Eine Safari kann anstrengend sein, das bestätigen mir meine Kunden immer wieder. Viele Stunden im Auto auf schlechten Pisten, frühes Aufstehen, angestrengtes Beobachten der Savanne, Aktivitäten, die Hitze, der Staub…

Daher hat es sich bewährt, nach der Safari ein paar Tage anzuhängen, um zu verschnaufen und zu entspannen. Wie diese „Verlängerungen“ aussehen könnten, hängt ganz von Vorlieben der Reisenden ab.

Hier habe ich eine Übersicht zusammengetragen über einige Möglichkeiten in Tansania.

Der Klassiker: Sansibar

Pro

  • viel Auswahl bei den Unterkünften in allen Preisklassen, von günstig bis luxuriös
  • zahllose Angebote für aktive Urlauber
  • blütenweiße, teils kilometerlange Strände
  • fast ganzjährig zu besuchen

Contra

  • in der Hochsaison viele Touristen
  • je nach Saison gebietsweise Müll und Unrat an der Küste bzw. in den Dörfern
  • an manchen Strandabschnitten dicht verbaut

 

Wie Robinson Crusoe: Fanjove Island

Pro

  • für Ruhebedürftige perfekt: nur lesen, faulenzen, essen, schnorcheln, schwimmen, aufs Wasser schauen

Contra

  • relativ teuer, denn durch die isolierte Lage auf einer Insel muss alles eingeflogen werden
  • wegen der natürlichen Bauweise keine Klimaanlage im Zimmer, daher für Hitzeempfindliche nur von Juni bis Oktober zu empfehlen

 

Mystisch: Am Lake Eyasi

Pro

  • wunderbar inspirierende Unterbringung im gehobenen Kisima Ngeda Camp
  • herrliche Landschaften und Panoramen
  • Zeitvertreib durch Vogelbeobachtung, Schwimmen im Pool, Spaziergänge, etc.
  • abseits der üblichen Routen, wenig andere Touristen

Contra

  • relativ teuer, weil nicht nur die Nächtigungskosten, sondern auch das Fahrzeug samt Driver als Kosten anfallen
  • nur empfehlenswert von Juni bis November, danach wird es heiß und schwül

 

Grün und saftig: Hinter dem Mount Meru oder in der West Kilimanjaro Area

Pro

  • Relaxen im Grünen kombiniert mit vielen Aktivitäten und sogar Tierbeobachtung (Arusha National Park oder West Kilimanjaro Area)
  • tolle Bergpanoramen, z. B. auf den Kilimanjaro und den Mount Meru
  • abseits der üblichen Routen, kaum andere Touristen

Contra

  • es gibt natürlich keine Garantie, den Kili zu sehen (speziell im tropischen Winter von Juni bis September

 

Golfen: Mit Blick auf den Kili

Pro

  • durch die Nähe zu Arusha erspart man sich die Kosten für das Fahrzeug samt Driver, d.h. nur die Nächtigungskosten fallen an
  • direkt am Golfplatz gibt es eine nette Lodge mit gehobenem Standard
  • selbst ohne Fahrzeug/Driver kommt man mittels Taxi leicht nach Arusha, z. B. zum Einkaufen

 

Tauchen: Mafia Island

Pro

  • herrlich ruhig und abgeschieden, kaum Touristen
  • beschauliches Inselleben, so wie Sansibar vor 20 Jahren war
  • interessant für Taucher und Schnorchler

Contra

  • verglichen mit Sansibar teurer, hauptsächlich weil mindestens ein Inlandflug mehr anfällt und die Unterkünfte durch die isolierte Lage teurer sind
  • viele Monate sind windig auf Mafia Island, deshalb ist die beste Option die windgeschützte Chole Bay

 

Ruhe pur: Ushongo und Sange Beach

Pro

  • herrlich ruhig und weit weg vom Trubel, kaum Touristen
  • beschauliches Dorfleben, kaum Touristen am Strand
  • preislich attraktiv
  • idealer Anschluss nach Sansibar/Stone Town

Contra

  • nur einfache und gute/gehobene Mittelklasse-Unterkünfte stehen zur Auswahl, keine Vier-Stern- oder Fünf-Stern-Lodge
  • Anreise mit dem Fahrzeug ist beschwerlich und lang sein, deswegen ist eine Kombination mit den Usambara Mountains sinnvoll

 

Für finanzkräftige Abenteurer: Rubondo Island am Lake Victoria

Pro

  • hier ist man allein auf weiter Flur
  • der Lake Victoria von seiner schönsten Seite
  • Erholung gepaart mit Tierbeobachtung, z. B. Vögel, Krokodile, Sitatunga-Antilopen, Schimpansen oder gar Elefanten

Contra

  • teuer, a) wegen der Luxuslodge, b) wegen der hohen Flugkosten und c) durch die isolierte Lage auf einer Insel muss alles eingeflogen werden
  • beschwerliche Anreise mit dem Flugzeug, daher nur zu empfehlen für mind. 3 – 4 Nächte und mehr