Mahale Mountains National Park

Der Mahale Mountains National Park ist wahrlich ein unbeschriebenes Blatt unter den tansanischen Nationalparks, weit weg von jeglicher Zivilisation und komplett entlegen. Aber wer Schimpansen in freier Wildbahn sehen will, muss Mahale Mountains besuchen. Der Park gilt als bester Ort Ostafrikas, um Schimpansen zu beobachten.

GUT ZU WISSEN

Abgelegen, teuer, aber magisch

Wie die Gorillas in Uganda oder Ruanda, sind auch die Schimpansen nicht einfach, und schon gar nicht billig zu besuchen.

Die Mahale Mountains liegen im Westen Tansanias, am Lake Tanganyika. Die einzige sinnvolle Möglichkeit, diese Region zu bereisen, ist mit dem Propellerflugzeug.

Klar, wer ein ganzes Monat Zeit hat und Abenteuer erleben will, kann auch mittels öffentlicher Verkehrsmittel dorthin reisen, aber für die meisten Besucher, die nur zwei oder drei Wochen Zeit haben, sind Fly-in-Safaris das Gebot der Stunde.

Primaten, Sandstrände und Berggipfel

Spektakulär sind die feinsandigen Sandstrände des Lake Tanganyika, unvergessen bleibt die dramatische Bergwelt der Mahale Mountains mit Gipfeln bis zu 2462 m! Einen bunten Kontrast zu den Primaten im Wald bilden die farbenprächtigen Fische im kristallklaren Wasser des Sees sowie eine artenreiche Vogelwelt am Seeufer.

120 km südlich von Kigoma, an den blütenweißen Ufern des Lake Tanganyika gelegen, ist der Park eine der Heimstätten der gefährdeten Schimpansen, die das bergige und mit dichtem Urwald bewachsene Areal mit der weit und breit dichtesten Population an Primaten teilen, darunter Paviane, Rote Stummelaffen, Diademmeerkatzen, Rotschwanzmeerkatzen, Grünmeerkatzen und andere mehr. Hinzu kommen zahlreiche Antilopen, Warzenschweine, Buschschweine, Buschböcke, Ginsterkatzen oder gar Leoparden, Elefanten oder Büffeln.

Über 1000 Schimpansen in 20 Familien leben im Park, die teilweise an Menschen gewöhnt sind. Die Gäste der ansässigen Camps unternehmen geführte Wanderungen in den Mahale-Bergen, um einige dieser Schimpansen aufzuspüren.

An manchen Tagen braucht man nicht weit zu marschieren, um eine Gruppe Schimpansen zu sehen. An anderen Tagen wieder rackert man sich ab, durch den dichten, steilen und manchmal auch glitschigen Urwald zu kraxeln, und hört die Schreie der Tiere nur von der Weite. Die Schimpansenbeobachtung erfordert Geduld und eine gute Kondition!

Um die Schimpansen zu schützen, müssen alle Besucher einen Mundschutz tragen, der ihnen von den Camps zur Verfügung gestellt wird.

MAHALE MOUNTAINS REISEFÜHRER

  • Die Mahale Mountains sind der beste Ort Afrikas, um Schimpansen zu beobachten. Begegnungen mit Menschenaffen sind fantastisch und lassen sich nicht mit anderen Tieren vergleichen. Einen Löwen zu beobachten, ist beeindruckend. Einen Geparden auf der Jagd zu sehen, ist ästhetisch. Aber mit Schimpansen in Kontakt zu treten ist magisch.
  • Die Camps am Lake Tanganyika sind außergewöhnlich – zugegeben nicht ganz billig, aber exklusiv und exzellent geführt.
  • Die Strände sind nicht nur schön, sie sind unfassbar und unbeschreiblich schön. Weißer als die meisten Strände an der Küste des Indischen Ozeans, und die Kulisse mit Palmen und dramatischen Bergen im Hintergrund könnte als Filmkulisse für Robinson-Crusoe-Filme herhalten.
  • Für Leute, die schon alles gesehen und alles erlebt haben, sind die Mahale Mountains das Tüpfelchen auf dem i: abgelegen, so untouristisch wie man es sich nur vorstellen kann und praktisch vollkommen unberührt von menschlichen Eingriffen.
  • Wer Urlaub ohne andere Reisende sucht, ist hier gut aufgehoben. An Spitzentagen sind nicht mehr als 20 Personen im Park, meistens aber sind es weniger. Das gibt einem das Gefühl, absolut eins mit der Natur – oder noch besser, ein Star auf einer einsamen Insel – zu sein.

Mögliche Aktivitäten

  • Schimpansen-Tracking (Fuß-Safaris)
  • Vogelbeobachtung (Birding Safaris)
  • Kulturtouren
  • Schnorcheln im See
  • Sundowner-Bootsexkursionen
  • … für Kurzentschlossene. Das Bettenangebot im Mahale ist auf 2 Camps beschränkt. Für die Hochsaison-Monate Juli bis Oktober muss man viele Monate im Vorhinein buchen, am besten mindestens ein Jahr im Vorhinein (oder noch länger).
  • … für Besucher mit limitiertem Budget. Alles ist teuer im Mahale Mountains Park – die Anreise (meist Charter-Flüge), die Eintrittspreise und erst recht die Übernachtung. Es gibt keine Alternativen. Leider.
  • …. für Leute, die nicht gut zu Fuß sind. Wer nicht die körperlichen Voraussetzungen hat, zu wandern (eigentlich bergsteigen und klettern), ist in diesem Park fehl am Platz. Das Terrain ist steil, glitschig und anstrengend.
  • … für kranke Reisende (Schnupfen, Husten, etc.). Wer erkrankt, darf den Schimpansen nicht zu nahe kommen.
  • … für Besucher, die damit nicht klar kommen, dass sie möglicherweise keinen einzigen Schimpansen sehen. Wer drei oder vier Nächte bleibt, hat gute Chancen Schimpansen zu sehen, insbesondere in den Monaten Juli bis Oktober. Die Wahrscheinlichkeit ist gering, aber man muss damit rechnen.
  • … für Leute, die keine lange, unbequeme Anreise mögen. Die Inlandflüge von Arusha benötigen ca. 4 Stunden, vom Ruaha National Park 3 Stunden und von Dar es Salaam 6 Stunden. Mit dem Fahrzeug würde die Anreise (je nach Route) 2 Tagesreisen benötigen!

Anreise: Sinnvollerweise ist die einzige Möglichkeit, mit dem Flugzeug anzureisen, entweder von Arusha, Dar es Salaam oder den Parks und Orten entlang des Southern Circuit (Ruaha, Selous, Iringa).

Egal ob geteilte Charter Flights von Arusha (mit fixen Abflugtagen zweimal die Woche) oder vom Southern Circuit aus – die Anreise bleibt zweifelsohne sehr teuer, z. B. ab Ruaha Nationalpark knapp 700 USD oder ab Katavi National Park knapp 400 USD.

Lage: Am Ufer des Lake Tanganyika, südlich von Kigoma. 

Grundsätzlich gilt die Trockenzeit von Mai/Juni bis Oktober als einzig empfehlenswerte Zeit, wobei das Ende der Trockensaison (Juli bis Oktober) die besten Bedingungen für die Schimpansenbeobachtung bedeuten.

Je trockener es wird, desto näher wagen sich die Gruppen an den See und an die Camps. Außerdem trocknet die Sonne die rutschigen Pfade auf und die Vegetation ist weniger dicht, was nicht nur das Wandern, sondern auch die Beobachtung erleichtert.

Folgende Luxus-Camps stehen zur Auswahl:
  • Greystoke Mahale $$$$$$
  • Kungwe Beach Lodge $$$$$
Standard Deluxe: Die Kombination mit dem Katavi National Park ist unbedingt erforderlich, ansonsten rechnen sich die Transportkosten für den Western Circuit gar nicht. Am häufigsten gehen Fly-in-Safaris nach Mahale (und Katavi) von Arusha aus.

Kreativ Deluxe: Kombination von Selous, Ruaha und Mahale Mountains im Zuge einer Fly-in-Safari.

Kreativ II: Road Trips sind möglich bis nach Katavi oder Kigoma (mit Zwischenstopps entlang des Sees, z. B. in der Lakeshore Lodge). Ab Kigoma könnte man alternativ auch mit dem Boot in den Mahale fahren. Der Rückflug kann aber ausnahmslos mittels Propellerflugzeug erfolgen, da die gleichen (langen) Strecken wieder zurückgefahren werden müssten.

Checken Sie bitte meine Gruppenreisen, vielleicht steht eine Gruppenreise in den Western Circuit auf dem Programm!


Komfortable und stabile Wanderschuhe, lange Hosen, kleiner Rucksack (für Kamera und Feldstecher).

Sie suchen das Besondere, wollen die Schimpansen beobachten und eine Safari machen, die nur einige wenige hundert Personen pro Jahr machen?

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