Ich liebe Walking Safaris …. das haben Sie vermutlich schon an anderer Stelle im Blog oder auf meiner Webseite erkennen können.

In den meisten Fällen ist für Walking Safaris keine spezielle Fitness notwendig, denn sie werden auf eher flachem Terrain durchgeführt. Doch sie erfordern eine sorgfältige Vorbereitung in puncto Ausrüstung und Bekleidung. Im folgenden Blogbeitrag stelle ich den optimalen Survivalkit für Walking Safaris für Sie zusammen!

1. Stichfeste, lange Hosen

Viel wichtiger als ein stichfestes Hemd ist eine so beschaffene Hose.

Man durchstreift oft kniehohes Gras, verweilt mal 10 Minuten an einem Ort, um den Erzählungen des Guides zu lauschen oder watet durch Feuchtgebiete – alles gute Gelegenheiten, für blutsaugende Insekten, sich unserer zu bedienen.

Die langen Hosen sollten in Erdfarben gehalten sein, also beige, bräunlich, hellgrün o.ä. sein. Die Farben schwarz, blau oder dunkelbraun können Tsetsefliegen anlocken. Überdies speichern dunkle Farben die Hitze und machen den Aufenthalt im Busch unangenehmer.

Funktionsbekleidung ist angenehmer zu tragen. Der Schweiß wird besser absorbiert und außerdem trocknen sie schneller auf der Wäscheleine.

Safari-Insider-Tipp: Bei meiner letzten Recherchereise leistete ich mir eine Craghoppers-Nosilife-Hose, die extradicht gewebt ist, sodass keine Insekten (inklusive Tsetsefliegen) durchstechen können. Der Unterschied war wirklich erstaunlich! Während die anderen Gäste in der Gruppe großflächig von Insekten zerstochen waren, hatte ich nur vereinzelt Stiche an den Beinen. Eine Top-Investition!

Hohes Gras auf einer Buschwanderung in der Serengeti … der perfekte Lebensraum für Insekten, die man sich am besten mit einer langen, stichfesten Hose vom Leib hält

2. Hohe Socken bzw. Strümpfe

So hübsch kurze Socken aussehen, so unpraktisch sind sie für Walking Safaris. Damit die Insekten nicht von unten an den Beinen hochwandern können, empfiehlt es sich, die Hosenenden in die hohen Socken zu stopfen.

Safari-Insider-Tipp: Vermeiden Sie dunkle Strümpfe (schwarz, dunkelblau, dunkelbraun, dunkelgrün), denn auf hellen Farben sind die verirrten Tierchen und Insekten besser sichtbar.

Kein Renner auf dem Laufsteg, aber im Busch absolut unverzichtbar – hohe Socken, in die die Hosenenden gestopft werden. Nicht ganz ideal ist die Farbe schwarz…

3. Schuhe mit dicken Sohlen

Um sich keine Dornen oder Stacheln einzutreten, leisten Schuhe mit dicken Sohlen gute Dienste. Da das Gebiet oft unwegsam ist, sollten Sie – je nach Strapazierfähigkeit der eigenen Bänder – knöchelhohe Wanderschuhe in Erwägung ziehen. Ist aber kein Muss! Man kann auch mit Halbschuhen, z. B. Sportschuhen, wunderbar auf Walking Safaris gehen, solange Sie den Tipp mit den hohen Socken befolgen.

4. Intelligenter Sonnenschutz

Mehrere Utensilien helfen, um die Auswirkungen der Sonne zu minimieren.

  • Sonnencreme:  mit hohem Schutzfaktor, die allerdings bereits vor der Buschwanderung aufgetragen werden sollte (und nur für den Notfall in den Tagesrucksack gehört)
  • Kopfbedeckung: Bandana, Tuch, Sonnenhut, Baseball-Cap
  • Sonnenhut: Eine breite Krempe verhindert den Sonnenbrand am Hals.
  • Halstuch: Wer am Kopf ein Bandana oder ein Baseball-Cap trägt, muss den Hals zusätzlich vor der Sonneneinstrahlung schützen.
  • Sonnenbrillen: sie stören allerdings beim Fotografieren oder bei der Benützung des Fernglases

Mehrere Fliegen mit einer Klappe – ein Hut mit breiter Krempe (Sonnenschutz, ersetzt das Halstuch als Sonnenschutz und die Sonnenbrille)

5. Oberteil (Hemd, Shirt)

Klar, man kann sich den Luxus eines Safari-Hemds, eines Funktionshirts mit integriertem Sonnenschutz oder eines stichfesten Hemds (langärmelig!) leisten, aber notwendig ist es nicht unbedingt.

Das Oberteil kann ein einfaches Baumwoll-Shirt sein, ein Leinenhemd oder ein Sport-Shirt, solange die Farben einigermaßen passen (also Erdtöne und gedeckte Farben).

Safari-Insider-Tipp: Wer empfindlich auf Sonne reagiert, muss ein langärmeliges Hemd/Bluse samt Kragen mitnehmen.

Weitere sinnvolle Ausrüstungsgegenstände

  • Trinksystem: besonders für längere Wanderungen ab 2 Stunden sinnvoll
  • Umhängetasche (oder kleiner Rucksack): damit eine kleine Wasserflasche, Sonnencreme, Moskitolotion, etc. Platz finden
  • Lippenbalsam: durch Sonne und Wind werden die Lippen schnell spröde
  • Moskitolotion: am besten eine kleine Roll-on-Flasche, weil man die Lotion dann auch während des Gehens auftragen kann; da Teilnehmer nicht den Anschluss an die Gruppe verlieren dürfen, ist die Verwendung einer Sprühflasche kaum möglich, weil sie Stehenbleiben und den Einsatz beider Hände erfordert.
  • Fernglas: da die Tiere, sobald sie unsere Witterung aufnehmen, den Abstand zu uns vergrößern

Safari-Insider-Tipp: Die Tipps gelten auch für mehrstündige Wanderungen im Gelände oder für Tageswanderungen, beispielsweise am Ngorongoro Crater oder in den Crater Highlands.