Solche Rankings sind naturgemäß immer mit Vorsicht zu genießen, denn jeder Mensch hat andere Vorstellungen von „schön“, „optimal“ oder „unvergesslich“.  Deshalb erkläre ich auch kurz und bündig, welche Strände auf Sansibar für mich zu den Top 3 gehören und warum ich diese besonders gerne empfehle.

1. Matemwe Beach

Unbestritten, meine persönlich Nummer 1!

Über 3,5 km reicht der breite Sandstrand nördlich und südlich des Dorfes Matemwe an der Nordostküste. Ein wenig weiter nördlich, beim Dorf Kigomani, ist der Strand für ein paar kurze Meter von einem Korallenvorsprung unterbrochen, um danach in einer kleinen, nicht minder schönen Bucht zu enden.

Meine Einschätzung:

  • kilometerlanger, weißer Sandstrand
  • kleine, familiäre, persönlich geführte Lodges und Beachhotels (dadurch kommt nie Lignano-Feeling auf, sondern es verläuft sich)
  • eine überschaubare Anzahl von Beach Boys, die von charmant bis nervend die Gäste becircen (Beach boys haben kaum Interesse an Qualitäts-Unterkünften; sie suchen ihr Glück lieber bei den großen Low-Budget-Italiener-Clubs und den internationalen Resorts)
  • die Dorfbewohner sind nicht aufdringlich, aber freundlich; es gibt ein angenehmes Nebeneinander von Gästen und Einheimischen, ohne dass sich die Einen von den Anderen gestört fühlen
  • hauptsächlich gute Mittelklasse-Unterkünfte, ein paar gehobenere Hotels und einige wenige landestypische Gästehäuser – ein perfekter Mix!
  • angenehme Gäste aus aller Herren Länder, keine Mentalität überwiegt zahlenmäßig
  • keine großen Clubhotels mit Gästen mit Handbändchen und AI-Verpflegung, die Bespaßung suchen
  • gute Anbindung, z. B. mit Daladalas (für Abenteuerlustige, die die Insel auf eigene Faust erkunden möchten)
  • ideal für Gäste, die Ausflüge und Exkursionen machen möchten, da Matemwe eine gute Anbindung durch Taxis bietet, die keine Umwege fahren müssen, sondern auf den Hauptverbindungsrouten bleiben können

2. Bwejuu Beach

An der südlichen Ostküste, jenseits des Checkpoint bei Paje, ist der Strand von Bwejuu gelegen. Früher war Bwejuu als Mekka der ruhesuchenden Backpacker bekannt – als Gegenpol zur Partydestination Paje weiter südlich. Daran hat sich bis heute nichts geändert.

Ich erinnere mich, als vor 10 Jahren hier erst eine Handvoll einfacher Beachlodges standen. Heute ist Bwejuu (so wie auch die restlichen Strände der Insel) zwar dichter verbaut, aber nur von familiären Unterkünften aller Qualitätskategorien. Hier findet man alles – von einfachen Gästehäusern in zweiter Reihe über gute Mittelklasse-Kleinresorts bis hin zu intimen, luxuriösen Villen-Hotels.

Die Übergänge zwischen Paje Beach (im Süden) und Dongwe Beach (im Norden) sind fließend und insgesamt misst die blitzweiße Küste bis zum Dorf Paje über 8 km. Feinster Sandstrand ohne Unterbrechungen!

Meine Einschätzung:

  • kilometerlanger, weißer Sandstrand
  • guter Mix aus landestypischen Gästehäuser, Mittelklasse-Lodges und Luxus-Hotels
  • durch die kleinen Unterkünfte hält sich das Besucheraufkommen, selbst im Juli oder in der Weihnachtszeit, in Grenzen (es verläuft sich)
  • eine überschaubare Anzahl von Beach Boys
  • angenehme Gäste aus aller Herren Länder, keine Mentalität überwiegt zahlenmäßig
  • nur vereinzelt große Clubhotels und Gäste mit Handbändchen und AI-Verpflegung, die Bespaßung suchen (auch am Strand)
  • gute Anbindung, z. B. mit Daladalas (für Abenteuerlustige, die die Insel auf eigene Faust erkunden möchten)
  • gute Anbindung durch Taxis, die keine Umwege fahren müssen, sondern auf den Hauptverbindungsrouten bleiben können, weshalb die Taxikosten geringer als an anderen Orten sind

3. Pongwe Beach

Für Besucher, die der Welt für einige Tage entsagen möchten und einfach nur Relaxen und Faulenzen möchten, empfehle ich am liebsten Pongwe Beach.

Es gibt nur eine Handvoll Beachhotels, wohl auch, weil der Strand zwar blütenweiss, aber eigentlich besteht er „nur“ aus einer 2 km langen Bucht. Nördlich davon liegt noch einmal etwa 1,5 km lange Küste mit vereinzelt breiteren Sandabschnitten. Wenn bei Ebbe das Meer weit draußen ist, dann kann man die Küste entlang gehen. Aber bei Flut reicht das Wasser hier häufig bis zum Anschlag, der vielerorts aus Korallen besteht.

Hier liegt man den ganzen lieben Tag am besten in der Sonne, am Strand, am Pool und schlürft Fruchtsäfte und Bier.

Taxitransfers von hier (z. B. für Ausflüge) sind meist 10-15 USD teurer, weil die Taxifahrer entweder über Chwaka oder Matemwe kommen, was in beiden Fällen eine zusätzliche Fahrtdauer von mindestens 15 oder 20 Minuten bedeutet.

Meine Einschätzung:

  • Ausschließlich familiäre Unterkünfte und Beachhotels
  • Kaum Beachboys, da der Küstenabschnitt von den Stränden nördlich und südlich davon abgeschnitten ist
  • Nur Erholung pur ohne Tauchen, Ausflüge und Unterhaltung (diese Dinge erfordern meist ein Taxi, die von hier teurer sind, siehe oben)

TIPP: Wenn Sie sich für Sansibar entscheiden, sollten Sie wissen…

  • Es existiert fast überall ein großer Tidenhub, d.h. das Meer zieht sich bei Flut hinter die Korallenbarriere zurück und hinterlässt ein weißes Meer aus Sand, Stein und Korallenuntergrund. Dann ist ein Pool Gold wert – oder man wartet einfach wieder, bis die Flut ein paar Stunden später zurückkommt.
  • An fast allen Strandabschnitten gibt es mittlerweile Seetang(seaweed)-Farmen, wo die ansässigen Dorfbewohner den Rohstoff im flachen Meer kultivieren und damit ihre Haushaltskassen bescheiden aufbessern.
  • An vielen Strandschnitten gibt es stellenweise felsigen Untergrund, der zum Vorschein kommt, wenn sich das Meer zurückzieht. Wasserratten, die gerne lange im Wasser bleiben, sollten deshalb Badeschuhe dabei haben. Dann muss man nicht ständig aufpassen, ob man sich die Füsse am Korallenuntergrund aufschürft.

Ich plane Ihnen gerne Ihren perfekten Strandaufenthalt auf Sansibar! Je genauer Sie mir Ihre Wünsche beschreiben und ich Ihren Traumurlaub planen kann, desto erholsamer werden Ihre Ferien sein.

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