Der Großteil der Besucher entscheidet sich, an die Safari einen Strandaufenthalt in Sansibar anzuhängen. Aber auch die Festlandlandküste hat wundervolle Strandabschnitte zu bieten – die allesamt nicht überlaufen und vollkommen untouristisch sind.

1. Ras Kutani

Genauso, wie man sich einen Strand in den Tropen vorstellt!

Ein wenig mehr als eine Stunde südlich der Fähranlegestelle in Kigamboni (Dar es Salaam) befindet sich die Strandlodge Ras Kutani mit dem davor liegenden breiten, blütenweissen Sandstrand von Ras Kutani.

Die charmante, liebevoll gestaltete Luxusherberge gehört zu den echten Geheimtipps am Indischen Ozean: wunderbare Lage, herrlicher Strand, romantische Robinson-Crusoe-Atmosphäre. Zur Auswahl stehen rustikale Bungalows aus Naturmaterialien sowie Suiten mit eigenem Minipool und ein Familienhaus in erhöhter Lage mit tollem Blick aufs Meer.

Zugegeben, Ras Kutani ist bei weitem keine Budget-Unterkunft, aber das sind die wenigsten an der Küste von Tansania und mittlerweile auch auf Sansibar. Wer gute Qualität bei Sauberkeit, Service, Sicherheit und Essen wünscht, muss dementsprechend gutes Geld dafür zahlen.

Meine Einschätzung:

  • Breiter, weißer Sandstrand mit wehenden Palmen und türkisblauem Wasser
  • Exzellente, persönlich geführte Strandlodge im gehobenen Segment
  • Absolut keine Beach Boys oder Strandverkäufer
  • Es gibt ein angenehmes Nebeneinander von Gästen und Einheimischen, ohne dass sich die Einen von den Anderen gestört fühlen
  • Keine weiteren Hotels in der unmittelbaren Umgebung, d.h. die nächsten Touristen sind mindestens 10 Minuten zu Fuß entfernt
  • Ideal für Gäste, die entspannen und der Welt für ein paar Tage den Rücken zukehren möchten

2. Sange Beach

Etwa eine Stunde südlich von Ushongo Beach, auf dem Weg in den Saadani National Park, kommt man im Dörfchen Sange vorbei.

Eine überschaubare Anzahl von Beach Lodges und Villas teilt sich einen längeren Strandabschnitt. Wer hier herkommt, bleibt hier.

Hier sollten sich Leute einquartieren, die einfach die Seele baumeln lassen wollen. Lesen, Schlafen, Essen, den Gedanken nachhängen, Strandspaziergänge, Lesen, Schlafen.

Nach Ushongo Beach (das fast genauso verschlafen ist) braucht es ebenso eine Stunde wie bis in den Saadani National Park. Die Kategorien der Unterkünfte reichen von einfacher bis guter Mittelklasse.

Meine Einschätzung:

  • Langer, heller, naturbelassener Sandstrand mit Kokospalmen, aber nicht unbedingt blütenweiß
  • Kaum Unterkünfte und Gäste
  • Menschenleer und untouristisch
  • Nur Erholung pur ohne Tauchen, Ausflüge und Unterhaltung

3. Ushongo Beach

Lange Zeit glaubte man, dass Ushongo Beach zum zweiten Sansibar würde, aber die Prognosen sind bis heute – zum Glück – nicht wahr geworden. Die Strände sind noch immer gleich unberührt und untouristisch wie seinerzeit.

Am Ushongo Beach, ca. 30 Minuten südlich der Fähre über den Pangani River, entstanden die ersten einfachen Beachlodges vor über 10 Jahren, aber momentan sieht es so aus, als ob das Wachstum an seine Grenzen gestossen sei. Bis auf eine Ausnahme bieten alle Unterkünfte landestypische und einfache Ausstattung zu attraktiven Preisen.

Der Strandabschnitt ist genauso abgelegen wie Sange Beach, aber durch die Backpacker-Unterkünfte ist etwas mehr los. Es gibt Strandbars, Tauch- und Aktivitäten-Center – von Wassersport bis Village Walks und Radtouren wird vieles geboten.

Der Ushongo Beach ist gut für Leute, die Sonne, Strand und Meer mit ein wenig Kulturtourismus, Lokalkolorit und Tauchen sowie Schnorcheln verbinden möchten.

Meine Einschätzung:

  • Langer, heller naturbelassener Sandstrand mit Kokospalmen, aber nicht unbedingt blütenweiß
  • Hauptsächlich einfache familiäre Unterkünfte
  • Keine Beachboys, die gibt es nur auf Sansibar vor den Italiener-Clubs
  • Es gibt ein angenehmes Nebeneinander von Gästen und Einheimischen, ohne dass sich die Einen von den Anderen gestört fühlen
  • Für erholsame Strandtage mit Lokalkolorit, Tauchen, Ausflügen und Kulturtourismus (alle Aktivitäten müssen in den Unterkünften arrangiert werden)

TIPP: Wenn Sie sich für Strände in Tansania an der Festlandküste entscheiden, sollten Sie wissen…

  • Es existiert fast überall ein großer Tidenhub, d.h. das Meer zieht sich bei Flut weit zurück und hinterlässt ein weißes Meer aus Sand, Stein und Korallenuntergrund. Dann ist ein Pool Gold wert – oder man wartet einfach wieder, bis die Flut ein paar Stunden später zurückkommt.
  • Um an die drei genannten Strandabschnitte zu gelangen, bedarf es guter Planung und ein paar Stunden mehr Zeit. Am besten sind Privattransfers oder Flüge mit den kleinen Cessnas. Mit Bussen ist die Anreise fast nicht möglich.
  • An vielen Strandschnitten gibt es stellenweise felsigen Untergrund, der zum Vorschein kommt, wenn sich das Meer zurückzieht. Wasserratten, die gerne lange im Wasser bleiben, sollten deshalb Badeschuhe dabei haben. Dann muss man nicht ständig aufpassen, ob man sich die Füsse am Korallenuntergrund aufschürft.

Tipp: Ihnen ist die Festlandküste zu ruhig? Hier sind meine Top 3 Strände auf Sansibar!

Haben Sie Lust auf einen ruhigen Urlaub am Meer?