Mikumi National Park

Als Teil des riesigen Selous-Ökosystems weist der Mikumi National Park einen guten Querschnitt der afrikanischen Tierwelt auf. Elefanten, Büffel, Giraffen, Zebras, Gnus sind ebenso wie Löwen, Leoparden und Flusspferde gern gesehene Besucher der Wasserlöcher. Er ist kein Park der Superlativen, doch wer typisch afrikanische Baum- und Grassavanne mag, empfindet ihn als lohnenswertes Ziel.

GUT ZU WISSEN

Leicht erreichbare Lage direkt am Highway

Dieser relativ unbekannte Nationalpark erstreckt sich zu beiden Seiten des Tanzam-Highway nur fünf Fahrstunden westlich von Dar es Salaam. Weil er von allen Parks im Süden am leichtesten zu erreichen ist, wird er von den Großstadtbewohnern gerne als Naherholungsgebiet genutzt.

Die Legende will es, dass bereits Livingstone und Speke 1857 von der Schönheit dieses Landstreifens begeistert waren. Auch Grant, auf seiner Suche nach den Quellen des Nils, jagte 1860 im heutigen Mikumi-Gebiet. Die Forscher folgten der berüchtigten Sklavenroute, die quer durch die Mkata Plains führte.

Teil des Selous-Ökosystem

Der Mikumi National Park stellt einen kleinen, aber wichtigen Teil des 155.000 km2 großen Selous-Niassa-Ökosystems dar, der vom Udzungwa National Park über das Kilombero Valley, das Selous Game Reserve bis hinunter an das Niassa Game Reserve in Mosambik reicht.

Es steht außer Zweifel, dass dieses Gebiet eines der wichtigsten und größten Wildtier-Korridore Afrikas ist.

Landschaftlich reizvoll mit vielen Tieren

Das Herzstück des Parks stellen die Grassavannen der Mkata Flood Plains im Nordwesten dar, die den Vergleich mit den Grassavannen der Serengeti nicht zu scheuen brauchen.

Viele Pisten durchqueren diesen Teil, vorbei an Wasserlöchern und Flussläufen. Die Wahrscheinlichkeit, Löwen zu erspähen, ist hoch, da ihre Beute wie Zebras, Weißbart-Gnus und Impalas diesen Lebensraum bevorzugen.  Heimisch ist auch die größte Antilopenart, die Elenantilope, das andernorts selten gesichtet wird.

In der abendlichen Stille kann man womöglich das Heulen der Afrikanischen Wildhunde vernehmen, die zu den bedrohten Tierarten zählen, hier allerdings noch in größeren Rudeln vorkommen.

Wenn man tief genug im Park drin ist, dann hört man auch die Fahrzeuge des Tanzam-Highway nicht mehr, sondern hat nur mehr Augen für die Bergketten im Hintergrund.

Die Uluguru und Udzungwa Mountains durchziehen das Ökosystem und begrenzen den Mikumi im Süden.

Nur wenige Camps, alle in Highway-Nähe

Im Parks selbst existieren momentan nur drei Camps, die sich alle in Hörweite des Highways befinden. Daneben gibt es noch landestypische Unterkünfte im Mikumi Village, westlich der Parkgrenzen.

MIKUMI REISEFÜHRER

  • Für Überland-Safaris, also für Rundreisen mit dem Fahrzeug, bietet sich der Mikumi als Einstiegs-Park an, weil er auf guter Teerstraße nur 4-5 Stunden von Dar es Salaam entfernt liegt.
  • Für Überland-Safaris liegt der Mikumi genau zwischen Selous und Ruaha, d.h. man kommt ohnehin an ihm vorbei und kann ihn dann auch genauso gut besuchen.
  • Der Mikumi ist ein landschaftlich schöner Park mit ausreichend gutem Wildtierbestand.
  • Da es nur wenige Camps und Besucher gibt, hat man den Busch fast für sich allein – trotz der Nähe zum Highway.

Mögliche Aktivitäten

  • Pirschfahrten (Game Drives)
  • Birding Safari (Vogelbeobachtung)
  • Walking Safaris
  • Für Leute, die mittels Fly-in-Safari das Selous Game Reserve und Ruaha National Park besuchen. Der finanzielle Aufwand für den Mikumi dazwischen steht nicht dafür. Im direkten Vergleich mit dem Ruaha oder Selous würde der Mikumi den Kürzeren ziehen. Bei Überland-Safaris mit Fahrzeugen sieht die Sache aber anders aus.
  • Für Besucher, die Wildnis pur suchen. Durch den Tanzam-Highway, der den Park durchschneidet, verliert zumindest der südliche Teil an Busch-Feeling, weil man den Verkehrslärm hört. Ein paar Kilometer weiter aber ist der Verkehr nicht mehr zu hören.
Lage: Etwa 290 km westlich von Dar es Salaam und 102 km von Morogoro entfernt.
Anreise: Per Propellermaschine oder mit dem Geländewagen auf dem Tanzam-Highway.
Alle Monate außer während der Regenzeit von März bis Mai, obwohl der Park ganzjährig geöffnet ist.
Meine Lieblingsunterkünfte in und um den Mikumi-Park sind:
  • Stanley’s Camp $$$
  • Tan-Swiss-Lodge $
Standard: typischerweise auf Überland-Safaris als erster Park auf der Tour.

Kreativ: auf einer Überland-Safari zwischen Selous und Ruaha.

Ich integriere den Mikumi gerne folgendermaßen: als Road Safari von Dar über Mikumi und Udzungwa Mountains nach Ruaha. Zurück fliegen die Gäste. Diese Reiseroute optimiert die Kosten: das Safari-Fahrzeug fährt nur in eine Richtung leer, gleichzeitig müssen nur Flüge in eine Richtung bezahlt werden. Das ist ein guter Kompromiss zwischen Erlebnis, Kosten und Bequemlichkeit.

Sie möchten eine Road Safari durch den Süden machen und den Mikumi National Park sinnvoll integrieren?

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