Bei den hohen Preisen im östlichen und südlichen Afrika ist man schnell versucht, nach Alternativen zu suchen. Aber je länger man im Internet sucht, desto mehr erkennt man, was bei einem Afrika-Urlaub alles bedacht werden muss. Viele Leute, gerade reiseerfahrene und weitgereiste, versuchen sich dann an der Planung, ohne zu bedenken, dass Afrika seine eigenen Gesetze hat.

Das sind die größten Fehler und Irrtümer Nummer 7 und 8:

7. Vor Ort, bei lokalen Tour Operators buchen

Klar, es gibt viele gute, verlässliche, seriöse Agenturen in Ostafrika.

Aber es gibt mindestens doppelt so viele, die es nicht sind. Ich persönlich würde mich nur auf Empfehlungen von Freunden, Bekannten und mir nahe stehenden Personen verlassen, allem anderen würde ich misstrauen, insbesondere Empfehlungen auf Foren im Internet.

Viel zu häufig habe ich schon erlebt, gehört und selbst mitbekommen, dass Einträge gezinkt sind oder geschickt manipuliert wurden.

Was passiert, wenn etwas passiert?

Wer in Afrika bucht, mag vielleicht billigere Preise bekommen, aber was passiert, wenn irgendetwas schief geht?

  • Was passiert, wenn ein Inlandflug ersatzlos gestrichen wird?
  • Wer hilft verbindlich, wenn es zu Unfällen oder Verletzungen vor Ort kommt?
  • Was passiert mit dem überwiesenen Geld, wenn die Reise nicht durchgeführt wird oder die Reise nicht zufriedenstellend durchgeführt wird?
  • Was tun, wenn ein Driver unzuverlässig, unpünktlich oder noch schlimmer betrunken oder herablassend ist?

Einmal überwiesenes oder gezahltes Geld ist futsch, und Qualität ist ein westliches Konzept. Europäische Reiseveranstalter arbeiten nach streng kontrollierten Regeln, die zumindest in Österreich jedes Jahr vom Bundesministerium kontrolliert werden: Kunden haben Rechtsansprüche bei einer Insolvenz, sie haben Ansprüche auf Entschädigungen, und falls es vor Ort Probleme gibt, sogar Anspruch auf Besserung. Europäische Veranstalter sind haftpflichtversichert und leisten Schadenersatz.

Buchen Sie Ihre Ostafrika Tour nur bei Spezialisten

Was tun, wenn die Erwartungen an die Safari nicht erfüllt werden? Da trennt sich die Spreu vom Weizen der Anbieter.

Die Safari, gebucht bei afrikanischen Agenturen, mag ein paar Euros billiger sein, sie ist in vielen Fällen auch gut organisiert und ereignisreich, aber wenn es hart auf hart kommt, sind europäische Reiseveranstalter in der Pflicht, helfen und leisten Schadenersatz.

Ein afrikanischer Tour Operator wird dies vermutlich nicht tun.

8. Informationen aus dem Internet können fehlerhaft sein

Eine fehlerhafte Information wird nicht richtiger, indem sie auf 100 Webseiten reproduziert wird.

Die Gelbfieberimpfung ist ein typisches Beispiel dafür. Auf vielen Seiten finden sich falsche oder veraltete Infos, die aber trotzdem ohne Prüfung übernommen werden. Ich habe es auch schon erlebt, dass Leute meinen Aussagen keinen Glauben schenken, Infos von (veralteten oder nicht spezialisierten) medizinischen Portalen aber schon.

Ähnliches habe ich schon bei den verschiedensten Themen beobachtet, sei es Reisezeit, Unterkünfte oder Sehenswürdigkeiten.

Manche Menschen vertrauen lieber ungeprüften, möglicherweise sogar gefakten Quellen im Internet eher als ausgewiesenen Ostafrika-Spezialisten wie mir.

 

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