Wenn ich auf Safari bin, dann freue ich mich über jedes Tier, das mir vors Auto oder die Beine läuft. Aber Löwen – die Könige der Savanne – zu sehen, ist immer wieder erhebend und bewegend.

1. Serengeti

In der Serengeti keine Löwen zu sehen, ist fast ein Ding der Unmöglichkeit!

Die Serengeti ist voller Löwen, egal in welchem Sektor man fährt. Wenn die Große Migration die südlichen Teile der Serengeti durchstreift und die Gnus und Zebras ihre Jungen gebären, sind die majestätischen Raubkatzen nicht weit. In der Seronera Area, dort wo die kopjes, die Steinformationen stehen, wimmelt es nur so von Löwen. Sie nutzen die kopjes als Ausguck und lieben es, oben auf ihnen zu dösen, weil der Wind die lästigen Fliegen verscheucht. Im Nord-Sektor sowie in der Ost-Serengeti rund um die Namiri Plains überwältigt einen die Anzahl der Löwen-Rudel.

Nach dem 500. Löwenbild weiss ich schon gar nicht mehr, welche Einstellungen ich auf meiner Kamera wählen soll…

2. Ngorongoro Crater

Im Ngorongoro Crater wirken die Löwen viel relaxter und satter als in der Serengeti. Es scheint, als müssten sie sich weniger anstrengen, um überleben zu können.

Ich erinnere mich noch gut, als ich zum ersten Mal in den Ngorongoro Crater fuhr und ich meinen ersten Löwen im Krater sah: Es handelte sich um ein altes, langmähniges Löwen-Männchen, das mit den Safari-Fahrzeugen kokettierte. Er spazierte seelenruhig zwischen den Fahrzeugen hindurch, posierte für ein paar Momente, promenierte weiter, markierte einen Wagen und legte sich dann seelenruhig ausgerechnet vor unserem Fahrzeug hin.

Es gibt Fotos aus dem Ngorongoro Crater, wo ein Löwe auf eine Motorhaube springt, quasi um sich richtig in Szene zu setzen. Oder zu zeigen, wer der Herr im Haus ist.

3. Ruaha National Park

Löwen und andere Großkatzen hat man hier ganz für sich allein – stundenlang, wenn man will!

Eine Pirschfahrt im Ruaha National Park werde ich nie vergessen: Wir fuhren nur wenige Kilometer, da erblickten wir das erste Rudel Löwen, ein paar Weibchen mit ihren Jungen. Wir verbrachten gut und gerne 45 Minuten mit dem Rudel, das sich zuerst scheu im Dickicht versteckte, dann aber immer mutiger und zutraulicher wurde, bis die Jungen schließlich ausgelassen vor unserem Fahrzeug – wir waren die einzigen Besucher weit und breit – tollten.

Nur wenige Momente später erspähte unser Driver einen Leoparden, der gerade ein Impala erlegt hatte und es in die Äste eines Baumes zerrten.

Und als ob es noch nicht genug Höhepunkte an diesem Tag gegeben hätte, erlebten wir am späteren Nachmittag einen Kill eines Löwenrudel. Es war beeindruckend, wie sie das junge, unvorsichtige Zebra gemeinsam niederstreckten.