Besitz belastet – das gilt vor allem, wenn es um Gepäck auf Safari und Elektrogeräte geht. Was Reisenden das Leben vor Ort erleichtert, darf dennoch nicht fehlen. Mit der entsprechenden Ausstattung steigt die Wahrscheinlichkeit, selbst in abgelegenen Gebieten die notwendigsten E-Geräte aufladen zu können. Je genauer Sie über die örtlichen Gegebenheiten Bescheid wissen, umso besser sind Sie für alle Eventualitäten gerüstet.

Ich erinnere mich an unsere erste Reise nach Afrika vor fast 15 Jahren: Wir hatten sogar an Überspannungsschutz gedacht, ich habe aber nicht getestet, ob der Stecker des Laptops für den Adapter passt…

Bedenken Sie dennoch: je mehr elektronische Geräte, Zubehör und Wertgegenstände Sie dabeihaben, umso eher führen Sie Langfinger in Versuchung. Selbst die besten Unterkünfte sind nicht vor Diebstählen gefeit.

Fotografieren auf Safari oder am Strand – mit der richtigen Ausrüstung gar keine Hexerei!

Stromausfälle dort, wo es vom öffentlichen Netz kommt

Zwar ist die Netzspannung so wie wir Mitteleuropäer sie von Zuhause gewohnt sind, doch es besteht ein deutlicher Unterschied, was die Stromversorgung generell anbelangt. In Städten kommen mitunter tägliche Stomausfälle oder zumindest deutliche Schwankungen vor. Elektrogeräte wie Kameras, Smartphones oder Laptops haben an sich einen eingebauten Überspannungsschutz, echte Schwierigkeiten bedeuten derartige Stromschwankungen hingegen für die Menschen vor Ort. Haushalte sehen sich ebenso wie Camps und Lodges teils jährlich zu teuren Neuanschaffungen gezwungen, weil Klimageräte, Kühlschränke und dergleichen laufend kaputt werden.

Safari-Insider-Tipp: Wenn die Möglichkeit besteht, laden Sie immer sofort alle notwendigen Geräte auf … der nächste (längere) Stromausfall kann direkt bevorstehen!

Hochwertige Unterkünfte (also gute Mittelklasse und höher) verfügen meist über einen Backup-Generator, der kurze Zeit nach dem Stromausfall automatisch anspringt. Darauf können Sie sich aber nicht verlassen!

Im Busch kommt Energie aus der Sonne oder dem Generator

Camps und Lodges in den Nationalparks und anderen Gegenden fernab von Ballungszentren müssen auf Generatoren, Solarenergie oder eine Kombination der beiden Alternativen zurückgreifen.

Aus Kostengründen installieren Unterkünfte häufig zu niedrig dimensionierte Solarsysteme. Die Einbußen zeigen sich beispielsweise in der Intensität des Lichtes. Oft reicht die Helligkeit, die eine Nachttischlampe spendet, nicht einmal zur Lektüre des Reiseführers aus. Da vor allem die Warmwasserversorgung gerne mit Solarenergie betrieben wird, kommt es dabei je nach Saison zu unangenehmen Nebenwirkungen. Denn wann sehnt man sich am meisten nach einer heißen Dusche? Wenn es kalt ist. Leider gibt es gerade dann, wenn die Sonne nicht scheint, kein heißes Wasser. Bei strahlendem Sonnenschein kommt es umso heißer aus der Leitung. Die Umweltfreundlichkeit von Solarenergie geht also gerade im tropischen Winter (Juni bis September) auf Kosten des Komforts.

Da lobe ich mir die sogenannten Buschduschen, hier wird die das Wasser über dem Feuer erhitzt und dem Gast wohltemperiert zur Verfügung gestellt.

Das 1 x 1 der Stecker

Die übliche Netzspannung in Tansania und Sansibar beträgt 230 V/Wechselstrom. Damit können Sie Ihre elektronischen Geräte generell wie gewohnt betreiben. Für die landesüblichen Steckdosen Typ D/G benötigen Sie allerdings einen Adapter.

Etwas kompliziert kann es werden, wenn Sie mehrere Geräte gleichzeitig aufladen möchten. Da bei der Errichtung von Gebäuden Steckdosen oft eingebaut werden, ohne sich über deren Positionierung groß den Kopf zu zerbrechen, dürfen Sie es durchaus als Erfolg werten, wenn Sie in Ihrem Zimmer wenigstens eine frei zugängliche Steckdose finden.

In Zelten gibt es häufig keine Steckdosen, Geräte dürfen stattdessen in der Lobby/Lounge/Restaurant oder im Office aufgeladen werden. Dafür werden Ladestationen (meist lange Mehrfachstecker) bereitgestellt, damit wirklich jeder Gast am nächsten Tag wieder voller Energie zu neuen Abenteuern aufbrechen kann.

Britische Stecker: Allround-Stecker in Tansania, Sansibar und Sambia

In den meisten Unterkünften werden britische Stecker verwendet. (C) Fotolia

Safari-Insider-Tipps für Ihre Packliste

  • Lassen Sie überflüssigen elektronischen Ballast daheim. Mit Kamera, Smartphone, einem kleinen Tablet finden Sie garantiert Ihr Auslangen. Elektrische Zahnbürsten und Rasierer, Haarföhns, Nintendo und Computerspiele sind hingegen fehl am Platz.
  • Britische dreipolige Adapter passen in Tansania, Sansibar und Sambia immer. Viele europäisch geführte Lodges verfügen auch über EU-Stecker. Nehmen Sie einen Adapter von Zuhause mit, die Qualität ist besser.
  • Probieren Sie vor Urlaubsantritt, ob alle Geräte, die sie mitnehmen mit diesem Adapter kompatibel sind.

  • Haben Sie mehrere Geräte, die mit Strom versorgt werden müssen, packen Sie einen Mehrfachstecker mit und ohne USB-Auslässen ein. Sowohl im Zimmer/Zelt, als auch in den Ladestationen tun sie gute Dienste und lassen genug Platz für die anderen Gäste.
  • USB-Steckadapter für Zigarettenanzünder leisten gute Dienste beim Aufladen von Smartphone und Kamera. Wenn Sie einen solchen Adapter beim Abschied Ihrem Driver oder einem anderen Autofahrer überlassen, ist die Freude sicher groß.
  • Powerbanks haben schon so manchen Safari-Tag gerettet. Sie sind klein, handlich, passen in jeden Tagesrucksack und laden, je nach Kapazität und Preis, kleinere Geräte wie Handys oder Kameras schnell auf.
  • Ihr treuester Begleiter auf Safari sollte eine helle Stirnlampe (LED) sein. Sie leuchtet den Weg zurück ins Zelt nach dem Abendessen, erhellt die Speisekarte bei schlechtem Licht im Restaurant oder spendet Licht in einem zu dunklen Badezimmer.