Paje

Als es noch keine Teerstraße gab, war Paje (gesprochen Padsche) jener Ort an der südlichen Ostküste, der am einfachsten zu erreichen war, weil er am Kreuzungspunkt der Straße von Stone Town, Bwejuu und Jambiani liegt. Aus diesem Grund entstanden hier auch die ersten kleinen Gästehäuser und Backpacker-Unterkünfte.

GUT ZU WISSEN

Party-Destination

Mit den legendären Parties im Paje by Night und anderen Lodges erwarb sich das 200 Familien umfassende Fischerdorf den Ruf einer Partydestination. Täglich gibt und gab es irgendwo eine Party, die nicht nur das Dorf und die Gäste der umliegenden Lodges nicht schlafen lässt, sondern auch Prostituierte, Drogenabhängige und Beach Boys mit sich bringt.

Die Einheimischen sind nicht ganz glücklich über diesen Zustand, aber immerhin haben alle Etablissements gültige Lizenzen.

Aus diesem Grund ist es wichtig, die Unterkunft weise zu wählen. Je weiter weg vom Party-Epizentrum gelegen, desto friedvoller wird der Schlaf sein.

Bilderbuch-Strand

Der Strand von Paje hat Postkartencharakter wie die ganze Küste von Bwejuu im Norden hinunter nach Jambiani an der Südostküste.

Die ersten paar Meter herrscht sandiger Untergrund vor, aus diesem Grund kann man bedenkenlos ohne Badeschuhe schwimmen. Nur weiter draußen beginnt der Korallenuntergrund, wo Seeigeln und ähnliches Getier lebt.

Verglichen mit den anderen Strandabschnitten an dieser Küste ist der von Paje noch um eine Spur paradiesischer, weil der Untergrund häufiger aus Sand ist und daher das Wasser bei Flut noch türkisblauer leuchtet.

Alle 6 Stunden und 35 Minuten ist die Flut (high tide) zurück; mit etwas Glück kann man also zweimal pro Tag ins Wasser gehen.

Außer in den Monaten November und April sind die Gewässer frei von Seegras.

Dicht verbaut

Am nördlichen Ende von Paje liegen die Unterkünfte dicht gedrängt nebeneinander, teilweise auf schmalen Grundstücken. Nicht alle haben Zugang zum Strand. Hier kann es durch die räumliche Nähe auch lauter sein als im südlichen Teil von Paje. Viele der Gästehäuser in Paje werden von ihren Besitzern betrieben.

Kitesurfen

Ursprünglich wurde Seetang (seaweed) in Paje kultiviert, doch wegen der Kitesurfer sind die Frauen weiter nördlich in Richtung Bwejuu gewandert. Heute ist das Kitesurfen die wichtigste Einnahmequelle der Hotels und Unterkünfte in Paje.

Dass sich Paje als Kitesurfing-Ort etablieren konnte, liegt nicht nur am Wind, sondern an den Rahmenbedingungen. Der Untergrund ist sandig, es gibt kaum Seeigel und der ständig wehende Wind garantiert beste Bedingungen für Anfänger und Fortgeschrittene.

PAJE REISEFÜHRER

  • Für Urlauber, für die Urlaub ohne Parties, Musik und Rastafaris undenkbar ist.
  • Für Urlauber, die sich von Bar zu Bar hangeln wollen oder immer Action suchen.
  • Für Leute, die in günstigen Strandunterkünften nächtigen wollen, weil sie ohnehin den ganzen Tag über am Strand, im Pool oder an der Bar verbringen.
  • Für kontaktfreudige Leute, die Lust am Kennenlernen anderer Touristen aus aller Welt haben.

Mögliche Aktivitäten

  • Riffwanderungen
  • Tauchen und Schnorcheln
  • Bootsexkursionen
  • Jozani Forest
  • Delfintouren von Kizimkazi
  • Kulturtourismus, z. B. das Seaweed Center in Süd-Bwejuu

Safari-Insider-Tipp! Da einige der Attraktionen von Sansibar – Jozani Forest, Delfintouren von Kizimkazi o.ä. – im südlichen Teil von Unguja liegen, bieten sich die Ferienorte Bwejuu, Paje und Jambiani dafür besser an, als die nördlichen Ferienorte.

  • Für Besucher, die ruhige Ferien ohne Halligalli wünschen.
  • Für Gäste, die sich an den den Seetang-Farmen der Dorffrauen stoßen, denn je nach Saison kann das seaweed auch mal an den Strand geschwemmt werden.
  • Für Gäste, die die Atmosphäre in großen, internationalen Resorts bevorzugen.
  • Für Gäste, die gehoben nächtigen wollen, denn es gibt keine Unterkünfte im gehobenen Segment.

Internationale Anreise: Siehe Stone Town.

Auf der Insel: Am bequemsten sind die Transfers per Taxi, aber auch Shared Taxis funktionieren für Backpacker ganz gut.

Paje ist eine Ganzjahres-Destination, denn gerade preissensitive Reisende wählen oft die Regenmonate, um Urlaub zu machen.

Siehe auch Stone Town.

Meine Lieblingsunterkünfte von A bis Z in und um Paje:
  • New Teddys Place $
  • Kisiwa on the Beach $$
Standard: typischerweise nach der Safari und einer Nacht in Stone Town.

Kreativ: zuerst Safari, dann an den Strand zum Relaxen, zum Abschluss Stone Town, weil

  • man ohnehin mit dem Taxi zum Flughafen von Stone Town fahren muss und
  • man die Souvenirs nicht tagelang im Gepäck tragen muss.

MEINE GANZ PERSÖNLICHE EINSCHÄTZUNG

Ich persönlich empfehle die Hotels von Paje eher selten aus den folgenden Gründen:

  • Gäste, die hier urlauben wollen, sind häufig sehr preissensitiv und wollen in der Regel selbst beim Buchen Hand anlegen.
  • Viele Kitesurfer bevölkern das Wasser. Das sieht zwar malerisch aus, aber weder für die Kitesurfer noch für die Badenden ist das zu Stoßzeiten ein Genuss.
  • Die vielen Beach Boys sind häufig lästig, insbesondere wenn man unbehelligt lange Strandspaziergänge machen möchte. Wer Spaß am Handeln und Kontakt mit Beach Boys hat, wird sich in Paje wohlfühlen.
  • Die Hotels stehen teilweise eng nebeneinander, was mir persönlich nicht gut gefällt.
  • Ich persönlich bin mit der Sicherheitslage nicht ganz glücklich. An dem Strand gibt es viel zu viele Beach Boys und unbekannte Gesichter, sodass die Sicherheit für die Unterkünfte eine große Herausforderung ist. Oft ist es für die Angestellten nicht leicht, den Überblick zu behalten, wer nun zum Dorf oder der Belegschaft gehört und wer ein Außenstehender ist, der möglicherweise nichts Gutes im Sinne hat.
  • Trotz allem ist der Strand traumhaft schön, breit und kilometerlang.

Suchen Sie eine Unterkunft in Paje, die weiter weg vom Trubel liegt? Oder möchten Sie gar mittendrin sein?

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