Aus der Serie „Colors of Tanzania

Das Tansania hinter der Postkartenidylle zu zeigen, ist das Ziel dieser Reihe. In regelmäßigen Abständen poste ich Alltagsschnipsel aus dem Leben der Tansanier.

1. Telefonieren

Mobiltelefone haben in Tansania das Leben revolutioniert, egal ob in der Stadt oder auf dem Land. Telefonieren gehört zum Alltag genauso wie in westlichen Ländern.

Die Netzwerkabdeckung ist phänomenal, sogar am Kilimanjaro oder in der Serengeti gibt es Funkempfang.

Neue Geschäftszweige sind entstanden, z.B. verdienen sich am Land manche Ladenbesitzer Geld dazu, indem sie für das Aufladen der Telefone Gebühren verrechnen. Die meisten Menschen am Land haben ja keinen Strom zuhause.

Es ist gang und gäbe, dass man bei nahe gelegenen Unterkünften seine Mobiltelefone lädt (selbstredend ohne Bezahlung).

Ostafrika (Kenia und Tansania) sind Vorreiter im Senden von Geld via Mobiltelefonen. Jeder Funkanbieter hat mittlerweile seinen eigenen Gelddienst.

Man sendet nicht nur Geld von A nach B (z.B. Kinder, die in der Stadt arbeiten, an ihre Eltern zu Hause im Dorf), sondern bezahlt auf diese Art und Weise die Strom- oder Fernsehrechnung.

2. Maasai

Maasai sind immer dankbare Fotomotive.

Sie sind fotogen, tragen Stolz und Unbeugsamkeit in ihren Augen.

Der Gesichtsausdruck ist nicht gekünstelt und die Farben ihrer Umhänge gepaart mit dem üppigen Schmuck sind ein Gesamtkunstwerk für sich.

Kein Wunder, dass wir so viele Maasai-Fotos in unserem Fundus haben!

3. Fahrräder sind das Auto des kleinen Mannes

In den letzten zehn Jahren, in denen ich regelmäßig nach Tansania reise, hat sich die Transportsituation der Tansanier rasant verbessert.

2005 gab es noch keine bajaji und nur vereinzelt Mopeds oder Fahrräder. Heute sind bajaji das wichtigste öffentliche Transportmittel in der Stadt und viele Menschen, selbst am Land aus bäuerlichen, ärmlichen Verhältnissen, können (oder müssen!) sich ein Rad leisten.

Bauern legen 10, 15, 20 km mit dem Fahrrad zurück (oder auch mehr), um ihre Waren auf Märkten zu verkaufen.

Das hier gezeigte Foto zeigt einen Markttag in der Nähe von Mto wa Mbu.

4. Naomba pipi

Das hört man häufig in Tansania, selbst wenn man sich auf organisierten Safaris befindet.

Kinder laufen den Safari-Fahrzeugen hinterher, lauthals pipi schreiend.

Es ist leider ein Unsitte geworden, den Kindern Bonbons zuzustecken, weil sie eher Proteine (Eier!) bräuchten als Kohlenhydrate.

Aber es ist auf der ganzen Welt gleich: Kinder lieben auch in Tansania (wie hier am Foto in Stone Town) Süßes!

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