Ruaha National Park

Die raue Schönheit im Süden Tansanias lässt keinen kalt: Tiere in großen Mengen, aufregendes, echtes Busch-Feeling und  unvergessliche Pirschfahrten und Walking Safaris.

GUT ZU WISSEN

Safari-Landschaften par excellence

Landschaftlich beeindruckt der Ruaha mit unterschiedlichsten Landschaften. In großen Teilen dominiert die für Tansania typische Grassavanne, die stellenweise an die Serengeti erinnert. Zwischendrin erheben sich kleine, kegelförmige Hügel, die wie im Tarangire National Park häufig mit struppigen Baobab-Bäumen bewachsen sind.

Andere Gebiete ähneln den Galeriewäldern und Miombo-Waldsavannen des südlichen Afrikas, beispielsweise von Sambia, Simbabwe oder Malawi.

Wildtiere aus Ost- und Südafrika

Ebenso wie die Landschaft Eigenschaften von Ost und Süd in sich vereint, tut es auch die Tierwelt. Der Ruaha weist die höchste Antilopendichte Tansanias auf. Die Grant-Gazellen (Grant’s gazelle) und Kleiner Kudu (lesser kudu) sind eher dem nördlichen Ostafrika zuzurechnen, während die bis zu 270 kg schweren Pferdeantilopen (roan antelopes), Rappenantilopen (sable antelopes) und Grossen Kudus (greater kudu) schon dem Südafrikanischen Naturraum angehören.

Aber das ist noch lange nicht alles: riesige Herden von weit über 100 Kaffernbüffeln, eine der dichtesten Elefantenpopulationen Tansanias, Giraffen, Hyänen, große Löwen-Rudel, viele Leoparden – und die seltenen Afrikanischen Wildhunde, die vom Aussterben bedroht sind. Ornithologen werden über 500 Vogelarten begeistern, vom Zwergeisvogel über Kaffernhornraben bis zum mächtigen Schreiseeadler.

Die Lebensader: Great Ruaha River

Das pittoreske Flusstal des Great Ruaha River bildet die Bühne für unvergessliche Tierbeobachtungen. Der Fluss zwängt sich durch Stromschnellen, bildet tiefe Becken – hier faulenzen die gewichtigen Flusspferde -, spaltet sich auf und bildet eine Insel dazwischen – wo Impalas, Wasserböcke oder Riedböcke grasen – und hinterlässt große Sandbänke – Logen-Plätze für Krokodile.

Die vielen kleineren und größeren Seitenarme des Great Ruaha River überschwemmen in den Regenmonaten von Dezember bis Mai viele Gebiete, um danach für die restlichen sechs Monate unter ihrem Flussbett zu schlummern. Für diese so genannten „Sand-Flüsse“ (sand rivers) ist der Ruaha bekannt. Sie scheinen ausgetrocknet zu sein, doch zwischen hartem Granitstein im Unterboden und der Sandschicht oben verbergen sich unterirdische Rinnsale, die während der Trockenzeit vielen Tieren als Tränke dienen. Am Mwagusi und Mdonya Sand River kann man oft Elefanten beobachten, wie sie mit ihrem Rüssel in Wasserlöcher bohren.

 Tipp: Kombinieren Sie den Ruaha mit den nördlichen Parks! Möglich machen dies die gute Flugverbindungen nach Arusha und weiter in die Serengeti.

RUAHA REISEFÜHRER

  • Pirschfahrten und Buschwanderungen haben eine andere Qualität als in den nördlichen Parks. Es gibt keinen Transit-Safari-Verkehr, d.h. keine Fahrzeuge, die nur mal schnell ein paar Stunden in den Park fahren. Wer in den Ruaha reist, bleibt hier für mindestens 3 Nächte (besser noch 4 Nächte) – alles andere wäre gemessen an den Kosten unvernünftig.
  • Im Vergleich zu den nördlichen Parks verkehren wenige Fahrzeuge, es ist viel ruhiger, einsamer und wilder. Auf Safaris sieht man – je nach Lage der Lodge – nur wenige andere Besucher. Die Lodges und Camps sind klein und familiär, sehr persönlich geführt, kein Massenbetrieb.

Mögliche Aktivitäten

  • Pirschfahrten (Game Drives)
  • Vogel-Safaris (Birding Safaris)
  • in einigen Lodges Walking Safaris
  • in einigen Lodges Buschdinner
  • in den Camps außerhalb der Parkgrenzen: Maasai-Kulturtourismus, Dorfbesuche
  • … in den heißeren Monaten, von Dezember bis März, wenn die Tsetse-Fliegen in vielen Teilen sehr aktiv sind. Ihre Stiche sind lästig und schmerzvoll, aber fast nicht zu vermeiden. Verzichten Sie auf schwarze oder dunkelblaue Kleidung und packen Sie eine starke Insektenlotion ein!
  • … für eine Nacht. Denn der finanzielle Aufwand, hierher zu gelangen, lohnt sich für eine Nacht nicht.
  • … für Schnell-mal-Zwischendurch-Safaris. Der Ruaha National Park liegt zentral im Landesinneren, jedwede Anreise ist also zeitraubend und teuer. Wer schon mal so tief nach Tansania vordringt, muss den Ruaha mit anderen Parks oder Highlights kombinieren.

 

Am bequemsten ist die Anreise per Propellerflugzeug von Dar es Salaam, Selous, Arusha oder auch Katavi, manche kommen auch per Geländewagen (eine Tagesreise von Dar es Salaam).
Ideal sind die Trockenmonate Juni bis Oktober.

Durch die Hochlandlage (durchschnittlich 900 m) ist das Klima angenehm trocken und weit weniger schwül, wie z. B. im Selous Game Reserve. Durch die Lage im Landesinneren ist die Regenfallverteilung anders, die kleine Regenzeit fällt häufig aus und die Regenschauer beginnen im Dezember und gehen durch bis Mai, ohne aber große Beeinträchtigungen fürs Reisen mit sich zu bringen.

Im Dezember und Januar regnet es vereinzelt, was die Landschaft in einen saftig grünen Teppich verwandelt.

Die Unterkünfte im Ruaha sind durchweg teurer als in anderen Parks, hauptsächlich wegen der isolierten Lage und den dadurch erhöhten Logistikkosten. Folgende Lieblingscamps empfehle ich gerne meinen Kunden:
  • Ikuka Safari Camp $$$$
  • Jongomero Tented Camp $$$$$
  • Kichaka Ruaha Camp $$$$$
  • Kigelia Camp $$$$$
  • Kilimatonge Wilderness Camp $$$$
  • Kwihala Tented Camp $$$$$
  • Mdonya Old River Tented Camp $$$
  • Mwagusi Tented Camp $$$$$
  • Tandala Tented Camp $$
Standard: typischerweise Kombination mit dem Selous Game Reserve und/oder Katavi National Park. Kreativ: Kombination mit Mikumi, Wandern in den Udzungwa Mountains und Kitulo Plateau, ev. sogar mit Verlängerungsoption am Lake Nyasa.

Sie wollen den Ruaha National Park in Ihren Reiseverlauf integrieren?

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