Reisende sind verunsichert. Vergleichs- und Buchungsportale mit der „Bestpreisgarantie“ schießen wie die sprichwörtlichen Schwammerl aus dem Boden. Was jetzt – direkt bei der Airline oder kann man den Lockangeboten der Portale trauen? Was sich zu ebener Erde und über den Wolken hinter den Kulissen abspielt, entzieht sich der Kenntnis von Otto Normalflieger.

Die Tücken der Portale und Plattformen

Wer schon einmal versucht hat, selbst im Internet einen Flug zu buchen, sitzt oft vor verschlossenen Portalen. Unter unnachvollziehbaren Fehlermeldungen wird der Möchtegern-Passagier mitunter tagelang hingehalten. Ob der Flug zum gewünschten Preis nun tatsächlich noch zu haben ist oder nicht, welche Leistungen damit verbunden sind, wer ihn bekommen kann, ob und welche Rechtsansprüche bei welcher Fluglinie geltend gemacht werden können, woraus die bisweilen ganz erhebliche Preisunterschiede resultieren – all diese Punkte bilden einen für den Laien undurchschaubaren Dschungel. Aus meiner Erfahrung als langjährige Vielfliegerin und Reiseveranstalterin weiß ich, wie rasch sich das Blatt wenden und aus einem vermeintlichen Schnäppchen ein jahrelanger Rechtsstreit werden kann, der für den klagenden Reisenden nicht zwangsläufig zum Erfolg führt. Wer billig fliegt, fliegt damit oft teuer. Gewusst wie, lässt sich dennoch der eine oder andere Hunderter sparen.

Safari-Insider-Tipp: Unterschätzen Sie nicht den zeitlichen Aufwand für die Suche nach der billigsten Flugverbindung. Das Spezialwissen von Reiseveranstaltern oder Reisebüros kann den Zeitaufwand minimieren – und Ihnen etwas wert sein.

Im Dschungel der Preisgestaltung

Ohne Preismanagement kommt heute keine Fluglinie mehr aus. Da den Unternehmen nahezu alle Komponenten vorgegeben sind, geht es nur noch darum, die Flugzeuge möglichst gleichbleibend voll zu bekommen.

Geflogen muss werden, jeder Fluggast bedeutet kaum weitere Kosten, hingegen mehr Einnahmen.

Dem Reisenden verschafft das einen gewissen Spielraum. Wer hinsichtlich Flugdaten und Airport flexibel ist, kann selbst bei der besten Fluglinie einen attraktiven Preis erzielen.

Üblicherweise kategorisieren Airlines in 24 Buchungsklassen, die mit jeweils unterschiedlichen Konditionen verknüpft sind. Sich da durchzuackern ist ein zeitaufwendiger Prozess. Innerhalb der Europäischen Union ist es immerhin unzulässig, im Rahmen der einzelnen Buchungsklasse auch noch danach zu unterscheiden, von welchem Land aus die Buchung erfolgt.

Fakt ist: die Passagiere mit den teuren Tickets bezahlen für jene mit den günstigen Tickets mit. Die Fluglinie selbst profitiert also von jedem besetzten Platz.

Versteckte Kosten

Vermeintliche Bestpreise werden ganz schnell zu Alptraumpreisen, weil Buchungsportale intransparent ihre Preise kommunizieren. Stiftung Warentest hat beispielsweise festgestellt: „Keines der geprüften Flugportale biete eine „gängige und zumutbare Zahlungsmöglichkeit“ ohne Zusatzgebühren“. Zudem seien die Stornierungsbedingungen schlechter, als wenn gleich direkt bei der Airline gebucht wird. Service-Gebühren, die erst ganz am Schluss bei der Bezahlung wie aus dem Nichts auftauchen, sind gang und gäbe.

Die Stiftung Warentest rät deshalb, zunächst über Flugbuchungsportale nach Airlines und Preisen für die gewünschte Strecke zu suchen und dann direkt bei der Fluggesellschaft zu buchen. „Bei ihnen zu buchen ist einfacher, transparenter und oft billiger.“

Die Top 5 Safari Insider Tipps um Kosten zu sparen…

… und dennoch gut ans Ziel zu kommen:

  • Abonnieren Sie die Newsletter von Fluglinien und profitieren Sie von deren Promotion-Aktionen. Nutzen Sie Suchportale (skyscanner.de, Google Flight Search etc.)! Schauen Sie dabei jedoch genau – Gepäckstücke sind z. B. in den angeführten Preisen nicht immer inkludiert.
  • Legen Sie Ihre Reisedaten so früh wie möglich fest und buchen gleich die Flüge. Während Flüge nach Nairobi (Kenia), Sambia oder Uganda oft attraktive Preise aufweisen, sind Langstrecken nach Tansania häufig teuer. Wer ein Jahr im Vorhinein bucht, bleibt bei den Preisen noch unter 800 €.
  • Fliegen Sie azyklisch – oft reicht es schon, einen Tag vor oder nach dem Wunschtermin zu fliegen, um wesentlich günstigere Preise zu bekommen. Wenn Sie außerdem zum Umsteigen bereit sind, wird es nochmal günstiger.
  • Buchen Sie am Wochenende – unter der Woche werden Businesstrips gebucht, die entsprechend teurer sind.
  • Lassen Sie nicht ausschließlich den Preis entscheiden, mit wem Sie fliegen. Bedenken Sie, dass in Europa beispielsweise afrikanische Fluglinien nicht schadenersatzpflichtig sind. Sie haben also, sofern Sie auf einer dieser Fluglinie bestehen, im Falle eines Flugausfalles keinerlei Anspruch auf ein Ersatzticket.

 

Haben Sie bereists passende Flüge nach Tansania, Sambia oder Kenia ins Auge gefasst?

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