Mit Kribbeln im Bauch sehe ich den nächsten Wochen entgegen …. endlich darf ich mir wieder meine (dringend benötigte) Dosis Afrika gönnen!

Nachdem ich Uganda nun schon ein paar Mal bereist habe, nehme ich es nun endgültig ins Programm auf (die entsprechenden Webunterseiten sind gerade in Vorbereitung).

Es sind vor allem die Landschaften, die mich seit meiner ersten Uganda-Reise faszinieren. Sie sind so komplett anders als in Tansania oder Sambia. Außerdem empfinde ich die Menschen als wohltuend freundlich, weil Uganda noch bei weitem nicht dieselben Touristenmengen wie Tansania abwickeln muss.

Deswegen passt Uganda perfekt in mein Programm (als Ergänzung zu Tansania und Sambia):

5 gute Gründe für Uganda

1. Gorillas

Ich hielt die Luft an, als der Silverback in meine Richtung trottete und mich eindringlich musterte. Gebannt ließ ich die Kamera sinken und versank im Moment. Mächtig und würdevoll defilierte er vor mir vorbei. Ich blickte mich um: Ich war nicht die einzige, die verstohlen ein paar Tränen zerdrückte.

Wer schon alles gesehen, wird selbst bei den Berggorillas demütig. Einerseits weil sie an nur noch wenigen Orten in Afrika (in Uganda, Kongo und Ruanda) überlebten, andererseits bedarf eine Gorilla-Safari Muskelkraft und körperlicher Fitness, die nicht alle Afrika-Reisende mit sich bringen. In den dichten und steilen Bergurwäldern der Virunga Mountains oder des Bwindi Forest geht es steil bergauf und bergab durch Gestrüpp und impenetrable forest (undurchdringlichen Wald). Hohe Eintrittsgebühren (permits) machen den Kreis derer, die Gorillas beobachten können, nur noch elitärer.

Gorilla im Bwindi Forest, (C) K. Nicholson

2. Schimpansen

98,8 % des Erbgutes von Schimpansen soll mit dem Menschen übereinstimmen. Sie gelten also als unsere nächsten Verwandten.

In Tansania sind Schimpansen nur mit erheblichem finanziellen und zeitlichen Aufwand in die Reiseroute zu integrieren. In Uganda ist dies viel einfacher. Es existieren sogar Projekte und Initiativen, wo Gäste länger als nur die obligate Stunde bei den Schimpansen verbringen dürfen, z. B. wo sie einen ganzen Tag lang einen Ranger begleiten, der für die Habituierung (i.e. die Angewöhnung an die Menschen) sorgt. Und das bei vergleichsweise wenig Aufwand: Die Gebiete, wo die Schimpansen leben, sind im Vergleich zu den steilen Mahale Mountains in Tansania flach und leicht erreichbar.

3. Das Lächeln des Schuhschnabel-Storches

Mit kräftigen Stößen manövrierte uns der Bootsführer im seichten Lake Albert immer näher an die Papyrusinsel, wo er ein paar Schuhschnabel-Störche vermutete.

Selbst wenn ich ihn nicht zu Gesicht bekommen hätte, wäre es mir egal gewesen. Ich genoß es einfach, im sanft schaukelnden Boot zu sitzen, dem meditativen Plätschern des Wassers zu lauschen und auf den Schuhschnabel zu hoffen. Schließlich zeigte er sich doch, ein wenig neckisch, nur von hinten. Er zierte sich wie eine Diva, als wollte er mir mitteilen, dass ich noch einmal kommen müsste.

Aber egal. Der grau gefiederte Vogel mit dem Lächeln im Gesicht zieht mich nicht weniger in seinen Bann als die beeindruckenden Gorillas oder Schimpansen.

Der erste Schuhschnabel, den ich sah, ließ sich nur von hinten ablichten.

4. Mehr als Pirschfahrten

Tansania erfordert hauptsächlich trainiertes Sitzfleisch, denn die meiste Zeit sitzt man auf Safari im Fahrzeug (was ich durch meine abwechslungsreichen Reiseprogramme zu vermeiden versuche, aber an manchen Tagen sind einfach nur Autofahrten möglich). Sambia ist hingegen schon etwas aktiver, mit Walking Safaris allerorts. Aber Uganda ist das Outdoor-Mekka schlechthin für aktive Urlauber: Wanderungen und Gehen ohne Ende, Schimpansen- oder gar Gorialla-Habituierungsprogramme, Bootsfahrten, Kanufahrten, und noch einiges mehr.

Fast kein Tag vergeht ohne alternative Programmpunkte zu den klassischen Pirschfahrten. Das Manko an Tiermengen wird durch abwechslungsreiche Reiseverläufe wettgemacht.

5. Beeindruckende Landschaften

Wenn ich heute, vor dem Computer sitzend, an meine ersten Tage in Uganda denke, haben sich diese Bilder in meine Festplatte eingraviert: wellenförmige Teppiche in sattem Grün, malerische Bergketten mit violetten Silhouetten und schlammigblaue Flussdeltas gesäumt von grünen Papyrusbändern.
Uganda ist keinesfalls so, wie man sich landläufig Afrika vorstellt. Einige Gebiete erinnern mich eher an unberührte Naturlandschaften in Kanada oder den USA. Manche Landstriche könnten auch in der Schweiz oder Österreich liegen.

Magische Landschaften in den Virunga Mountains, (C) K. Nicholson

Was unterscheidet Uganda von Tansania oder Sambia?

In Uganda stehen nicht wie in Tansania oder Sambia die schieren Massen an Wildtieren im Vordergrund.

Viel eher sind es einzelne, selten gewordene Tierarten, die es zu bewundern gilt, wie Gorillas, Schimpansen, Goldmeerkatzen, weitere Primaten wie Patas Monkeys oder De Brazza’s Monkeys, Schuhschnabel-Störche, Rothschild-Giraffen (im Gegensatz zur gewöhnlichen Maasai-Giraffe, die überall sonst zu sehen ist), Uganda Kobs, Sitatunga-Antilopen (mit viel Glück in sumpfigen Gegenden) oder Oribis im Murchison Falls National Park.

In Uganda existieren limitierte Unterkunftsoptionen, die durch die Bank weniger professionell als in Tansania oder Sambia geführt werden. Sie sind dennoch ausreichend komfortabel, garniert mit einer Brise afrikanischem Esprit. 5-Sterne-Camps sucht man vergebens.

Was Uganda im Vergleich zu Tansania preislich attraktiver macht, ist der Umstand, dass Safaris (also Rundreisen) auch mit kleinen Minibussen gemacht werden können (wie einst in Kenia).

Bitte wundern Sie sich nicht, wenn die Uganda-Sektion auf meiner Webseite nur im Schneckentempo wächst. Dies bedeutet nur, dass ich viele Anfragen und Buchungen bearbeite, die natürlich immer Vorrang haben!

Vom 25. Oktober bis 10. November 2017 bin ich also wieder für Sie unterwegs, diesmal in Uganda. Ich suche nach Geheimtipps, prüfe Unterkunftsoptionen und sammle Ideen für echt individuelle Reisen nach Uganda.

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