Wer denkt jetzt schon an die nächste Reise? Schnell noch Freunde zum Punsch treffen, Kekse backen, Weihnachtsfeierlichkeiten hoch drei und die Geschenke wollen schließlich auch noch sorgfältig ausgewählt und gekauft werden. Da überrascht es uns Touristiker doppelt, dass die Buchungssaison für 2019 heuer unüblich früh begonnen hat.

Dies führt zum kuriosen Umstand, dass bei meinen kleinen Partner-Unterkünften, die eben nur über limitierte Kapazitäten verfügen, einige Daten im Juli und August 2019 bereits ausgebucht sind. Speziell handelt es sich um Unterkünfte in Tansania und Sambia, nicht ganz so krass ist die Lage in Uganda.

Ich verstehe, dass Familien und viele Menschen an die Sommerferien gebunden sind, aber wem es möglich ist, empfehle ich, auf andere Monate auszuweichen.

Januar, Februar 2019

Wer auf den letzten Drücker, also last minute, noch eine Auszeit vom tristen, grauen Winter benötigt und den Afrika-Blues spürt, …

  • findet am ehesten noch freie Betten in den großen Lodges und Hotels. Je größer eine Unterkunft, desto größer die Wahrscheinlichkeit, noch ein Zimmer zu finden, was aber nicht der Philosophie von Safari Insider entspricht. Aber ich habe über Partner und Freunde in der Branche Zugang zu Großhotels und Lodgeketten, d.h. ich finde freie Unterkünfte für Sie.
  • sollte zu zweit reisen, denn ein Zimmer findet sich leichter als zwei oder drei.
  • sollte flexibel bezüglich der Reiseroute sein. Wenn ich mit den einzelnen Stationen der Reise jonglieren kann, kann ich eine tolle, sehr kreative Safari für Sie arrangieren.
  • sollte eine gewisse Flexibilität bei den Reisedaten an den Tag legen, z. B. die Reise bei Bedarf drei oder vier Tage nach hinten oder nach vorne verschieben können.
  • tut gut daran, eine gewisse Flexibilität beim Budget walten lassen zu können. Wenn das preiswerte Camp A nicht mehr zur Verfügung steht, muss Camp B, das möglicherweise nicht das gleiche Preis-Leistungs-Verhältnis bietet, gebucht werden.

Tansania

Wegen der Großen Migration in der Serengeti herrscht Hochsaison und viele Unterkünfte sind schon seit Monaten ausgebucht. Doch wie eingangs erwähnt, finde ich freie Unterkünfte für Sie, wenn Sie bereit sind, Abstriche zu machen.

Aber der Süden wird sträflich vernachlässigt! Es ist zwar heiß und schwül und gebietsweise sind die Tsetse-Fliegen eine Plage, aber der Süden ist herrlich untouristisch.

Safari-Insider-Tipp #1: Speziell im Selous Game Reserve tauchen die seltenen Wild Dogs gehäuft zwischen Januar und März auf. Das (leider in Bedrängnis geratene, aber wunderschöne) Selous Game Reserve lässt sich bestens mit Kilwa und Morogoro verbinden, zumal die Hauptverbindungsrouten mittlerweile Allwetter-Pisten sind.

Safari-Insider-Tipp #2: Im magisch schönen Ruaha National Park bieten speziell meine beiden Lieblingscamps Nebensaison-Preise. Das Ikuka Camp bietet ein 4=3 Special in diesen Monaten. Das aus Walking Safaris spezialisierte, herrlich isolierte Kichaka Camp bietet reduzierte Tarife an. Egal, für welches Sie sich entscheiden, es wird Ihnen die Sprache verschlagen!

Die Tage bei Noelle und Moli im Kichaka Camp bleiben unvergesslich, nicht nur wegen der Walking Safaris, sondern wegen der herzlichen, unkomplizierten Atmosphäre im Camp.

Uganda

Uganda hat immer Saison!

Für Ultra-Last-Minute-Reisende: Die ersten beiden Januarwochen sind alle Gorilla-Permits ausgebucht.

Safari-Insider-Tipp #3: Das restliche Monat Januar sowie der Februar sind gut gebucht, aber mit List, Tücke und dem nötigen Destinationswissen lässt sich selbst bei Kurzentschlossenen noch eine schöne, runde, kreative Reise zu den Primaten planen – allerdings zu Hochsaison-Preisen.

Sambia

Bis auf ganz wenige Ausnahmen sind die Camps im Januar und Februar wegen der Regenzeit geschlossen. Eine Handvoll von Camps, nämlich jene, die an befestigten Pisten liegen und trotz Überschwemmungen und Schlammpisten erreichbar sind, hat im South Luangwa National Park geöffnet, eine einzige in Lower Zambezi.

Safari-Insider-Tipp #3: Robin Pope Safaris bietet bis 31. März 2019 das River Journey’s Package mit 7 Nächten inklusive Aktivitäten und Getränke an, wo zwischen den einzelnen Camps (je nach Wasserstand) mit den Booten gefahren wird …. ein einzigartiges und ungewöhnliches Abenteuer im sonst fast menschenleeren South Luangwa National Park. Preisersparnis zu Hochsaison-Monaten: knapp 2000 € pro Person!

Mit der richtigen Kombi, z. B. den beindruckenden, tosenden Victoria Falls wird diese Reise zu Ihrem Jahreshighlight 2019.

März 2019

Tansania

Die Hochsaison ist vorbei, viele Camps und Lodges haben noch ausreichend freie Zimmer zur Verfügung.

Safari-Insider-Tipp #4: Der März ist ein tolles Monat für Safaris in Tansania, wenn einige Dinge berücksichtigt werden. Nicht alle Parks sind für die Tierbeobachtung optimal, einige sogar richtiggehend leer gefegt, aber mit meinem Destinationswissen arbeite ich eine tolle Rundreise für Sie aus. Ich freue mich auf Ihre Anfrage!

Safari-Insider-Tipp #5:Wußten Sie, dass die „feuchteren“ Monate, von Januar bis Mai, als Zeit der tree climbing lions im Manyara National Park gilt? Sie klettern nämlich wegen der Ameisen und Insekten sowie der nassen Erde, die ihre Tatzen verätzt, häufiger als in anderen Monaten auf die Bäume.

Uganda

Es wird langsam ruhiger, der Ansturm ist vorbei … aber da in Uganda die Verteilung der Regenfälle übers Jahr gesehen relativ ausgewogen ist, kann selbst der März als Reisemonat in Erwägung gezogen werden.

Ob es nun wie im März 13 Tage oder im Juli/August 8 Tage durchschnittlich regnet, macht kaum einen Unterschied, zumal gute Regenkleidung das ganze Jahr über ins Gepäck einer Uganda-Reise gehört.

Safari-Insider-Tipp #6: Durch die Green Season Rates vieler Unterkünfte sind Rundreisen in diesem Monat um bis zu 400, 500 € pro Person billiger – ein massiver Preisnachlass, speziell da die Gorilla- oder Schimpansenbeobachtung in diesem Monat überhaupt gar nicht beeinträchtigt ist. Warum also mehr bezahlen?

Sambia

Chiuso …. noch immer, der Regen hält das Land in seinem Bann!

April, Mai 2019

Tansania

Es beginnt zu schütten – zwar nicht durchgehend und nicht täglich, aber so sehr, dass es Safaris beeinträchtigen kann. Die Pisten verschlammen, die Wäsche trocknet nicht und Handtücher oder Bettwäsche riechen mockig. Weil die Saison schon lange dauert, schließen viele Camps, um ihren Angestellten den gesetzlich vorgeschriebenen Urlaub zu gewähren.

Das Wetter im Ruaha National Park weicht von anderen Gebieten in Tansania ab, weswegen üblicherweise im April der Regen vorbei ist, aber leider halten die meisten Camps geschlossen, hauptsächlich um ihre Angestellten in den wohlverdienten Urlaub zu schicken. Aber ich weiß natürlich, welche Camps geöffnet sind, bitte schreiben Sie mir, wenn Sie im April reisen möchten!

Uganda

Safari-Insider-Tipp #7: Es gilt gleiches, wie schon für den März. Die Tage mit den Regenfällen sind zwar geringfügig erhöht, aber die Chance, Schimpansen und Gorillas zu beobachten, ist gleich gut wie in anderen Monaten.

Insgesamt hat das Touristenaufkommen nachgelassen, es ist ruhiger in den Unterkünften. Von daher sind April/Mai schöne, etwas nassere, aber herrlich ruhige Monate für Reisen nach Uganda. Und nach dazu gut für die Geldbörse!

Sambia

Grün, grün, grün ist die Farbe der Saison.

Im Luangwa Valley

Safari-Insider-Tipp #8: Die Bushcamp Company mit ihren hübschen, intimen Camps im südlichen Sektor des South Luangwa National Park öffnet ihre Camps im April und bietet (bis Ende Mai 2019) tolle Emerald-Season-Rates. Bei 7 Nächten gewähren sie einen 10 %igen Nachlass, doch auch bei kürzeren Aufenthalten ist die Ersparnis bemerkenswert.

Sie haben den Park, die Tierwelt und den Busch fast ausschließlich für sich allein!

Safari-Insider-Tipp #9: Ab 1. Mai öffnet das Tafika Camp seine Pforten, ein Camp im äußersten Nordosten des Parks, das nahe am tierreichen Nsefu Sector liegt. Es ist das erste Camp, das in diesem Sektor öffnet, was bedeutet, dass den Gästen des Tafika Camps der Sektor exklusiv zur Verfügung steht. Die Preisersparnis beträgt knapp 270 € pro Tag und Person im Mai im Tafika Camp.

Viele der Lagunen sind noch nicht vertrocknet, was Unmengen von Tiere anlockt, wie Giraffen, Elefanten oder Vögel. Wo viel „Futter“, sind die Raubkatzen nicht weit, wie Löwen oder Leoparden. Besonders beeindruckend ist die Nimmersatt-Kolonie (yellow billed stork) im Nsefu Sector, die wie ein Bienenstock brummt. Achtung: Es stinkt bestialisch!

Um den 20. Mai ist es mit der 100%igen Exklusivität vorbei, dann öffnen weitere Camps im Nsefu Sektor.

Lower Zambezi National Park

Die meisten Camps eröffnen rund um den 15. April und bieten bis Ende Juni tolle Nebensaison-Preise!

Kafue National Park

Die meisten Camps im zentralen Teil des Kafue öffnen mit Nebensaison-Preisen ihre Pforten rund um den 1. Mai, nur die Busanga Plains stehen zu diesem Zeitpunkt noch unter Wasser.

Juni 2019

Tansania

Die Verschnaufpause ist vorbei, alle Angestellten sind aus dem Urlaub zurück und die Hauptsaison beginnt. Da in vielen amerikanischen Bundesstaaten die Schulferien beginnen, besteht für die meisten Camps keine Notwendigkeit, die Low-Season-Rates unnötigerweise zu verlängern. Spätestens mit 15. Juni gelten in den meisten Unterkünften und Gebieten Hoch-Saison-Preise.

Uganda

Neues Monat, alte Leier: Uganda hat immer Saison! Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Safari-Bekleidung .-)

Seit ich das erste Mal Gorillas gesehen habe, weiß ich, warum die Gorilla-Beobachtung als Königsdisziplin auf Safari gilt. Das erste Zusammentreffen berührte mich völlig unerwartet so tief in meinem Innersten, dass ich mir ein paar Tränchen nicht verkneifen konnte. Keine Angst, die Tränchen werden auch bei weiteren Treffen nicht weniger .-)

Sambia

Spätestens ab 1. Juni haben im Luangwa Valley alle Camps geöffnet, Luambe zieht am 15. Juni nach. Die allermeisten Camps bieten bis 30. Juni reduzierte Green Season Rates an, wobei man ab Mitte Juni gar nicht mehr von „Green Season“ sprechen kann. Der Luangwa River trocknet immer weiter aus, die Savanne wird langsam ,aber sicher goldbraun.

Im Lower Zambezi National Park, dem Kafue National Park wie auch anderen Landesteilen werden Low-Season-Rates geboten.

Safari-Insider-Tipp #10: Nutzen Sie die zweite Juni-Hälfte, wenn es Ihre Urlaubsplanung erlaubt! Die Natur- und Tier-Bedingungen sind ähnlich wie in der ersten Juli-Hälfte, nur dass Ihr Reisebudget geschont wird. Die Diskonte variieren je nach Camp, aber 50 bis 100 € Einsparungspotenzial pro Nacht und Person sind realistisch.

Es zahlt sich also aus, rechtzeitig eine Reise nach Afrika zu planen, speziell mit den vielen, unterschiedlichen Preisnachlässen.

Ich freue mich auf Ihre Anfrage!