Mit einer Enduro durch halb Tansania
Nichts als goldbraune, unendliche Savanne vor Ihnen und eine keck wirbelnde Staubwolke hinter Ihnen – so können verwegene Draufgänger und abenteuerlustige Entdecker Tansania erleben.
Mit einer speziell für afrikanische Straßenverhältnisse adaptierten Yamaha XT-660 R geht es durch matschige Wasserlöcher, auf widerspenstige Berghänge und über tiefe Sandpisten. Geschlafen wird in ausgesuchten, authentischen Camps und Lodges und zwischendurch stehen auch Pirschfahrten in den Nationalparks auf dem Programm. Achtung: es herrscht akute Ansteckungsgefahr - der Afrika-Virus wird Sie auf diesen unvergleichlichen Motorradtouren voll und ganz packen!
Tourenvorschlag
Verschiedenste Motorrad-Touren sind denkbar: neben Touren in die Crater Highlands, die Usambara Mountains oder gar den Selous sind auch individuelle Arrangement möglich, z. B. zum Lake Tanganyika oder in die Nachbarländer Ruanda oder Burundi.
So könnte Ihre Motorrad-Tour in die Crater Highlands aussehen:
Tag 1: Ankunft in Arusha
Der erste Tag steht im Zeichen von Ankommen und Akklimatisieren. Ein Fahrt in die Stadt Arusha oder ein leichtes Besichtigungsprogramm können arrangiert werden (Übernachtung je nach Budget, z. B. Kia Lodge).
Tag 2: West Kilimanjaro Area (180 km auf Teer und Schotter/Sand-Piste)
Der Vormittag beginnt mit einem ausführlichen Briefing der Motorräder und einer Besprechung in Bezug auf die bevorstehende Tour. Der erste Tag steht im Zeichen einer Kilimanjaro-Umrundung von Osten her. Die Tour startet in in Richtung Moshi, wobei die ersten Kilometer auf Teer zurückgelegt werden. Sie haben also genügend Zeit, sich an das Motorrad und das Terrain zu gewöhnen.
Der erste Tag wird Ihnen ganz schön in die Knochen gehen – ein unbekanntes Motorrad, neues Terrain und ungewohnte klimatische Bedingungen, auf die Sie sich einstellen müssen. Umso köstlicher wird das erste eisgekühlte Bier und das herzhafte Abendessen im Camp schmecken. Vergessen Sie nicht, die Abermillionen Sterne am Himmel zu bewundern – sie faszinieren immer wieder aufs Neue (Übernachtung je nach Budget, z. B. Kambi Ya Tembo).
Besonders interessant an dieser Teiletappe ist, den Kilimanjaro aus verschiedenen Perspektiven zu sehen: zuerst die südliche Ansicht mit dem Kibo und dem Shira Peak, dann die Ostflanke mit dem zerfransten Mawenzi und schließlich die Nordseite, so wie man den Kili vor allem von Reiseprospekten (mit den Elefanten des Amboseli National Park in Kenia) kennt.
Tag 3: Lake Natron und Ol Doinyo Lengai (ca. 150 km auf Schotter/Sand-Pisten)
Durch die Savannenlandschaft von Sinya geht es in Richtung Lake Natron, mitten durch die Ngorongoro Highlands. Sie passieren die Erhebungen der Highlands - den Longido, den Meto Hills, dem Vulkan Kitumbeine und dem Gelai. Am Fuße des heiligen Berges der Maasai, dem Ol Doinyo Lengai, übernachten Sie an den Ufern des Lake Natron (Übernachtung im Lake Natron Tented Camp).
Tag 4: Mto wa Mbu (ca. 155 km auf Sand/Schotter-Pisten und später Teerstraße)
Mit dampfendem Kaffee und einem herzhaften Frühstück beginnt der Tag. Nach einer Wanderung ans Ufer des Lake Natron geht es durch karges und bizarres Land weiter nach Mto wa Mbu.
Vorbei an den Maasai und ihren Herden verläuft die Piste, die interessante Facetten bereit hält: tiefe Sandpisten, ausgetrocknete Flussläufe, Geröllfelder und viele Herausforderungen mehr. Die Chance, hier Zebras, Giraffen, Antilopen oder gar Elefanten zu sehen, ist groß. Im Dorf Engaruka wird das Lunch eingenommen und bis zur Teerstraße noch einmal aufgedreht.
Nachdem Sie in Mto wa Mbu angekommen sind, geht es auf der Teerstraße weiter in Richtung Ngorongoro Crater. Die letzten paar Kilometer bis zur Unterkunft sind noch einmal so richtig anspruchsvoll. Um so erfrischender schmeckt da das erste Bier!
Tag 5: Ngorongoro Crater (Safaritag)
Nach dem Frühstück geht es mit dem Geländewagen in den Ngorongoro Crater. Nach ausgiebigen Pirschfahrten im Krater, einem Picknick-Lunch und mehr Game Drives steht der späte Nachmittag ganz im Zeichen von Erholung. Sie können entweder an einer leichten Walking Safari zum Kraterrand teilnehmen oder einfach in der Lodge die Seele baumeln lassen (Übernachtung je nach Budget, z. B. Ngorongoro Crater Forest Tented Lodge).
Tag 6: Lake Babati (ca. 190 km, davon etwa 30 km Teerstraße, der Rest Schotterpisten)
Nach einigen Kilometern auf Teer biegt die Route bei Karatu auf eine gute Sandpiste in Richtung Süden. Unterwegs bieten sich tolle Gelegenheiten für Blicke über den Lake Manyara und den dazugehörigen Park. Sie passieren Endabash, Mbulu, Madwa sowie Dongobesh und erreichen am Nachmittag den Lake Babati (Übernachtung Babati Lake Lodge).
Besonders eindrucksvoll auf dem Streckenabschnitt ist der Blick hinunter von der Bruchstufe auf den See. Sie fahren westlich am Lake Manyara vorbei – eine Strecke, die Sie garantiert mit keinen anderen Touristen teilen müssen.
Tag 7: Lake Burunge (ca. 65 km auf guter Schotterpiste)
Die letzte Etappe auf Schotterpiste mutet eher gemächlich an, denn heute werden nur knapp 65 km zurückgelegt. Von Babati geht es in Richtung Norden zum Lake Burunge, der direkt an den Tarangire National Park angrenzt. Der Nachmittag steht zu Ihrer eigenen Verfügung. Heißer Tipp: Auf Ihrer Terrasse vor dem Zelt den Ausblick genießen (Übernachtung Lake Burunge Tented Camp)!
Tag 8: Tarangire National Park (Safaritag)
Der ganze Tag steht im Zeichen von Pirschfahrten im Tarangire National Park (Übernachtung Lake Burunge Tented Camp).
Tag 9: Rückkehr nach Arusha (ca. 120 km auf Teer)
Nach einem ausgiebigen Frühstück und einer leichten Walking Safari schwingen Sie sich zum letzten Mal auf Ihr Bike. Die letzten 120 km auf Teer können Sie nicht mehr erschüttern! (Übernachtung je nach Budget, z. B. Kia Lodge).
>> Reisebeispiel "Enduro Safari" als PDF
Details zur Tour
Unterkünfte
- Ausgesuchte Unterkünfte mit dem gewissen Etwas
Verpflegung
- Vollpension (Frühstück, Picknick-Lunch oder leichtes Mittagessen, Abendessen)
Sie sollten
- Abenteuergeist haben
- Kenntnisse über das Motorradfahren haben
- eine International Driving Licence im Gepäck haben
- Wetterfeste, strapazfähige Motorradkleidung einpacken
Verlängerungsoptionen
- Mehr Safaris, z. B. im Arusha National Park
- Safari durch den Norden, z. B. Tarangire National Park, Ngorongoro Crater und Serengeti
- Weiterflug von Arusha an den Strand von Pangani und mehrtägiger Aufenthalt am Ushongo Beach
- Weiterflug von Arusha auf die Gewürzinsel Sansibar und einige Tage Aufenthalt in Stone Town und am Strand
- Weiterflug von Arusha nach Mafia Island zum Strandurlaub und zum Tauchen


