Stone Town

Stone Town ist die Altstadt und das kulturelle Herz der Hauptinsel Unguja. Wenig hat sich in den letzten 200 Jahren verändert – die Steinstadt verzückt durch ihre scheinbar wild aneinander gereihten Häuser, zwischen denen unzählige, enge Gassen verlaufen.

GUT ZU WISSEN

Historisch bedeutsam

Von Stone Town aus wurde Geschichte geschrieben, Reiche gegründet und verteidigt, Entdeckungsreisen ins Innere Afrikas gestartet; historische bedeutsame Personen gaben sich die Türklinken in die Hand; und obendrein war Stone Town die erste, richtige Stadt Ostafrikas.

Heute ist Stone Town eine Art überdimensionales Freilichtmuseum. Alte Paläste und Herrenhäuser, teilweise liebevoll renoviert, teilweise knapp vor dem Kollaps, lassen erahnen, dass die einstigen Besitzer reich und machtvoll gewesen sein müssen.

Einzelne Straßenzüge tragen die Handschrift ihrer einstigen Bewohner: So gibt es Gassen, die eher arabisch anmuten, massive, mehrgeschossige Steingebäude mit Flachdach und winzigen Fenstern, die vor allem dazu dienten, die Unversehrtheit der arabischen Frauen zu gewährleisten.

Dann gibt es wiederum Gassen, die von ihren indischen Hausherren zeugen. Im Erdgeschoss, zur Straße hin gerichtet, liegt das Geschäft. Im Obergeschoss wohnte die Familie, wo offene, luftige Holzbalkone, halbrunde Fensterstürze und bunte Fenstergläsern für Licht und Luftzirkulation in den engen Gassen sorgten.

Auch die britische Handschrift einzelner Straßen lässt sich nicht leugnen: Die westlichen Ausländer wollten sich am Blick auf den Indischen Ozean laben und ihren extrovertierten Lebensstil im heißen Klima Ostafrikas genießen. Ihre Häuser zeichnen sich durch Weitläufigkeit und ein großzügiges Raumangebot (samt Vorgarten, Einfahrten, Alleen, etc.) aus.

Dazwischen gibt es einmalige Bauwerke, die die Geschichte Stein für Stein erzählen:

  • das Old Fort, das den Omanis im 18. Jh. als militärische Schutzanlage diente
  • das Orphanage House, das einst den feinen Engländern als Clubhouse (natürlich mit Blick aufs Meer) diente
  • der Kelele Square, der einstige Sklavenmarkt
  • die Anglikanische Kirche, der letzte Sklavenmarkt Afrikas vor der Abschaffung der Sklaverei
  • die Persischen Bäder (Hamamni Persian Baths), die den Wohlhabenden als Bad und Spa zur Verfügung stand
und viele mehr.

Offen für Fremdes

Auch wenn auch der alte Prunk nicht mehr so verlockend glänzt, so sind Sansibar und Stone Town dennoch das geblieben, wofür sie früher in aller Welt bewundert wurden: ein Mikrokosmos unterschiedlicher fremdartiger Kulturen und Einflüsse, der heute noch Fremdes wie ein Schwamm aufsaugt und zu dem ihren macht.

Stone Town ist ein Symbol für Wiederaufbau und Verfall, eine Stadt für Abenteurer und Glücksritter, für Wagemutige und Anpassungsfähige; und nicht zuletzt ein Ort voller höflicher, zuvorkommender, liebenswürdiger Menschen, die schon seit Jahrhunderten darin geübt sind, Fremde gebührend willkommen zu heissen.

Am besten zu Fuß

Stone Town ist ein kompakt angelegte Stadt, die leicht zu Fuß erkundet werden kann – lassen Sie sich einfach durch die engen Gassen treiben und inhalieren Sie das exotische Ambiente der Stadt.

Afrikanisches Städtchen

In Stone Town pulsiert das Leben, überall duftet es nach kulinarischen Spezialitäten, kleine Läden bieten von der Zahnpasta über getrocknete Gewürze bis hin zu Stoffen eine bunte Warenmischung an, und aus den Häusern dringt arabische Taarab-Musik. Die Straße ist Verkehrsweg, Spielplatz und Kaffeehaus in einem.

Denn neben der historischen Bedeutung, die die Altstadt zweifelsohne hat, ist Stone Town auch ein ganz normale afrikanische Stadt, mit allen Vor- und Nachteilen:

Durch die kompakte Bauweise kann man alles bequem zu Fuß erreichen und hat ein attraktives Angebot an Restaurants, Läden, Sehenswürdigkeiten und Transportmittel auf engstem Raum.

Doch gleichzeitig leben viele Menschen in der Stadt, die Gassen sind geschäftig und laut, rasant fahrende Moped- und Radfahrer erfordern viel Aufmerksamkeit durch die Fußgänger, in manchen Monaten liefern läufige streunende Katzen ohrenbetäubende Schreikonzerte in den Nächten und durch unzählige Moscheen mit Lautsprechern wachen die meisten Touristen beim Morgengebet meist vor 5 Uhr morgens auf.

Safari-Insider-Tipp: Wer Lang- bzw. Gernschläfer ist und dennoch die Vorzüge der Stadt genießen möchte, sollte sich ein wenig außerhalb der Stadt einquartieren, z. B. in Mbweni, Mtoni oder Bububu.

STONE TOWN REISEFÜHRER

  • Für historisch interessierte Besucher ist Stone Town ein Muss, am besten für mindestens 2 Nächte oder gar mehr.
  • Stone Town ist das Souvenir-Mekka schlechthin.
  • Wer Kunsthandwerk und schöne Dinge im Swahili-Style kaufen möchte, muss in Stone Town shoppen.
  • Wer Interesse an den Menschen und der Kultur hat, muss Stone Town und Strand kombinieren, denn nur so bekommt man ein rundes Bild der Zanzibaris.

Mögliche Aktivitäten

  • Stadtrundgänge, Stadtbummel
  • Historische Touren und Rundgänge
  • Bootsausflüge und diverse Exkursionen
  • Souvenirs einkaufen
  • Sansibarisch Essen
  • Sansibarisches Kunsthandwerk (Truhen, Türen, Kikoy-Stoffe, etc.)
  • Kulturtourismus
  • Für Besucher, die sich an Lärm und Schmutz (Abfall, Unrat) stoßen.
  • Für Leute, die im Urlaub unter keinen Umständen früh aufstehen möchten.
  • Für Leute, die an Städten nichts Schönes finden.

Internationale Anreise: Mit wenigen Airlines kann man  ganzjährig direkt nach Sansibar fliegen, z. B. mit der Condor. Von Mitte Juli bis Anfang April, wenn auf der Insel Hochsaison herrscht, gibt es Charterflüge, z. B. mit der Condor, Jetairfly oder der Alitalia. Andere Airlines haben in Dar es Salaam einen Zwischenstopp und fliegen dann nach Sansibar weiter, z. B. Ethiopian Air.

Inlandflüge: Vom Festland Tansania gehen täglich viele Inlandflüge nach Sansibar.

Mit der Fähre von Dar es Salaam: Die Schnellboote von Azam Marine legen täglich mehrmals vom Fährhafen in Dar es Salaam ab und fahren nach Stone Town.

Bis auf die Monate April und Mai, wo viele Hotels geschlossen halten und es mitunter zugig und nasskalt sein kann, ist das Sansibar-Archipel eine Ganzjahres-Destination.

Von Juni bis Oktober herrscht der tropische Winter, eine angenehme Zeit mit herrlichen kühlen Nächten und trocken-heissen Tagen mit an die 50, 55 % Luftfeuchtigkeit.

Ab Oktober nimmt der kaskazi -Monsunwind langsam Fahrt auf und bringt heiss-schwüle Verhältnisse, die vor allem vor und während der Regenzeit sehr markant sein können.

Ab Dezember, wenn der Regen aufhört, geht die Luftfeuchtigkeit etwas zurück, bevor sie gegen Ende der Trockenzeit im Februar und März wieder kräftig zulegt.

Wenn die Schwüle dann im März unerträglich wird, können die intensiven Regenfälle nicht mehr weit sein.

Es gibt Hotels und Gästehäuser jeder Preis- und Komfortklasse. Meine Lieblingshotels von A bis Z in Stone Town sind:

  • Emerson on Hurumzi $$
  • Emerson Spice $$
  • House of Spices $
  • Mashariki Hotel $$$
  • Zanzibar Coffee House Hotel $ – $$
Standard: typischerweise wird eine Nacht in Stone Town mit einigen Nächten am Strand kombiniert.

 

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