In aller Munde (zumindest aller mit Sambia befassten Reiseveranstalter und Tourismustreibenden) ist momentan die Liuwa Plain. Warum das so ist, erklärt dieser Blogbeitrag.

1. Last Frontier

Die Liuwa Plain gilt (seit jeher) als „the last frontier“ in Sambia, dort, wo weiße Touristen sich genauso selten hin verirren wie in den Sudan oder nach Somalia.

Das Gebiet ist dünn besiedelt, weist kaum Infrastruktur auf, ja nicht einmal ordentlichen Mobilfunkempfang. Wie viele Grenzgebiete in Afrika wird es von der Regierung vernachlässigt, weil darauf vergessen wird, weil es für die Beamten in der Hauptstadt einfach nicht greifbar ist oder weil jene Beamten nicht genug Schmiergelder damit erwirtschaften können.

Die Anreise ist beschwerlich, lang und teuer; Selbstfahrer benötigen ein sehr gutes, vollständig für Notsituationen ausgerüstetes Geländefahrzeug mit Sateliten-Telefon, GPS, Reifendruckmesser, Sandblech, Seilwinde und mehr.

Man fährt nicht „einfach nur mal schnell zum Spaß“ in die Liuwa Plain; eine Safari muss gut vorbereitet, geplant und getimt sein.

Für ausländische Touristen, die nur 2 Wochen Zeit haben, hat sich die Fly-In-and-Out-Variante bestens bewährt.

(C) Norman Carr Safaris

2. Zweitgrößte Gnu-Migration Afrikas

Was Liuwa Plain so besonders besuchenswert macht, ist die zweitgrößte Gnu-Migration Afrikas außerhalb der Serengeti.

Eigentlich ist weniger einer Migration im Sinne von Tierwanderung, sondern vielmehr ein Zusammenpferchen von Aberzigtausenden Wildtieren, die durch die steigenden Pegelstände der Grenzflüsse in die Liuwa Plain gezwängt werden.

Aber egal, warum sich aberwitzig große Massen von Tieren in einem 40 km Radius wiederfinden – es raubt einem den Atem!

3. Schwer in einen Reiseverlauf integrierbar

Es ist nicht ganz leicht, Liuwa Plain sinnvoll mit anderen Parks/Gebieten zu kombinieren, denn in jenen Reisemonaten, wo das Phänomen Gnu-Migration auftritt – nämlich von April (bis Juli) sowie im November -, halten die meisten anderen Camps in Sambia geschlossen.

Am besten ist eine Kombination mit dem Kafue National Park, da er quasi auf dem Weg in die Liuwa Plain liegt.

4. Nichts für Schönwetter-Safari-Liebhaber

Die großen Tiermengen in der Liuwa Plain haben ursächlich mit Regenfällen zu tun – wie in der Serengeti auch. Was aber bedeutet, das die beste Reisezeit die Regenmonate sind.

Je mehr Gnus, Zebras, Lechwe und andere Antilopen vor Ort in den Ebenen sind, desto höher ist die Dichte der Raubtiere. Deshalb ist die Zeit der Regenmonate April bis Juni/Juli und November die besten Monate für die Tierbeobachtung.

In den übrigen Trockenmonaten – also von Juli bis Dezember – kommen Liebhaber von echt wilden, unberührten Landstrichen ebenfalls auf ihre Rechnung, aber ohne die großen Herden. Der Park ist für seine große Hyänen-Population bekannt, ebenso wie für Geparden, Schakale und vereinzelt Wild Dogs.

Im November können Besucher mit viel Glück das Kalben der Gnus beobachten.

(C) Norman Carr Safaris

5. $$$

Egal, ob die Variante „Abenteuer-Camping“ oder die Variante „Luxus-Lodge“ gewählt wird, ein Ausflug in die Liuwa Plain ist niemals ein ganz billiges Vergnügen.

Die Deluxe-Variante mit Nächtigung in der King Lewanika Lodge

Noch ist die neue Lodge von Norman-Carr-Safaris gar nicht fertig (Eröffnung April 2017), aber schon im Vorfeld überschlagen sich die „Reviews“. Momentan ist noch alles Marketing- und Werbegeplänkel…

Sie soll insgesamt nur 15 Gästen in 6 Luxusvillen Platz bieten, darunter auch eine Familienvilla. Errichtet wird sie am Oberlauf des Munde-Flusses und der Ort wurde wegen seiner atemberaubenden Panoramen und seiner Wildtierdichte gewählt. Dem Gründer des Schutzgebietes zu Ehren heißt die Lodge nun King Lewanika Lodge.

Individualreisende müssen mit Tageskosten von knapp 1000 € pro Person und Nacht rechnen zuzüglich die Kosten der Anreise. Momentan (Stand März 2017) verkehren Linienflüge 2x pro Woche zwischen Liuwa und Lusaka.

Die Gruppen-Variante mit Abenteuer-Camping

Wessen Reiseportemonnaie nicht so üppig gefüllt ist, setzt auf Abenteuer-Camping in der Gruppe.

So bietet sich beispielsweise ein Kombi-Paket von 3 Nächten Kafue (beispielsweise Übernachtung in der Kaingu Lodge) sowie 3 Nächten Camping in Liuwa Plain an.

Im Preis inbegriffen sind die Inlandflüge, Transfers, 6 x Übernachtung, Vollpension, Getränke, Aktivitäten und Wäscheservice.

Folgende Termine stehen zur Auswahl:

  • 12. November 2017 … 6 Nächte
  • 16. November 2017 … 6 Nächte
  • 21. November 2017 … 6 Nächte

Preise pro Person (bei 6 Personen in der Gruppe): 3.299 € pro Person.
Preise pro Person (bei 4 Personen in der Gruppe): 4.050 € pro Person.

Die Kombination funktioniert auch mit anderen Camps und Lodges im Kafue, z. B. mit dem Musekese Camp oder mit der Ila Safari Lodge.

Walking Safaris sind erlaubt, 2018 sollen Boot-Safaris folgen. (C) Norman Carr Safaris

Haben Sie Lust auf die Liuwa Plain bekommen? Wollen Sie eines der letzten, noch fast gänzlich unerschlossenen Gebiete im östlichen und südlichen Afrika besuchen?

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