Jambiani

Das langgezogene Dorf Jambiani, das sich vorwiegend zwischen Teerstraße und Küste erstreckt, beginnt südlich von Paje. Im Laufe der Jahre sind Paje und Jambiani zusammengewachsen, sodass nur noch die Einheimischen wissen, wo der eine Ort aufhört und der andere beginnt.

GUT ZU WISSEN

Lange Tourismus-Tradition

Die Legende besagt, dass der Name von einem Messer mit gerundeter Klinge (Swahili jambiya) herrührt, das die Dorfbewohner gefunden haben. Daraus lässt sich schließen, dass schon lange vor ihrer Zeitrechnung Menschen hier gewesen sein mussten. Die Nachsilbe -ni steht für „Ort“, der Name Jambiani bedeutet also „am Ort des Messers“.

Ähnlich wie Paje war Jambiani an vorderster Front dabei, als in den 1990er-Jahren die ersten Gästehäuser Reisenden ihre Tore öffneten. Von Beginn an haben sich hier eher einfache und lokale Gästehäuser angesiedelt, was sich bis heute nicht geändert hat. Die meisten Hotels sind alteingesessen, von häufig wechselnden Pächtern betrieben, was einer langfristigen und nachhaltigen Qualität leider eher abträglich ist.

Es gibt nur eine Handvoll Unterkünfte, die seit Jahren ein und dieselben Betreiber führen. Hier stimmt auch die Qualität.

Wer nicht im Tourismus beschäftigt ist, verdient entweder am Seetang oder an der Fischerei ein paar Shilling, die allerdings kaum zum Leben reichen. Wie die meisten Zanzibaris an der Küste muss die Dorfbevölkerung ihr Geld mit Dienstleistungen für Touristen aufbessern.

Für aktive Reisende mit Interesse an Land und Leuten

Gemeinsam mit Paje war Jambiani seit dem Start des Tourismus auf der Insel Pilgerstätte von Rucksack-Touristen oder Aussteigern auf Zeit. Deshalb finden sich in dieser Region heute noch die meisten preislich günstigeren Unterkünfte, die vor allem durch Nähe am sansibarischen Leben punkten.

Nach Jambiani zieht es inzwischen vor allem Urlauber, die Kontakt zu den Einheimischen und Lokalkolorit suchen. Es gibt Kulturtourismus-Programme mit Dorfbesichtigungen, Schulbesuchen, Abstechern zu den Jambiani-Höhlen, Swahili-Kochkurse und Ähnliches.

Die Unterkünfte greifen gerne auf diese Angebote zurück und binden die Dorfbevölkerung mit ihren Initiativen vorbildlich in den Tourismus ein.

Strand an einer Korallenlagune

Der Strand von Jambiani ist wie die ganze Südostküste wunderschön breit, feinsandig und (bei Flut) an türkisem Wasser  gelegen.

Einige Hotels liegen nicht direkt am Sand, sondern auf Fels oder Klippen. In den meisten Fällen stellt das kein Problem dar, da es immer einen Zugang zum Sandstrand gibt oder man an den Pool ausweichen kann.

Je südlicher, desto schroffer wird die Küste und die Hotels liegen allesamt auf Klippen. Aus diesem Grund ist es gut, vor einer Buchung nachzufragen, wie das Hotel genau liegt. Ansonsten ist die Realität vor Ort eventuell enttäuschend.

Alle 6 Stunden und 35 Minuten kehrt die Flut (high tide) zurück; mit etwas Glück kann man also zweimal pro Tag ins Wasser gehen.

Außer in den Monaten November und April sind die Gewässer frei von Seegras.

Kite-Surfen

An zahlreichen Stellen am Jambiani Beach wird gekitet, aber nicht so flächendeckend wie in Paje. Durch den felsigen Untergrund sollten sich hier vor allem Könner ins Wasser begeben.

JAMBIANI REISEFÜHRER

  • Reisende, die in billigeren Strandunterkünften nächtigen wollen, weil sie ohnehin den ganzen Tag am Strand, im Pool oder an der Bar verbringen, fühlen sich in Jambiani wohl.
  • Kontaktfreudige Leute, die Lust auf Bekanntschaft mit Touristen aus aller Welt haben, verbringen in Jambiani gesellige Ferien.
  • Urlauber, die mit einfacheren Gästehäusern zufrieden sind, werden hier fündig.

Mögliche Aktivitäten

  • Riffwanderungen
  • Tauchen und Schnorcheln
  • Bootsexkursionen
  • Jozani Forest
  • Delfintouren von Kizimkazi
  • Kulturtourismus, z. B. das Seaweed Center in Süd-Bwejuu

Safari-Insider-Tipp: Da einige der Attraktionen von Sansibar – Jozani Forest, Delfintouren von Kizimkazi o. ä. – im südlichen Teil von Unguja liegen, bieten sich Bwejuu, Paje und Jambiani dafür besser an, als die nördlich gelegenen Ferienorte.

  • für Gäste, die die Atmosphäre in großen, internationalen Resorts bevorzugen,
  • für Gäste, die gehoben nächtigen wollen, denn es gibt keine Unterkünfte im gehobenen Segment,
  • für Leute, die wenig Kontakt mit Einheimischen suchen.

 

Internationale Anreise: Siehe Stone Town.

Auf der Insel: Am bequemsten sind die Transfers mit Taxis, aber auch Shared Taxis funktionieren für Backpacker ganz gut.

Bis auf die Monate April und Mai, wo viele Hotels geschlossen halten und es mitunter zugig und nasskalt sein kann, ist Jambiani eine Ganzjahres-Destination.

Siehe auch Stone Town.

Meine Lieblingsunterkünfte von A bis Z in und um Jambiani:
  • Blue Oyster Hotel $
  • Casa del Mar $$
  • Mango Beach House $
  • Mwezi Boutique Resort $$
  • Jambiani Villas $$$
  • Sharazad Boutique Hotel $$$
Standard: typischerweise nach der Safari und einer Nacht in Stone Town.

Kreativ: zuerst Safari, dann relaxen am Strand, zum Abschluss Stone Town, weil

  • man ohnehin mit dem Taxi zum Flughafen von Stone Town fahren muss und
  • man außerdem die Souvenireinkäufe nicht tagelang im Gepäck zu tragen braucht.

MEINE GANZ PERSÖNLICHE EINSCHÄTZUNG

Ich persönlich empfehle die Hotels von Jambiani aus folgenden Gründen eher selten:

  • Gäste, die hier urlauben wollen, sind häufig sehr preissensitiv und wollen in der Regel selbst bei der Buchung Hand anlegen.
  • Ich persönlich bin mit der Sicherheitslage nicht ganz zufrieden. An einigen Abschnitten gibt es viel zu viele Beach Boys und unbekannte Gesichter, sodass die Sicherheit für die Unterkünfte eine große Herausforderung darstellt. Oft ist es für die Angestellten nicht leicht, den Überblick zu behalten, wer nun zum Dorf oder zur Belegschaft gehört und wer ein Außenstehender ist, der möglicherweise nichts Gutes im Sinn hat.
  • Es gibt wie in Paje relativ viele teils aufdringliche Beach Boys. Gäste, die mit diesen Männern nicht vehement genug umgehen können, empfinden sie leicht als unangenehm.
  • Trotz allem ist der Strand traumhaft schön, breit und kilometerlang. Lediglich an einigen Stellen gibt es Klippen und Korallenfels.

 

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