Aus der Serie „Kosten einer Safari – Teil 3

Das summiert sich schnell: Ein bequemer Inlandflug hier, ein Village Walk dort, dann will man unbedingt noch die Kaffeeplantage besuchen. Und wenn man schon mal in Tansania ist, dann möchte man auch gleich am Kraterrand des Ngorongoro Crater schlafen.

Und plötzlich, ohne dass die Reiseroute sich großartig verändert hätte, ist die Safari um 300, 400 € pro Person teurer.

Warum das so ist, erkläre ich in diesem Blog-Beitrag.

Inlandflüge

Hohes Preisniveau auch bei dem Flügen. Die Preise für die Inlandflüge sind entsprechend des allgemeinen Preisniveaus hoch. € 200–400 pro Person für einen längeren Inlandflug muss man rechnen, wenn man endlos lange Transfers vermeiden möchte.

Gut zu wissen: Klar gibt es Airlines, die verführerisch billige Flugtickets bieten. Als auf Qualität bedachter Reiseveranstalter will ich bei diesen aber nicht buchen, weil sie sich durch Unzuverlässigkeit, ersatzlose Flugstreichungen, allgemeines Chaos und Verspätungen auszeichnen.

Unumgängliche Flüge. Manche Inlandflüge können nicht umgangen werden, z. B. von Arusha nach Sansibar oder von Arusha nach Ruaha. Andere dienen der Bequemlichkeit, z. B. von der Serengeti nach Arusha, während der Driverguide das Fahrzeug leer nach Arusha zurückfährt.

Deshalb gilt die Faustregel: Je bequemer eine Reise in Tansania sein soll, desto mehr Geld muss man in die Hand nehmen.

Man zahlt doppelt: Das Fahrzeug fährt ja leer zurück nach Arusha und muss trotzdem zur Gänze bezahlt werden … zuzüglich zu den Flugkosten.

Kleinflugzeuge, ohne die keine Safari komplett wäre aber hohes Preisniveau auch bei dem Flügen.

Sie gehören zu Afrika wie die Löwen: Kleinflugzeuge, ohne die keine Safari komplett wäre.

Eintrittspreise und Gebühren

Eintrittspreise gelten für 24 Std. Jeder Tag (24 Stunden) in einem Park kostet, von 30 USD bis zu 100 USD pro Person.

Für den Ngorongoro Crater wird sogar eine Kraterbenützungsgebühr von einmalig 300 USD pro Fahrzeug zusätzlich eingenommen.

Neben den Parkeintrittspreisen für die Besucher gibt es eine Vielzahl von weiteren Gebühren.

Schlafen in Parknähe. Weil viele Unterkünfte aus Preisgründen außerhalb der Nationalparkgrenzen entstanden sind, erfand die Regierung kurzerhand die Wildlife Management Areas, die rund um die Parks und an Orten mit höherem Touristenaufkommen eingeführt wurden. Offiziell sollen diese Gebühr dem Natur- und Tierschutz dienen und die Dörfler für Ernteausfälle durch Wildtiere entschädigen.

Die Nächte in Parknähe sind jetzt gar nicht mehr so viel günstiger, weil wenn die eine Gebühr nicht anfällt, dann ist halt die andere fällig.

Campinggebühren. Aber das war noch nicht alles: Wer in Tented Camps innerhalb von Parkgrenzen schläft, muss Campinggebühren (50 USD pro Person und Nacht) bezahlen, dennoch sind diese semi-permanenten Camps in den Parks meist noch immer billiger als permanente Lodges.

Gebühren für Auto und Guide. Hinzu kommen noch Eintrittsgebühren für das Fahrzeug, den Driverguide und und und.

Aktivitäten

Tja, und schließlich wollen auch die Tansanier selbst am Tourismus partizpieren.

Kostenpflichtig. Dorfbesuche, Village Walks, Besuche von Kaffeplantagen, Wanderungen, Besuche in einem Maasai-Dorf, all diese Aktivitäten, die ich gerne in Reiserouten einbaue, sind kostenpflichtig.

Immerhin, diese Form des „Kulturtourismus“ ist die einzige Möglichkeit für Tansanier (außer sie arbeiten im Tourismus), ein bisschen Geld an den Touristen zu verdienen.

Peanuts. Gemessen an den anderen Abgaben sind diese Gebühren aber verschwindend gering und bewegen sich bei unter 20 – 50 USD pro Person und Aktivität.

Safari-Insider: Besuche in einem Maasai-Dorf

Vom Kulturtourismus profitieren die Einheimischen direkt. Deswegen baue ich solche Aktivitäten gerne in eine Route ein.

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