Safaris mit Kindern, egal welchen Alters, müssen allen Beteiligten Spaß machen und gleichzeitig erholsam sein. Familienreisen haben den Ansprüchen von Groß und Klein zu entsprechen. Ein familientaugliches Programm muss Abenteuer und Sicherheit sowie Abwechslung und ausreichend Ruhephasen berücksichtigen.

Eine maßgeschneiderte Planung, die allen Bedürfnissen gerecht wird, ist meiner Meinung nach unerlässlich. Und für mich kann eine Familiensafari immer nur eine Privatsafari sein, d.h. nur Sie und Ihre Familie nutzen das Fahrzeug, und sonst niemand.

1. Länger an einem Ort bleiben

Täglich mit Kindern ein- und auszuchecken ist für niemanden in der Familie besonders angenehm. Täglich die Taschen packen, die Zahnbürste oder die Socken suchen oder die Kleidung im Kasten verstauen klingt nach viel Streß.

Deshalb bevorzuge ich persönlich 2, besser noch 3 Nächte in einer Unterkunft.

Manchmal ergibt es sich aufgrund des Programms, dass eine Unterkunft nur für 1 Nacht gebucht werden muss, aber es sollte die Ausnahme bleiben.

2. Mix aus unterschiedlichen Unterkünften

Mal ein Camp in der Nähe eines Dorfes, mal eine Lodge mit Pool, mal ein anderes Camp mitten im Busch mit nur Natur vor dem Zelt – solcherlei Abwechslung garantiert für alle Beteiligten mehr Zufriedenheit. Sie erleben die Fülle an unterschiedlichen Erlebnissen: naturnah oder nah an der Bevölkerung, mit viel Bewegung oder eher ruhig, mit Pool oder familienfreundlichem Angebot, mit Abenteuerfaktor oder gediegen.

In einem Camp mitten im Busch, wie hier dem Chaka Camp, gilt erhöhte Vorsicht für Kinder. Die Wildtiere laufen frei durch das Camp, was erfahrungsgemäß nur in der Dämmerung und bei Dunkelheit gefährlich sein kann.

3. Privat-Safari …. alles andere ist enttäuschend

Ein eigenes Fahrzeug samt Privat-Guide – das sind die wichtigsten Zutaten einer geglückten Familiensafari. Außer ein paar Rahmenbedingungen, die vom Programm und den gebuchten Aktivitäten abhängen, haben Sie als Familie alle Freiheiten, den Tag zu gestalten.

Ihre Kinder wollen eine Pause machen? Kein Problem, Ihr Guide sucht sich einen Picknickplatz oder stoppt im nächsten Dorf zum Beine vertreten. Ihr Kind braucht mehrere Zwischenmahlzeiten? Kein Problem, wann immer sich der kleine Hunger meldet, bleiben Sie stehen und stärken sich. Ein Kind hat keine Lust auf Pirschfahrten am Nachmittag? Kein Problem, Sie fahren zurück ins Camp und verbringen den Nachmittag mit sonstigen Aktivitäten.

4. Familienfreundliche Camps und Lodges

In einem klassischen Honeymoon-Camp oder einem unpersönlichen Groß-Camp könnten Familien als störend, zu laut, zu quirlig oder einfach zu anstrengend empfunden werden.

Besser eignen sich in jedem Fall kleine Camps und Lodges, wo Kinder besser im Auge behalten werden können, das Personal sich persönlich für die Kinder verantwortlich fühlt und mehr Flexibilität in puncto Familien herrscht.

5. Nicht nur Pirschfahrten

Die Aufmerksamkeitsspanne von Kindern ist überschaubar. Nach dem 20. Elefant und dem 50. Zebra wird kein Kind vor Verzückung jauchzen. Deshalb ist es wichtig, Kindern Alternativen abseits von Wildtieren anzubieten.

Kinder haben Freude an Bewegung und keine Berührungsängste. Kurze Wanderungen, Bootsfahrten, Dorfbesuche, leichte Radtouren und andere Aktivitäten machen einen Tag in Tansania kurzweilig und abwechslungsreich.

Ihre Kinder werden Tansania viel intensiver in Erinnerung behalten!

Für einen Besuch in einem Dorf, eine geführte Dorf-Tour mit dem Fahrrad oder einen Ritt auf einem Esel müssen an die 2 Stunden eingeplant werden. Optimal, um den Tag aufzulockern, ohne ihn zu überfrachten!

6. Distanzen im Auge behalten

Ja, es gibt sie: Kinder, die lange Autofahrten mögen und geduldig, ohne Murren und Raunzen, die Landschaft vorüber ziehen lassen. Aber sie sind eher die Ausnahme.

Deshalb frage ich bei den Telefonaten immer ganz genau nach und höre manchmal nur zwischen den Zeilen, dass die Kinder nicht länger als vier Stunden an durchgehender Fahrt ertragen.

Gerade der Großraum Arusha bietet in einem Radius von ca. 3 – 4 Stunden Entfernung von Arusha allerbeste Voraussetzungen für eine abwechslungsreiche Safari mit viel Tieren und anderen familientauglichen Aktivitäten.

Ist Tansania überhaupt kindertauglich?

Eltern müssen sich im Klaren darüber sein, dass Tansanier zwar verrückt nach Kindern sind, dass das Land aber im westlichen Sinne keinerlei Sicherheitsvorkehrungen für Kleine hat.

TÜF-geprüfte Camps, Fehlanzeige. Absperrungen, eher nein. Kindersicherungen, vergessen Sie es. Wildtiere bewegen sich frei durch die Zeltcamps und Lodges, die über keinerlei Zäune verfügen. Eltern müssen also in erhöhter Alarmbereitschaft sein.

Und trotzdem. Das Land ist wild und ursprünglich, kraftvoll und voller Zwischentöne. Das hat für die ganze Familien ihren Reiz – wenn Sicherheit und Spaß im richtigen Verhältnis zueinander stehen und die Reiseroute mit Maß und Menschenverstand geplant wird.

 

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