Lake Chala

Gefühlte Lichtjahre von der Zivilisation liegt der Lake Chala halb auf tansanischem und kenianischen Territorium. Das Kilimanjaro-Massiv mit Eiskappe und der zerfranste Mawenzi im Vordergrund dominieren die Szenerie. Auf der anderen, der kenianischen Seite, fällt das staubtrockene Land sanft ab; hunderte Kilometer weit sieht man in die goldbraune Savanne. Am Lake Chala liegt der Fokus auf Relaxen, leichte Wanderungen und schöne Panoramen.

GUT ZU WISSEN

Kratersee mit Blick auf den Kilimanjaro

Dunkelblaues Wasser, das mit den dunkelgrünen, saftigen Wänden des Kraters um die Wette strahlt, davor goldbraune Trockensavanne und im Hintergrund der mächtige Kilimanjaro – der Lake Chala bietet das perfekt Umfeld, um sich für ein, zwei Nächte nach einer Safari oder einer Kili-Besteigung zu erholen.

Nur ca. 1 Stunde von Moshi entfernt liegt der wenig erforschte See auf 900 m Seehöhe. Seine fast senkrechte Wände recken sich an die 100 m in die Höhe. Im Durchmesser misst der See knappe 3 km; tief soll er an die 90 m sein, aber es gibt Vermutungen, dass er bis zu 3000 m in die Tiefe reichen soll.

Der See soll das Ergebnis der ersten vulkanischen Eruptionen vor 600 000 Jahren sein. Erst in den darauf folgenden Jahrhunderten formierte sich das Kilimanjaro-Massiv mit seinen Gipfeln Shira, Mawenzi und Kibo. Man nimmt auch an, dass der See unterirdisch vom Kilimanjaro gespeist wird.

Elefanten, Reptilien und Vögel

Die westliche Flanke des Kilimanjaro wird unter Vogelkennern als wichtige Vogelmigrationsroute gehandelt. Während der Saison der Zugvögel berichten Ornithologen von interessanten und ungewöhnlichen Vogel-Sichtungen.

Das Gebiet ist aber nicht nur für Vogel- und Reptilienliebhaber interessant, sondern auch Heimat von Baumschliefer, Honigdachsen, Servalen, Ginsterkatzen, Leoparden, Hyänen sowie Dik-Diks und Kudus.

Entlang ihrer alten Migrationsrouten passieren Elefantenherden in den Trockenmonaten den Lake Chala, also zwischen August und Oktober sowie im Januar und Februar. Sie kommen aus dem Tsavo-Ökosystem und suchen nach Wasserstellen. Leider kollidiert die Suche der Elefanten nach Wasser mit der Landwirtschaft der Einheimischen, was immer wieder zu Problemen führt. Die Elefanten zertrampeln die Felder und vernichten die Ernte, was die Dörfler zu wütenden Protesten und Selbstjustiz treibt.

Die Stumpfkrokodile sollen aber in den letzten Jahren alle von den wütenden Fischern getötet worden sein, da sie immer die Netze zerstörten. Daher kann man im See auch wieder bedenkenlos schwimmen.

Goldbraune Trockensavanne

Durch den Kilimanjaro als markante Wetterbarriere erhält das Gebiet wenig Niederschläge. Während über den Kilimanjaro sich bedrohliche Regenwolken auftürmen und in der Ferne Regenschauer niedergehen, sitzt man am Lake Chala häufig im Trockenen. Die Regenwolken regnen sich weiter westlich und nördlich aus.

Relaxen oder viele Aktivitäten

Baden ist auf eigene Verantwortung möglich, die Krokodile, die früher die Netze der Fischer zerstörten, sollen angeblich alle getötet worden sein.

Spaziergänge am Kraterrand (mit geschlossenen Schuhen wegen der Schlangen) eröffnen herrliche Aussichten bei himmlischer Ruhe – wenige andere Menschenseelen verirrt sich hierhin. Die Umrundung des Sees dauert ca. 4 Std. Zahlreiche weitere leichte Wanderungen stehen zur Auswahl, die man am besten immer mit hauseigenen Guides macht.

Zum Wasser hinunter geht man gut 30 Minuten. An Walks werden für Vogelliebhaber Bird Walks (ca. 3 Std.) meist früh morgens und abends angeboten.

Das Lake Chala Camp arrangiert gerne alle Aktivitäten und stellt ortskundige Guides.

Safari-Insider-Tipp: Das Gebiet rund um den Lake Chala lohnt sich sowohl für einen Tagesausflug, als auch um hier zwei, drei Tage nach einer Safari oder Bergbesteigung zu verschnaufen.

LAKE CHALA REISEFÜHRER

  • Wer untouristische Wildnis abseits der Touristenrouten des Northern Circuit sucht, wird sich hier wohlfühlen.
  • Das Gebiet fasziniert Leute, die Gefallen an außergewöhnlichen Naturlandschaften haben.
  • Wer sein Reisebudget entlasten möchte, tut es hier, denn (noch) sind keine Eintrittsgebühren und Konzessionsgebühren am Lake Chala zu bezahlen. Das kann sich ändern, denn die Behörden haben das Gebiet wegen der Elefanten bereits auf ihrem Radar.

Mögliche Aktivitäten

  • Wanderungen zum See, auf den Chala Hill, zu Sandrivers und trockenen Flussbetten, zu einem Meteoriten-Krater und vieles mehr (unbedingt immer mit Guide!)
  • Bird Walks, Reptilien Walks
  • Faulenzen
  • Schwimmen im See
  • Für Leute, die ausschließlich Wildtiere beobachten möchten.
  • Für jene, die in einer Kurz-Safari die spektakulärsten Highlights besuchen wollen. Da sind andere Orte besser dafür geeignet.
  • Für Für Gäste, die sich 5-Sterne-Service erwarten. Die Zelte des Camps sind zwar gut ausgestattet, aber es fehlt ein starkes Management mit ausgeprägter Service-Kultur.
  • jene, die Hitze (nur Dezember bis März) nicht gut aushalten.

 

Anreise: Ausnahmslos in der Trockenzeit per Geländewagen.

Lage: Ca. 50 km nordöstlich von Moshi (1 Std. Fahrt). 



Um den Lake Chala herrscht wüstenähnliches Klima.

In den Monaten Juli bis Oktober kann es in den Nächten empfindlich abkühlen, warme Kleidung ist dann empfehlenswert. Von Dezember bis Februar kann es tagsüber unterträglich heiß sind.

Garantie, den Kilimanjaro zu sehen, gibt es keine, aber in den Morgen- und Abendstunden stehen die Chancen gut. 



Es steht nur eine einzige Unterkunft zur Verfügung, wo man einerseits campieren und andrerseits im sehr schönen Tented Camp schlafen kann:

  • Lake Chala Tented Camp $ – $$

Leider liegen die Stärken des einzigen Camps nicht im Service oder in der Gästebetreuung. Das Camp ist daher nur Gäste geeignet, die afrikanische Eigenheiten tolerieren können, z. B. lange Wartezeiten bei Mahlzeiten, Getränke oder Speisen, die mangels Planung ausgehen, etc.

Standard: nach der Safari vor dem Flug nach Sansibar.

Kreativ I: Nach der Kilimanjaro-Besteigung zum Relaxen.

Kreativ II: Auf dem Weg in die Usambara Berge.


 

Sie wollen den Lake Chala in Ihren Reiseverlauf integrieren oder haben Interesse an einem Kilimanjaro-Rahmenprogramm?

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