Pongwe & Chwaka

Außer makellosen Sandstränden, ein paar Unterkünften und kleinen Fischerdörfern gibt es hier weit und breit nichts. Aber genau das ist das Geheimnis von Pongwe und Chwaka: ein blendend-weißer Strand, Abgeschiedenheit und idyllische Ruhe, die wirklich nur für Erholungsbedürftige zu empfehlen ist. Wer Aktivitäten sucht, unterwegs sein will und Abwechslung braucht, ist hier fehl am Platz.

GUT ZU WISSEN

Weitläufig, angenehme Atmosphäre

Der Charme von Pongwe und Chwaka besteht darin, dass sich die touristische Infrastruktur auf wenige kleine, intime Beach Lodges in der guten Mittelklasse beschränkt. Einige davon wechseln häufig die Besitzer oder Betreiber (was sich negativ auf die Qualität und den Ruf niederschlagen), andere beherbergen punktuell italienische Reisegruppen. Weder große Pauschalurlaubsresorts noch Ganzjahres-Backpacker-Unterkünfte konnten sich hier ansiedeln – was es für verkaufstüchtige beach boys gänzlich unattraktiv macht.

Pongwe und Chwaka sind überhaupt nicht verbaut, sondern herrlich weitläufig. Die familiären Lodges befinden sich relativ weit voneinander entfernt und erfordern teils längere Spaziergänge (die übrigens nachts nicht angeraten sind).

Süsses Nichtstun

Pongwe ist ausschließlich für Leute zu empfehlen, die nichts außer Relaxen und wasserbezogene Aktivitäten im Sinn haben.

Parties oder Belustigungen gibt es keine. Stattdessen kann man lange Spaziergänge unternehmen, z. B. zu Höhlen, wo der Hexerei (witchcraft) nachgegangen wird (Führung arrangieren im Hotel!), oder man spielt Fussball mit den Einheimischen am Strand.

Exkursionen, z. B. nach Stone Town oder in den Jozani Forest, erfordern lange, teilweise holprige Transfers, sind dementsprechend teuer und überdies vergeudet man einen Tag im Taxi, anstatt ihn am herrlichen Strand zu verbringen.

Strände par excellence

Weil es nicht viele Anrainer-Dörfer und vergleichsweise wenige Hotels gibt, ist das Wasser sauber und klar.

Die Strände von Pongwe sind paradiesisch, wenngleich auch nicht überall breit. An einigen Stellen erheben sich über dem Sandstrand Klippen oder Fels, worauf dann die Lodges gebaut werden. Das hat den Vorteil, dass man das Meer vom Hotel aus besser überblickt, weil man geringfügig höher als der Strand liegt. Der Nachteil besteht darin, dass der Strand über weite Strecken bei Flut überflutet ist, bis zu den Felsklippen reicht dann das Wasser. Dann muss man in die Pools ausweichen. Erst wenn sich das Wasser zurückzieht, wird der blütenweiße Strand wieder sichtbar.

Weiter im Süden bei Chwaka wird aus dem weißen Sand ein gelblicher – aber deswegen nicht weniger paradiesisch. Möglicherweise liegt dies an den Sedimenten der Bucht oder der Mangrovenwälder, für die die Chwaka Bay bekannt ist.

Denn für Biologen und Naturschützer ist das Chwaka Bay Marine Reserve südlich des Dorfes und entlang der Bucht von höchster Bedeutung. In den ausgedehnten Mangrovenwäldern laichen zahlreiche Fische und Meerestiere; es auch brüten auch Vögel und diverse Meeresorganismen wachsen ebenfalls hier. Die Chwaka Bay ist daher von enormer Wichtigkeit für die Biodiversität entlang der Küsten Sansibars. Zusätzlich stabilisieren die Mangroven die Küste und schränken die Küstenerosion ein.

Das Meer vor Pongwe und Chwaka ist wie alle Abschnitte an der Ostküste wegen der gezeitenabhängigen Küste nur bei Flut zum Schwimmen geeignet. Je nach Saison, vor allem in den Regenmonaten, kann es zu größeren Mengen von Seegrasanschwemmungen kommen, die völlig natürlich sind. In manchen Monaten, meist Dezember bis Februar, bessert sich die Situation, aber im Gegensatz zu seaweed riecht seagras nicht unangenehm. Es hat sogar angenehmen Effekt für die Haut!

Koloniales Erbe

Bereits in den 1890er-Jahren hatten britische Kolonialbeamte das Fischerdorf Chwaka an der gleichnamigen Bucht als Ferienort auserkoren. 1896 wurde das erste koloniale Gästehaus nördlich des Dorfes fertiggestellt, damit hitzegeplagte Beamte aus Stone Town Urlaub machen konnten. Sie hatten Großes mit Chwaka vor: Sie wollten das „Brighton of Zanzibar“ entstehen lassen, in Anlehnung an das bedeutendste Seebad Englands, dass die Briten offensichtlich vermissten. Man baute Gäste- und Ferienhäuser für den Sultan und wichtige Personen des öffentlichen Lebens.  Heute sind davon nur mehr verfallene Relikte übrig.

PONGWE & CHWAKA REISEFÜHRER

  • Für Urlauber, die ruhige, beschauliche, authentische Ferien weit weg vom Trubel wünschen.
  • Für Leute, die stundenlange Strandspaziergänge genießen wollen.
  • Für Leute, die am liebsten ihre Zeit am Strand verbringen, in der Lodge relaxen und meeresbezogene Aktivitäten bevorzugen. Besucher, die viele Ausflüge und Inselexursionen machen möchten, sind eher die südlichen Strandabschnitte zu empfehlen.

Mögliche Aktivitäten

  • Riffwanderungen
  • Faulenzen
  • Bootsexkursionen
  • für Besucher, die Parties und Strandbars suchen,
  • für Leute, die möglichst aktiv sein möchten,
  • für Gäste, die die Atmosphäre in großen, internationalen Resorts bevorzugen.

Safari-Insider-Tipp! Wie fast überall auf den Inseln ist der Strand gezeitenabhängig, d.h. das Meer zieht sich bei Ebbe bis hinter die Korallenbarriere zurück. Eine Unterkunft mit Pool ist deshalb zu empfehlen!

Internationale Anreise: Siehe Stone Town.

Auf der Insel: Am bequemsten sind die Transfers per Taxi.

Bis auf die Monate April und Mai, wo viele Hotels geschlossen halten und es mitunter zugig und nasskalt sein kann, sind Pongwe und Chwaka Ganzjahres-Destinationen.

Siehe auch Stone Town.

Meine Lieblingsunterkünfte von A bis Z in und um Pongwe und Chwaka:
  • Ngalawa Beach Lodge $$
  • Pongwe Beach Lodge $$$
  • Seasons Lodge $$
  • Tulia Beach Lodge $$$$
Standard: typischerweise nach der Safari und einer Nacht in Stone Town.

Kreativ: zuerst Safari, dann an den Strand zum Relaxen, und zum Abschluss Stone Town, weil

  • man ohnehin mit dem Taxi zum Flughafen von Stone Town fahren muss und
  • man die Souvenirs nicht tagelang im Gepäck tragen muss.

MEINE GANZ PERSÖNLICHE EINSCHÄTZUNG

Ich persönlich empfehle die Hotels von Pongwe immer nur dann, wenn der Strand perfekt den Vorstellungen meiner Kunden entspricht:

  • Der Strand nördlich und südlich vom Dorf Pongwe ist blütenweiß. Zahlreiche Teilstücke liegen auf niedrigen Klippen mit toller Aussicht aufs Meer. Viele meiner Kunden wünschen sich aber eine Lage direkt am Sandstrand.
  • Der Strand in Pongwe ist überwiegend schmal und von Klippen begrenzt, d.h. Spaziergänge sind nur bei Ebbe möglich.
  • Die Hotels liegen meist auf Klippen an kleinen Buchten, d.h. der Sandstrand ist nur bei Ebbe kilometerlang und zugänglich.

 

Entspricht Pongwe Beach Ihren Vorstellungen von Strandurlaub oder sind Sie auf der Suche nach einem ganz besonderen Hotel?

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