch smarte, ungewöhnliche Strategien und Taktiken aus, die nicht allzu viel Geld verschlingen, aber dafür effizient sind. Die Einbeziehung der Dörfer, Anrainer und Lokalpolitiker spielt dabei eine wesentliche Rolle. Dadurch, dass die Naturschutz nicht auf Tansania beschränkt ist und Tiere keine Grenzen kennen, gibt es eine Reihe grenzüberschreitender Projekte.

Der größte Schatz Tansanias – seine Tiere und Nationalparks, (C) Paul Joynson-Hicks

Große Erfolge von PAMS

Nach einigen Anlaufschwierigkeiten konnte PAMS mittlerweile wesentliche Erfolge erzielen. Mit Unterstützung von Regierungspartnern wurde die Elefanten-Wilderei zumindest deutlich eingedämmt.

Einige der größten Elfenbein-Händler sind hinter Gittern gelandet, jede Menge Waffen wurde beschlagnahmt.

Safari Insider unterstützt PAMS regelmäßig. 10 % des Gewinns vor Steuern werden in gemeinnützige Projekte investiert, PAMS ist eines davon: www.pamsfoundation.org.