Spontan zu reisen, ist spannend. Ich schließe mich da selbst nicht aus, speziell weil ich immer auf Aktionen der Airlines hoffe, um preiswertere Tickets zu ergattern. Das geht gut für Orte, wo es ausreichend Flugverbindungen, Unterkünfte und (ohne es abwertend zu meinen) Massentourismus gibt. Doch genau solche Voraussetzungen sind an vielen Orten in Afrika nicht gegeben. Eine ausreichend lange Vorlaufzeit ist daher zwingend notwendig. Und seien wir uns ehrlich: Die Vorfreude ist und bleibt doch die schönste Freude. Stellen Sie sich vor, Sie dürfen ein Jahr lang dem trip of a lifetime entgegenfiebern!

1. Gorilla Trekking in Uganda

Die Permits, die pro Tag ausgegeben werden, sind limitiert, auf momentan 144 in Uganda und knapp 100 in Ruanda. Neuesten Forschungen zufolge leben knapp über 1000 Berggorillas in freier Wildbahn im Bwindi Forest (Uganda) und in den Virunga Mountains (Ruanda). Eine erfreuliche Entwicklung, wenn man bedenkt, dass noch Anfang der 1980er-Jahren an die 600 Tiere gezählt wurden. Einige wenige Familienverbände werden in jahrelanger, geduldiger Arbeit an die Menschen gewöhnt (sog. Habituierung, habituation), und danach für die Gorilla Trekkings eingesetzt. Uganda ist beim Trekking definitiv zu bevorzugen – billigere Permits, mehr Auswahl an Mittelklasse-Unterkünften, einfacher in einen Reiseverlauf zu integrieren, mehr Optionen für Verlängerungen.

Safari-Insider-Tipp: 144 Permits pro Tag für Uganda – das hört sich möglicherweise nicht so wenig an, aber zur Hauptreisezeit könnten es 10 Mal so viel sein. Für die Weihnachtsferien 2019/20 sind die Permits fast zur Gänze bereits verkauft.

2. Die Große Migration in Tansania

Die Abermillionen Gnus, Zebras und Thomson Gazellen stehen auf der Wunschliste viele Afrika-Fans. Da die Große Migration das Aushängeschild Tansanias darstellt, ist es heutzutage schwierig, den Menschenaufläufen in Geländewägen zu entkommen. Im Gegenteil zu den Gorillas stehen zwar mehr Betten zur Verfügung, aber für die Hauptsaisonen der Migration in Tansania (Jan–März, Juli–August) muss man dennoch früh genug buchen.

Safari-Insider-Tipp: Wer Massenaufläufe von 50, 60 oder mehr Fahrzeugen vor der Mara-River-Überquerung oder bei einer Geparden-Familie vermeiden will, muss rechtzeitig planen und Camps wählen, die abseits vom Rummel liegen. Derer gibt es nicht viele und sie sind dementsprechend teuer, was speziell amerikanische und britische Reisende nicht davor abschreckt, sie bereits 1,5-2 Jahre im Vorhinein zu buchen.

3. Schimpansen im Mahale National Park in Tansania

Man liest und hört es immer wieder: Die Schimpansenbeobachtung im Mahale National Park, ausgehend vom Greystoke Mahale Camp, zählt zu den Erlebnissen, die selbst erfahrenen Safari-Liebhabern zu Begeisterungsstürmen hinreißen. Die malerische Landschaft, das sanft plätschernde Wasser, die menschenähnlichen Schimpansen im Bergurwald (übrigens eine der größten Populationen der Welt), zahlreiche weitere Primaten-Spezies und unzählige Vögel im Wald, die Einsamkeit, das Team, die Menschen, einfach die Magie des Ortes – unbeschreiblich.

Safari-Insider-Tipp: Bei nur 6 Chalets im Greystoke Mahale und viel medialer Aufmerksamkeit im anglo-amerikanischen Raum darf es nicht wundern, wenn das Camp lange Zeit im Vorhinein gut gebucht ist.

4. Liuwa Plain National Park, Sambia

Im äußersten Westen von Sambia, dort wo wegen der schlechten Erreichbarkeit kaum mehr Menschen wohnen, existiert ein Naturparadies der Extraklasse, wo sich in innerhalb von zwei kurzen Zeitfenstern die zweitgrößte Gnu-Migration Afrikas außerhalb der Serengeti zum Familientreffen einfindet. Es existiert nur ein Luxuscamp, und nur ganz wenige Anbieter in Sambia richten Spezialsafaris für die Liuwa Plain ein.

Safari-Insider-Tipp: Die Migration findet sich in den Regenmonaten im Liuwa Plain National Park ein, was es schwierig macht, sie mit anderen Parks in Sambia zu kombinieren. Am besten funktioniert dafür der November, aber nur, wenn Sie mindestens 1 Jahr im Vorhinein buchen.

5. Zakouma National Park, Chad

Keiner der bekannten Namen, der bei National Geographic- oder BBC-Dokumentationen von der Leinwand flimmert. Und trotzdem, oder gerade deshalb, ein a trip of a lifetime. Zakouma ist eine Erfolgsstory, wie wir sie mehr in Afrika bräuchten. Seit der Übernahme des Managements durch African Parks geht es steil bergauf, vor allem mit der Tierpopulation. Die Wilderei konnte fast gänzlich eliminiert werden. Herausragend: die Elefanten-Population. Was Zakouma besonders sympathisch macht: Es wurde noch nicht von den Luxuscampketten entdeckt. Nur drei Camps, alle einfach, stehen zur Auswahl.

Safari-Insider-Tipp: Wer dieses Safari-Kleinod besuchen will, muss sich anstellen, denn die passenden Zeitfenster für eine Safari sind ebenfalls wie die Unterkünfte beschränkt. Am besten man schließt sich einer Kleingruppenreise an, um die Kosten überschaubar zu halten.

Gerne berate ich Sie für Ihre perfekte Reise zu den außergewöhnlichsten Highlights in Afrika. Und wenn man die „Massen“ schon nicht vermeiden kann, suche ich für Sie ein intimes Safari-Camp, wo sich wenigstens die Übernachtung wie „Out-of-Africa“ anfühlt.

Ich freue mich auf Ihre Anfrage!