Arusha National Park

Klein, kompakt und leicht erreichbar liegt der Park nahe an Arusha und den Flughäfen. Er ist mit wunderschönen Hügel- und Berglandschaften gesegnet und vereint eine Vielzahl an Habitaten in sich. Damit ist er quasi ein Alleskönner im Hosentaschenformat. Nur für die Big Five muss man ein paar Stunden weiterfahren.

GUT ZU WISSEN

Gut erreichbar, aber unterschätzt

Knapp 30 km von Arushas Stadtzentrum entfernt (ca. 1 Stunde Fahrtzeit) liegt der Arusha National Park. Im Schatten der weltberühmten Serengeti und des Ngorongoro Craters steht der Park eher selten auf dem Programm der Besucher. Genau das macht ihn allerdings zu einem lohnenden Ziel außerhalb der ausgetretenen Touristenpfade.

Schön unspektakulär

Der Arusha National Park ist trotz seiner Nähe zu Arusha kein Publikumsmagnet. Offensichtlich fehlen ihm jene Attribute, die man landläufig mit Tansania assoziiert: stundenlanges Rumpelpisten-Fahren, knochentrockene Savanne, unendliche Weiten und die Big Five.

Er bietet eher das Gegenteil. Vom Arusha-Moshi-Highway aus ist der Park auf guter Piste binnen 20 Minuten erreichbar. Die Landschaft ist grün und lebendig, im dichten Bewuchs und Bergwald sind Tiere oft schwer auszumachen und von Weite kann in vielen Teilen des hügeligen Areals keine Rede sein.

Doch unspektakulär ist der Arusha Nationalpark keinesfalls: Er ist Heimat einer artenreichen Flora, die von Schatten- und Waldgewächsen über tropische Palmenarten bis zu alpiner Hochlandvegetation reicht. Über 600 Vögel, von Wald- und Bergvögel über Wasser- und Sumpfvögel bis hin zu Savannenvögel, sind hier heimisch.

Zahlreiche Säugetiere leben im Park, darunter Kaffernbüffel, Flusspferde, Zebras, Wasserböcke, Buschböcke, Ducker, Dikdiks und sogar Elefanten. Rekordverdächtig ist vor allem die Anzahl der Giraffen, die deshalb auf kaum einem Foto vom Arusha National Park fehlen.

Große Affen-Familien bevölkern die Bäume und Lichtungen des Parks. Die zotteligen, langhaarigen Schwarzweiß-Guerezas (Colobus monkeys) sind beliebte Fotomotive, die frechen Paviane unterhalten ihre Zaungäste prächtig.

Leoparden und Tüpfelhyänen können sich gut vom hiesigen Wildbestand ernähren. Bloß Löwen würden davon nicht satt, sie bevorzugen Fleischsorten, die auf offenem Land grasen.

Landschaftlich vielfältig

Obwohl der Park ohne Big Five auskommen muss, ist er allein wegen seiner Landschaften einen Besuch wert: der als Little Ngorongoro betitelte Ngurdoto Krater, die Lichtung Little Serengeti, wo sich immer Tiere einfinden oder die alkalinen Momela-Seen, die zu jeder Jahreszeit zahllose Vögel, unter ihnen elegante Flamingos, anziehen.

Die Fernsicht von vielen Punkten im Park aus ist atemberaubend schön. Bei wolkenlosen Verhältnissen ist mancherorts sogar der Kilimanjaro in der Ferne auszumachen. Der Mount Meru wirkt zum Angreifen nah!

Höhepunkt Mount Meru

Den größten Teil des Areals nimmt der Mount Meru (4566 m) ein, der zweithöchste Berg Tansanias. Wie der Kilimanjaro handelt es sich bei ihm um einen freistehenden Vulkan, der dem Kili in Schönheit und Präsenz um nichts nachsteht.

Im Schatten des großartigen Kilimanjaro tut sich der Mount Meru aber schwer, die gebührende Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Dabei ist die 4-Tages-Besteigung sportlich viel anspruchsvoller und landschaftlich ungleich reizvoller. Vor allem fasziniert das herrliche Panorama mit dem nur 50 km entfernten Kilimanjaro!

Für trittsichere und erfahrene Bergsteiger ist der Mount Meru eine großartige Alternative zum Kilimanjaro. Er ist einerseits weniger überlaufen und andererseits körperlich weit anspruchsvoller. Zudem spielt die Höhenkrankheit eine geringere Rolle.

ARUSHA NATIONAL PARK REISEFÜHRER

  • Nach dem langen Flug ist eine Buschwanderung ideal, um sich die Beine zu vertreten
  • Der kompakte, kleinflächige Park kann binnen weniger Stunden erkundet werden. Andererseits bietet er so viel Interessantes, dass sogar zwei Tage im Park nicht langweilig werden.
  • Der Park liegt nahe am Kilimanjaro Airport und an Arusha. Damit eignet er sich gut für kurze Abstecher.
  • Idealer „Appetizer“: Besucher können sich langsam auf Afrika und die kommenden Safari-Höhepunkte einstimmen.
  • Der Park ist landschaftlich vielfältig und interessant für Vogelliebhaber.
  • Kanu-Safaris bringen eine interessante Abwechslung in den Safari-Alltag im Fahrzeug.
  • Das Grün der Vegetation ist nach der staubtrockenen Savanne eine Wohltat für die Augen.

Mögliche Aktivitäten

  • Pirschfahrten (Game Drives)
  • Vogel-Safaris (Birding Safaris)
  • Walking Safaris (Buschwanderung)
  •  Kanu-Safaris
  • Leichte Tageswanderungen
  • Besteigung des Mount Meru
  • in den Lodges/Hotels außerhalb der Parkgrenzen: Kulturtourismus, Dorfbesuche
  • Besucher, die Afrika nur staubige Savanne, Weite und unendliche Horizonte erwarten.
  • Leute, die die Big Five abhaken wollen.
  • jene, die in einer Kurz-Safari die spektakulärsten Highlights besuchen wollen. Dafür sind Serengeti und Ngorongoro Crater besser geeignet.
Per Fahrzeug über eine gut ausgebaute Teerstraße und Allwetter-Piste, die dann in eine gute Piste übergeht, bis zum Ngongongare Gate.
Der Park ist außerhalb der Regenzeit von April bis Mai/Juni ganzjährig zu besuchen.

Das Klima ist das ganze Jahr über mild, da der Park auf über 1600 m Höhe liegt. Deshalb gilt er als malariafrei.

Für Besteigungen des Mount Meru eignen sich am besten die Monate September bis März.

Es gibt sowohl in Arusha als auch in Usa River oder auf dem Weg zum Gate eine Vielzahl von Unterkunftsmöglichkeiten in jeder Preis- und Komfortklasse.

Meine Lieblingslodges von A bis Z sind:

  • African View Lodge $-$$
  • Machweo Retreat $$$
  • Ngare Sero Mountain Lodge $$
  • Onsea House $$$
  • Rivertrees Country Lodge $$$
Standard: typischerweise Kombination mit dem Tarangire NP, Manyara NP und den anderen Highlights des Northern Circuit

Kreativ: Kombination mit West Kilimanjaro oder als Zwischenstopp auf dem Weg zum Lake Chala oder in die Usamabara Mountains

 

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