Dort, wo alle Safari-Fahrzeuge gerade die Hauptpiste entlang brausen, zweigen wir rechts ab. 

Weites Land soweit das Auge reicht, hinter uns tanzt fröhlich eine Staubwolke. Kurz darauf kommen wir an eine Gruppe Steinformationen, sogenannte kopjes.

Ein Rudel Löwendamen döst in den luftigen Höhen der kopjes. Der Wind hält ihnen das Ungeziefer und die Fliegen vom Leib. Unten, am Boden, lässt eine Löwin ihre fröhlich tollenden Jungen nicht aus den Augen.

Grassavanne soweit das Auge reicht

(c) Eric Frank

Es geht weiter, zwei Stunden durch staubiges Safari-Land mit einem nicht enden wollenden Horizont. Die Gegend wirkt fast ein bisschen trostlos, flach wie ein Brett und nahezu baumlos.

In einem lichten Akazienwald steht das Namiri Plains Camp, die einzige Unterkunftsmöglichkeit weit und breit.

Wir werden überschwänglich begrüßt, die nassen Tücher sind eine Wohltat.

Die große Schaukel vor dem Hauptzelt ist verlockend, sie schlenkert im Takt des Windes. Das Camp ist in den Farben nude, weiß, beige, grau und schwarz gehalten – passend zur Landschaft. Die Zelte sind einladend und heimelig, mit einer windgeschützten Veranda. Im Hauptzelt verheißt der gedeckte, ausladende Tisch, dass bald Abendessen serviert wird.

Geparden und Löwen

Am nächsten Tag am Morgen dauert es nicht lange, und die ersten Geparden werden gesichtet. Das Namiri Plains Camp liegt in einem Gebiet in der Serengeti, wo es früher ein Geparden-Aufzuchtprogramm gab. Die Garantie, hier Geparden bestaunen zu dürfen, ist also so hoch wie nirgendwo in der Serengeti.  

Und das allerbeste daran: Man muss sie mit keiner anderen Menschenseele teilen. Nur die Gäste des Camps sind in diesem Sektor unterwegs – einsamer und buschnaher geht es in der Serengeti kaum!

An den beiden Tagen, die ich im Camp verbrachte, sahen wir an einem Tag weit über 50 Löwen, meist in der Nähe oder direkt auf den kopjes.

Tipp: Auf der Facebook-Seite des Camps bekommt man einen guten Eindruck davon, wie viele Raubkatzen in dem Gebiet leben!

Der Hügel ermöglicht einen besseren Überblick. (c) Eric Frank

Walking Safaris möglich

Seit November 2014 darf das Namiri Camp Walking Safaris unternehmen. Nur drei Campbetreibern ist dies in der Serengeti gestattet!

Walking Safaris in der Ostserengeti. (c) Tracey Van Wijk

Große Migration

Interessant sind die endlosen Grassavannen der Ost-Serengeti das ganze Jahr über, wegen der angestammten Geparden- und Löwenpopulation. Von Dezember bis März bietet das Gebiet die Möglichkeit, die Große Migration zu beobachten – ohne lange Fahrzeugkolonnen, denn das Gebiet wird exklusiv nur vom Namiri Plains Camp genutzt.

Wie einbauen in einen Reiseverlauf?

Die Namiri Plains sind leicht in eine Reiseroute einzubetten, am besten ausgehend von der Seronera Area.

Ideal sind 2 – 3 Nächte, wobei das Camp 2015 seinen Gästen 1 Nacht schenkt, also 3 Nächte für den Preis von 2.

Der näheste Airstrip ist Seronera, von dort sind es noch einmal 2 – 2,5 Std. zum Camp, je nachdem wie viele Löwen, Geparden und Hyänen unterwegs gesichtet werden.

Fazit: 5 gute Gründe für Namiri Plains

  1. Geparden, Geparden, Geparden
  2. Walking Safaris sind erlaubt
  3. Zugang zur Großen Migration von Dezember bis März
  4. 3 Nächte zum Preis von 2
  5. Völlige Exklusivität und keine anderen Touristen in dem Gebiet