Bei den hohen Preisen im östlichen und südlichen Afrika ist man schnell versucht, nach Alternativen zu suchen. Aber je länger man im Internet sucht, desto mehr erkennt man, was bei einem Afrika-Urlaub alles bedacht werden muss. Viele Leute, gerade reiseerfahrene und weitgereiste, versuchen sich dann an der Safari Planung, ohne zu bedenken, dass Afrika seine eigenen Gesetze hat.

Folgende Fehler und Irrtüme rangieren auf Platz 5 und 6:

5. Alle Gebiete in einen Topf werfen

Tansania ist riesengroß, mit vielen Mikroklimata, unterschiedlichen Vegetations- und Landschaftsformen und großen Höhenunterschieden.

Deshalb sind nicht alle Parks und Gebiete zur Reisezeit und für die Aktivitäten, die man ins Auge gefasst hat, gleich gut geeignet. Ist Wandern im Juli wirklich sinnvoll, obwohl die Tierbeobachtung in den meisten Parks exzellent ist und die Fernsicht eher mau? Andere Monate sind besser zum Wandern geeignet, dafür ist man eingeschränkt bei der Tierbeobachtung. Wieder andere Monate sind im Norden besser als im Süden.

Oft erhalte ich Anfragen, wo die ursprünglich geplante Reisezeit aus beruflichen oder privaten Gründen verschoben werden muss. Für mich bedeutet das: Ich muss die Reiseroute, die Aktivitäten sowie die Unterkünfte neu planen und bewerten.

6. Zu glauben, dass untouristische Orte billiger zu bereisen sind

Häufig höre ich von Tansania-Aspiranten, dass sie zufrieden wären, in weniger touristischen Gegenden zu reisen, in der Meinung, dies wäre billiger.

Weit gefehlt.

Dort, wo es keine Infrastruktur gibt, keine Konkurrenz, egal ob von Hotels, Aktivitäten oder Personal, dort ist es überall teurer.

Ein gutes Beispiel ist der Lake Natron, der – obwohl die Unterkünfte sehr einfachen Standard aufweisen – verhältnismäßig teuer ist. Aber die Logistikkosten weit weg von der Teerstraße sind so hoch, dass es sehr teuer ist, ein Camp zu betreiben und Angestellte zu finden, die an so einem abgelegenen Ort arbeiten möchten.

Je untouristischer ein Gebiet, desto teurer ist es in der Regel, dort zu urlauben.

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