Lusaka

Die auf dem Reißbrett der britischen Kolonialisten entworfene, großflächig und breit angelegte Stadt erscheint viel entspannter als andere Hauptstädte. Dennoch gilt auch für Lusaka: Die Stadt ist vielmehr praktisch als schön.

GUT ZU WISSEN

Typisch koloniale Atmosphäre

Lusaka ist eine typisch afrikanische Metropole – praktisch in puncto Infrastruktur, aber bei weitem keine Schönheit und schon gar kein Ort, wo man sich länger als notwendig aufhalten möchte.

Gegründet 1905, entsteht sie zuerst auf dem Reißbrett von britischen Kolonialisten. Danach entwickelt sie sich wie alle anderen afrikanischen Städte: wildwüchsig und kraftvoll. Heute kann weder der Straßenbau noch die restliche Infrastruktur mit dem Wachstum mithalten und beschert der Stadt ähnliche Probleme wie anderswo: Verkehrsstaus, Umweltverschmutzung, Überbevölkerung, fehlende Strukturen und keine Pläne.

Der Stadtkern befindet sich rund um die etwa 4 km lange, mehrspurige, breite Straße Cairo Road, die sich im Stile einer Grand Avenue (oder eher britisch: High Street) präsentiert. Ein schmaler Grünstreifen mit Jacaranda-Bäumen trennt die beiden Fahrbahnen voneinander. Alte Kolonialgebäude, moderne Hochhäuser und geschäftige Läden flankieren die alleeartige Straße. Dahinter verwachsen sich die Straßen und Blöcke zu typisch afrikanischen Stadtvierteln.

Etwa 2 km östlich davon, wo der hektische Verkehr langsam nachlässt, befinden sich die Botschaften, die bewachten Häuser der Ausländer und zahlreiche internationale Hotels. Hier, in der Government Area, sind die Straßenzüge herrlich weitläufig angelegt, mit luftigen Gärten und viel Weite zum Atmen.

Vom Stadtzentrum führen geteerte Highways sternförmig in alle Landesteile, z. B. nach Norden über die Great North Road, nach Kafue über die Kafue Road oder nach Livingstone.

Ohne große Highlights, aber irgendwie nett

Im Gegensatz zu Nairobi oder Dar es Salaam ist Lusaka noch recht klein und überschaubar. Der Verkehr ist zwar an gewissen neuralgischen Punkten stark, aber bei weitem ist zu keiner Tageszeit der Verkehr derart lahmgelegt wie beispielsweise in Dar es Salaam. Bei den typischen städtebaulichen Problemen, wie Müll- und Abwasserentsorgung oder Umweltverschmutzung, macht Lusaka ebenso wenig eine Ausnahme wie in puncto Kleinkriminalität. Aber die gehört zu Afrika einfach dazu – und sie ist vergleichsweise Kinderkram gegen Nairobi.

Die meisten Urlauber reisen aus verkehrstechnischen Gründen nach Lusaka, da sich hier der größte internationale Flughafen des Landes befindet und es ausreichend Anschlussflüge in alle Landesteile gibt.

LUSAKA REISEFÜHRER


Internationale Anreise: über den Lusaka International Airport (liegt ca. 25 km ausserhalb der Stadt)

Die Inlandflüge werden ebenso über diesen Airport abgewickelt.

Lage: Südliches Zentral-Sambia.

Während der heißen Trockenzeit, also von Oktober bis Februar, haben sich Hotelzimmer mit Klimaanlagen bewährt.


Es gibt in der Stadt Lusaka eine Vielzahl von Hotels in jeder Preis- und Komfortklasse.

Meine bevorzugten Stadthotels von A bis Z sind folgende:

  • Lilayi Lodge $$$$
  • Latitude 15 $$$
  • Taj Pamodzi $$
  • Pioneer Camp $
Wer in Lusaka gestrandet ist, kann u.a.

  • Museen besuchen, z. B. das Kabwata Cultural Centre,
  • Kunstgalerien besuchen, z. B. das Henry Tayali Visual Arts Centre oder die Nomwande Art Gallery,
  • Straßenmärkte besichtigen,
  • eine Lusaka City und Township Tour unternehmen,
  • Reptilien beobachten, im Kalimba Reptile Park,
  • das Lilayi Elephant Nursery, ein Elefanten-Waisenhaus, besuchen.

Typischerweise ist Lusaka nur eine Transitstadt, entweder nach der Ankunft oder vor dem Abflug. Man bleibt im Normalfall eine Nacht.
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