North Luangwa National Park

Wilder geht’s nicht mehr! Die nördliche Verlängerung des South Luangwa, entlang des Luangwa River, ist DER Ort in Sambia, um abseits des Mainstream den Busch zu Fuß zu erkunden.

GUT ZU WISSEN

North Luangwa: Wildnis pur

Er liegt nicht allzu weit vom South Luangwa Park entfernt – aber es liegen Welten dazwischen.

Der Park liegt nördlich von South Luangwa und ist mit 4600 km2 etwa halb so groß wie seine südliche große Schwester.

Herz der Wildnis ist – wie im Süden – der Luangwa River und seine Seitenarme, der ein breites Flusstal geschaffen hat.

Er beschert dem Park eine erkleckliche Tierpopulation.

Kein Nationalpark im üblichen Sinn

Die Parkverwaltung vergibt nur temporäre Genehmigungen für Unterkünfte. Daher sind die wenigen Camps, die hier stehen, saisonal, also so gebaut, dass nach Ende der Saison (und nach dem Abbau des Camps) der Busch wieder jungfräulich, ohne menschliche Überreste, sein muss.

Daher sind die Camps naturverbunden, aus lokalen Materialen und ohne Schnickschnack, wie Generatoren, WLAN, Spa oder fließend Wasser. Dennoch brauchen Gäste auf Komfort nicht verzichten: Die Camps haben alle Solarenergie, das Wasser wird bei Bedarf (sogar heiß zum Duschen) in die Duschbehälter der Buschdusche gefüllt und Internet oder TV braucht hier im Busch ohnehin niemand – bei der Action am Luangwa River!

Die weit voneinander entfernten Camps (alle direkt am Fluss) sind mit 3 oder 4 Chalets sehr klein und exklusiv. Nur ein Bruchteil der Gäste, die den South Luangwa besuchen, fliegen weiter in North Luangwa. Daher ist er der ideale Ort für Gäste, die Abgeschiedenheit und Abenteuer suchen und sich mit allen Sinnen auf Afrika einlassen möchten.

Gehen, gehen, gehen

Im Park gibt es kaum Pisten – und noch weniger Fahrzeuge. Die meisten Camps bieten deshalb vornehmlich Walking Safaris an, die von den besten Guides, die das Land aufbieten kann, geführt werden.

Walking Safaris werden zelebriert. Man ist viele Stunden im Busch, meist von 6 Uhr morgens bis 10 Uhr und am späteren Nachmittag noch einmal.

Ich erinnere mich an eine Walking Safari im North Luangwa, auf der die Guides ein Rudel Löwen lokalisierten. Aus vier Stunden im Busch wurden sieben Stunden, aber keine Sekunde davon möchte ich missen. Endlich fanden wir das Rudel Löwen, bestehend aus acht frisch voll gefressenen Löwinnen und vier Jungen unter einer Baumgruppe. Der Anblick der rohen Kraft der Wildnis war erhebend!

Ein guter Guide versteht es aber auch, aus einem Morgen ohne große Tieraktivität dennoch einen unvergesslichen Ausflug in den Busch zu machen.

Man muss nicht besonders sportlich sein für die Walking Safaris, sondern vielmehr neugierig. Die Gruppe, bestehend aus Gästen, Guides und Ranger mit Gewehren bewegt sich nur langsam weiter, Schritt für Schritt und vorsichtig, um keine ungeplanten Reaktionen von Wildtieren zu provozieren.

Alle Augen und Ohren sind offen, und schon Minuten bevor wir überhaupt ein Tier sehen, haben die Guides schon Witterung aufgenommen – das ist spannender als ein Thriller im Fernsehen!

Safari-Insider-Tipp: Wie schon im South Luangwa sollten mindestens 3 Nächte im North Luangwa eingeplant werden, um den logistischen und finanziellen Aufwand der Anreise zu rechtfertigen.

 

NORTH LUANGWA REISEFÜHRER

  • In Safari-Kreisen ist der North Luangwa für seine Walking Safaris und die exzellenten Guides bekannt.
  • Gäste, das abgeschiedene, ungezähmte und wilde Afrika suchen, fühlen sich hier wohl.

Mögliche Aktivitäten

  • Walking Safaris (auch über mehrere Tage hinweg von Ort zu Ort)
  • Fly Camping
  • eingeschränkt: Pirschfahrten und Night Drives
  • Besucher, die kein Interesse an Walking Safaris haben.
  • Gäste, die luxuriöse Camps wie im South Luangwa erwarten. Die Camps im North Luangwa sind zwar komfortabel – mal simple und zweckmäßig, mal gute oder gehobene Mittelklasse -, aber die Eleganz und Annehmlichkeiten der Camps im South Luangwa bleiben unerreicht.
  • Leute, die Safari und Strand kombinieren wollen. Da sind die meisten tansanischen Parks besser dazu geeignet. North Luangwa lässt sich hingegen gut mit dem Lake Malawi kombinieren.

 

Anreise per Flugzeug: Am bequemsten ist die Anreise mit Propellerflugzeug von Mfuwe aus oder von anderen Airstrips im South Luangwa.

Anreise per Fahrzeug: Alternativ dazu kann man auch mittels Fahrzeug im Zuge einer Road Safari anreisen. Es gibt mehrere sinnvolle Routen entlang der Great North Road, z. B. indem man North Luangwa mit den Bangweulu-Sümpfen oder dem Kasanka National Park kombiniert oder stattdessen (oder zusätzlich) auch den South Luangwa ansteuert.

Lage: Im Nordosten von Sambia.

Die Saison im North Luangwa ist kurz, von Juni bis Oktober. Klimatisch sind die Monate Juli/August am angenehmsten.

Für die detaillierte Beschreibung der einzelnen Monate, konsultieren Sie bitte die Informationsseite über South Luangwa National Park.

Folgendes Camp empfehle ich sehr gerne:
  • Mwaleshi Camp $$$$$
Standard Deluxe: Fly-in und Fly-out Kombination mit South Luangwa, Lower Zambezi National Park und/oder Livingstone.

Kreativ Deluxe: Fly-in und Fly-out Kombinationen mit South Luangwa oder mit den Bangweulu Sümpfen und Kasanka (Shoebill Safaris).

Standard Budget: Road Safaris, die Lusaka mit North und South Luangwa kombinieren, oder die North Luangwa mit Bangweulu/Kasanka verbinden; eventuell sogar mit Verlängerung nach Malawi.

Sie suchen die besten Guides im North Luangwa National Park oder haben Interesse an einem Roadtrip ins Luangwa Valley?

Schicken Sie mir Ihre Anfrage!